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15.04.2013

PETA übt Kritik an Apassionata

Die umstrittene Tierrechtsorganisation PETA sorgt nach ihrer Strafanzeige gegen die Totilas-Besitzer erneut für Schlagzeilen im Pferdebereich. Stein des Anstoßes ist dieses Mal die bekannte Pferdeshow Apassionata.

Während PETA in der erfolgreichen Pferdeshow allerorts Tierquälerei ausmacht, konnte das Kölner Veterinäramt bei seinen umfangreichen Kontrollen hingegen keinerlei Grund zur Beanstandung finden. © APASSIONATA
Während PETA in der erfolgreichen Pferdeshow allerorts Tierquälerei ausmacht, konnte das Kölner Veterinäramt bei seinen umfangreichen Kontrollen hingegen keinerlei Grund zur Beanstandung finden. Auch die Veranstalter weisen sämtliche Vorwürfe entschieden von sich.
© APASSIONATA
In der „lauten, hektischen Show“ würden die Pferde zum Teil mit der schmerzhaften Rollkur geritten, zudem seien Stürze und Verletzungen keine Seltenheit, so PETA jüngst in einer Pressemitteilung, die außerdem den Transport und die Unterbringung der Pferde heftig kritisierte.

„In der ‚Apassionata‘-Show werden Pferden funkensprühende Wunderkerzen an die Fesseln gebunden – für die Fluchttiere ist das ein Albtraum“, so Jennifer Kirchner, Kampagnenleiterin bei PETA. „Pferde gehören auf die Weide und nicht in eine laute, grelle Manege, in der sie entwürdigende Kunststücke aufführen müssen.“ Man fordere die Verantwortlichen auf, keine Pferde in der Show einzusetzen, hieß es in der Pressemitteilung weiter, man appelliere gleichzeitig an die Kölner Bevölkerung, die Veranstaltung zu meiden um so das tierleid nicht weiter zu unterstützen

Keinen Grund zur Beanstandung konnte hingegen das Kölner Veterinäramt feststellen. Wie das Kölner Online-Portal report-k.de berichtet, wurde die gesamte Show, auch hinter den Kulissen, zuletzt im Jahr 2011 einer gründlichen behördlichen Prüfung unterzogen. Dabei sei niemals ein krankes Pferd aufgefallen , ganz im Gegenteil, die Pferde hätten alle gut gepflegt ausgesehen. Auch die Aufstallung wurde als sauber und ordentlich beurteilt und der Umgang mit den Tieren als gut bewertet.

In einer ausführlichen Stellungnahme, in der sie sämtliche Vorwürfe entschieden von sich weisen, reagieren nun die Veranstalter der beliebten Pferdeshow. Lesen Sie nachstehend die Stellungnahme in Originalwortlaut:
Als "Tierquälerei in der Manege" bezeichnet PETA die Verwendung von Wunderkerzen an den Beinen dieser Islandpferde. © APASSIONATA
Als "Tierquälerei in der Manege" bezeichnet PETA die Verwendung von Wunderkerzen an den Beinen dieser Islandpferde.
© APASSIONATA

Offizielle Stellungnahme der Apassionata-Veranstalter:

"Wir versichern, dass wir als Veranstalter nicht nur einen artgerechten, sondern liebevollen Umgang mit Tieren von unseren Equipen und Reitern voraussetzen und verlangen. Für unsere Show arbeiten wir mit ausgewählten und speziell trainierten Pferden und ihren Reitern, Trainern und Pflegern zusammen. Diese Teams, auch Equipen genannt, begleiten „Apassionata“ in den Saisonmonaten von November bis Juni und zeigen dem Publikum ihr Können in den Shows. Dabei sind sie an jedem Wochenende in einer anderen Stadt, manchmal sogar in einem anderen Land, befinden sich aber nur an den Wochenenden in den eigens dafür konzipierten Stallzelten in oder nahe der Veranstaltungshalle. Für den Großteil der Woche mieten wir nahegelegene Ställe für unsere Tiere. Dort haben sie Ruhe und können wie alle anderen Pferde auch auf die Weide. Unter der Woche wird jedes Pferd individuell nach den jeweiligen Bedürfnissen trainiert und betreut. Einige Reiter machen einen Ausritt im Wald, einige Pferde werden longiert und wieder andere faulenzen auf der Wiese. In der Showpause von Juli bis Oktober bereiten sie sich "zuhause" auf ihren Heimat-Gestüten auf die neue Tournee vor und trainieren die neue Choreographie ein. Trotz aller Vorkehrungen und Maßnahmen, die wir bereits zum Wohlergehen unserer Tiere treffen, sind wir selbstverständlich immer dankbar für Feedback und konstruktive Kritik und nehmen dies sehr ernst.

