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28.02.2013

Online Petition: Der Palio muss sicherer werden!

Das archaische Rennen im Herzen Sienas steht Jahr für Jahr im Zentrum heftiger Kritik. Zurecht. Seit 1970 sind dabei 50 Pferde ums Leben gekommen. Wir wollen daran etwas ändern und hoffen auf Ihre Unterstützung!

Seit 1970 sind beim Palio 50 Pferde ums Leben gekommen, und auch die Jockeys gehen ein großes Risiko ein, denn bei diesem Rennen ist fast alles erlaubt - auch den Gegner vom Pferd zu befördern... © René van Bakel/ASAblanca.com
Seit 1970 sind beim Palio 50 Pferde ums Leben gekommen, und auch die Jockeys gehen ein großes Risiko ein, denn bei diesem Rennen ist fast alles erlaubt - auch den Gegner vom Pferd zu befördern...
© René van Bakel/ASAblanca.com
Schon seit Jahren sorgt das Rennen, beim dem Pferd und Reiter die abschüssige Piazza del Campo mitten im historischen Zentrum der toskanischen Stadt dreimal umrunden müssen, für heftige Proteste. Die Argumente der Kritiker sind mehr als legitim. Der 300 Meter lange Rundkurs entspricht bei weitem nicht den Anforderungen einer modernen Rennstrecke. Daher kommen auch so viele Pferde zu Schaden, daher ist das Rennen auch für viele untragbar.

Auf der anderen Seite bedeutet der Palio den Sienesern alles, und dem Tourismus der Stadt enorm viel, eine Verlegung oder gar Abschaffung des Rennens ist in Siena schlicht undenkbar. Aus diesem Gegensatz entspinnen sich seit langem hitzige Diskussionen, wirkliche Veränderungen brachten sie nicht. Die Positionen liegen zu weit auseinander, über Sinn und Unsinn des Rennens lässt sich noch viele weitere Jahre wunderbar streiten. Was die Pferde aber dringend brauchen, sind konkrete Verbesserungen, am besten schon im nächsten Rennen.

Helfen Sie uns mit Ihrer Unterschrift

Diesem ewigen hin und her möchten wir nicht länger tatenlos zusehen. Wir möchten, dass endlich etwas getan wird, um die Sicherheit für die Pferde (und damit auch für die Jockeys) zu erhöhen. Unsere Recherchen ergaben eine Reihe von konkreten Vorschlägen, die die Sicherheit maßgeblich verbessern, ohne den Charakter des Rennens zu verändern. Es sind Maßnahmen, die das Verletzungsrisiko reduzieren und die Genesungschancen erhöhen, wenn etwas passiert.

Doch damit etwas getan werden kann, benötigen wir Ihre Unterstüzung. Wir möchten Unterschriften sammeln, Ihre Unterschriften, um sie mit einer Petition an den Bürgermeister von Siena weiterzuleiten, damit die Stadt erkennt, dass der Palio und das Schicksal seiner Pferde über die Grenzen Italiens  hinaus bewegen. Wir freuen uns, wenn Sie uns in dieser Sache unterstützen - mit Ihrer Stimme und indem Sie unsere Petition an viele weitere Pferdefreundinnen und -freunde weiterleiten, damit vielleicht schon der nächste Palio ohne Schreckensmeldungen auskommt.

Hier geht's zur Online-Petition ...

Was wir fordern:

1. Verlegung der Fahnenstangen.
Auf der hüfthohen, gepolsterten Ecksäule jeder Kurveninnenseite sind Fahnenstangen mit den Wappen der Stadt montiert. Ein unnötiges Risiko. Da die Pferde mit weit mehr Schieflage als früher in die Kurven gehen, prallen Tier und Reiter nicht nur immer häufiger gegen die Innenabsperrung, sondern auch gegen die genau dort angebrachten Fahnenstangen. Zumindest letzteres ließe sich durch deren Verlegung – zum Beispiel in die Mitte jeder Geraden – verhindern.

2. Entschärfung der San-Martino-Kurve.

Hier passieren die meisten und fatalsten Stürze, weil die Kurve aufgrund der Kapelle des Palazzo Pubblico einen Winkel von mehr als neunzig Grad hat. Der Winkel kann reduziert werden, indem die Rennstrecke vor der Kurve in Richtung Tribüne verbreitert wird. Dadurch wird ein steileres Einreiten in die Kurve möglich, Winkel und Risiko werden reduziert.

3. Bereitstellung eines Tiertransporters.
Wenn etwas passiert, dauert es zwar nicht lange, bis sich der Ambulanzwagen durch die engen Gassen Sienas bis zur Piazza del Campo schlängelt. Dennoch, noch schneller könnte das verletzte Tier in die Tierklinik gebracht werden, wäre er bereits um die Ecke bereitgestellt.

4. Bestmögliche Rehabilitation.
Moderne Therapieansätze wie zum Beispiel Aquatherapie erhöhen die Genesungschancen verletzter Pferde enorm. Gerade bei einem Rennen wie dem Palio müsste die Verwendung aller tiermedizinischen Möglichkeiten selbstverständlich sein. Zudem könnte Siena mit einem modernen Therapiezentrum neue Maßstäbe setzen.

Diese Maßnahmen würden die Sicherheit der wichtigsten Protagonisten des Palios wesentlich erhöhen, ohne dabei den Charakter des Rennens zu verändern und sind von einer weltbekannten Veranstaltung mit etwas gutem Willen leicht umsetzbar.
Servus TV AD bis 07.12.2017