Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
31.03.2017

Omaha: Final-Aus für Max Kühner nach Riesenpech

So hat sich Max Kühner das Weltcupfinale der Springreiter bestimmt nicht vorgestellt. In der ersten Teilprüfung des Finalreigens am Donnerstag quittierte Kühners Cornet Kalua nach Hindernis drei unvermittelt den Dienst. Für das Paar ist das Turnier damit beendet.

Für Max  Kühne rund Cornet Kalua ist das Weltcupfinale der Springreiter vorbei, bevor es richtig begonnen hat. © Tomas Holcbecher
Für Max Kühne rund Cornet Kalua ist das Weltcupfinale der Springreiter vorbei, bevor es richtig begonnen hat.
© Tomas Holcbecher
Dass er körperlich gut drauf ist, hat der DSP-Wallach Cornet Kalua in den vergangenen Wochen zur Genüge bewiesen. Zahlreiche Top-Ergebnisse reihten sich aneinander, ein dritter Platz zuletzt im Grand Prix des Fünf-Sterne-Turniers in Hong Kong ließ auf Großes hoffen. Allein, es sollte wohl nicht sein. Zumindest nicht beim Weltcupfinale in Omaha.

Mit Startnummer zwölf gingen Kühner und der selbst gezogene Cornet-Obolensky Sohn voller Zuversicht in den Parcours des Zeitspringens. Die ersten Hürden nahm das Paar noch souverän. Doch nach dem dritten Hindernis, einer zweifachen Kombination, war Schluss. Auf dem Weg zum nächsten Oxer war bei dem Dunkelbraunen der Ofen aus. Immer wieder stellte er sich auf die Hinterbeine bis die Richter die Glocke läuteten und die Disqualifikation besiegelten. Vorbei das Springen, aus der Traum.

Der zwölfjährige Wallach gilt als sehr vermögend, aber auch sensibel und stressanfällig. Schon im Vorfeld hatte Kühner erklärt, man dürfe Cornet nicht unter Druck setzen, sonst würde er zumachen. „Da kann man gleich absteigen“, meinte Kühner, der sich akribisch genau eine Strategie zurechtlegte, um dieses Worst-Case-Szenario zu verhindern.

Sorgen, dass er vom Finalflair nicht allzu viel mitbekommt – so lautete die Devise. Und dafür wurde in Omaha auch alles getan. Lockeres Bewegen an der Longe, entspanntes Dressurtraining unter dem Sattel, viele Streicheleinheiten von Groom Alex und Grasen gehen zum Seele baumeln lassen. Dass es am Ende trotz aller Bemühungen nicht geklappt hat beweist einmal mehr, dass gerade im Pferdesport nicht immer alles nach Plan läuft. Auch wenn er noch so gut zu sein scheint.
Mission Titelverteidigung fest im Blick: Steve Guerdat (SUI) liegt nach dem Zeitspringen am Donnerstag auf dem aussichtsreichen dritten Platz. © Liz Gregg/FEI
Mission Titelverteidigung fest im Blick: Steve Guerdat (SUI) liegt nach dem Zeitspringen am Donnerstag auf dem aussichtsreichen dritten Platz.
© Liz Gregg/FEI

Lokalmatador in Front, Titelverteidiger in Schlagdistanz

Den optimalen Auftakt erwischte indes McLain Ward. Im Sattel seiner blutgeprägten Stute HH Azur nahm der Amerikaner zur Freude des US-Publikums jeden Sprung des herausfordernden 1,60m-Parcours beinahe spielend. Dazu war das Duo auch noch überragend schnell. Fehlerfrei in 59,27 Sekunden - daran kam keiner mehr vorbei.

Am dichtesten schob sich der Schwede Henrik van Eckermann mit Mary Lou an das Führungsduo heran (0/59,58) und auch Vorjahressieger Steve Guerdat liegt nach einer Superrunde auf der elfjährigen Balou-du-Rouet-Tochter Bianca (0/60,06) in Schlagdistanz. Der Schweizer könnte in Omaha Historisches schaffen. Noch nie hat ein Reiter den Weltcup dreimal in Serie mit drei verschiedenen Pferden gewinnen können.

Die zweite Qualifikation beginnt in der Nacht auf Samstag. Alle Ergebnisse aus Omaha sowie den Zeitplan gibt es hier.

ps
Servus TV AD ab 07.12.2017