"Rollkur"

Wir versichern, dass keines unserer Teams mit der sogenannten Rollkur arbeitet. Es ist aber leider so, dass gerade Pferde des barocken Typs (in unserem Falle Friesen und Lusitanos) die Tendenz haben, sehr "eng" zu gehen und sich sehr leicht "aufrollen", was dann natürlich der Rollkur sehr, sehr ähnlich sieht, aber sicher nicht gewollt ist. Insbesondere einige der Friesen sind da leider sehr extrem - die Pferde rollen sich manchmal selbst so auf und es ist dann im Rahmen einer Vorführung unglaublich schwierig, sie wieder "vor sich" zu bekommen. Das entsprechende Team arbeitet stets intensiv daran, stets eine korrekte Aufrichtung zeigen zu können.


Transport


Wir verwenden ausschließlich von den Veterinärbehörden zugelassene Pferdetransporter, die eine möglichst angenehme Reise für unsere Pferde garantieren. Die Transporter sind so ausgestattet, dass die Pferde während der Fahrt fressen und trinken können. Ausreichend Platz ist selbstverständlich auch gewährleistet.

Bei langen Strecken werden die Pferde in so genannten "Zwischenstationen" untergebracht, in denen sie sich ausruhen können - dies kommt allerdings nur zwei oder drei Mal während unserer Saison vor. Meist sind dies große Stallungen von Reitvereinen oder verschiedener Galopp-Rennbahnen. Pferde, die regelmäßig von guten Fahrern transportiert werden, empfinden die Transporte gar nicht so unangenehm, wie wir das oft glauben. Bei „Apassionata“ haben wir immer wieder Pferde mit dabei, die beim Verladen ganz alleine über die Rampen an ihren gewohnten Platz im Transporter gehen.


Boxen

Während der Shows sind unsere Pferde in transportablen Boxen neben ihrem jeweils gleich "Nachbarpferd" untergebracht, um sich zuhause zu fühlen. Die Boxen stehen entweder in den Hallen selbst oder in speziellen Stallzelten, die bei niedrigen Temperaturen beheizt werden.. Während der freien Tage zwischen den Shows sind die Pferde in verschiedenen Reitanlagen untergebracht. In der Box oder der Stallgasse angebunden werden unsere Pferde nur zu einem kurzen Zeitpunkt während eines Tages - nämlich dann, wenn sie bereits gestriegelt und geputzt sind und gesattelt werden - so wie in jedem anderen Reitstall auch.


Umgang

Wir versichern, dass unsere Reiter alle sehr liebevoll mit ihren Tieren umgehen und keines schlecht behandelt oder gar gequält wird - das garantieren wir. Unsere Pferde werden in der Regel immer von den gleichen Reitern in der Show geritten, trainiert und auch hinter den Kulissen umsorgt. Da sie viel Zeit gemeinsam verbringen, haben Reiter und Pferd ein sehr enges, fast freundschaftliches Verhältnis zueinander. Beide wissen, dass sie sich aufeinander verlassen können.


Wunderkerzen

Generell muss man sagen, dass viele Effekte, die uns Menschen erschrecken oder ängstigen, von Pferden gar nicht so aufgefasst werden. An die diversen Lichteffekte muss ein Showpferd gewöhnt werden, das funktioniert relativ schnell und problemlos. Zudem haben wir vor jeder Premiere mehrere Wochen Proben, um die Pferde an genau solche Effekte zu gewöhnen. Speziell die Isländer haben einen sehr ausgeprägten Charakter und die Wunderkerzen an den Beinen machen ihnen gar nichts aus.
Showpferd generell

Pferde haben großen Spaß an der Bewegung und lieben es, "umhätschelt" zu werden. Vielen Pferden merkt man es wirklich an, dass sie Spaß beim Auftritt haben. Unser Pferde sind seit ihrer frühesten Jugend mit Musik im Training und ihrer Umwelt in den Ställen und Reitplätzen aufgewachsen und an Musik gewöhnt. Bei unserer Show benutzen wir ein spezielles Lautsprechersystemen, das die Musik gezielt ins Publikum ausstrahlt. Das heißt, der Bereich der Reitfläche ist von der direkten Beschallung ausgespart. Das Wohlergehen der Tiere steht für uns und unsere Reiter an allererster Stelle. Davon konnten sich auch schon ganz viele Zuschauer bei den Stallführungen vor und nach der Show überzeugen. Unter der Woche sind die Pferde in Zwischenställen untergebracht. Hier führen sie ein ganz "normales Pferdeleben" - natürlich auch auf der Koppel oder dem Paddock."
Tiere gehören in die Freiheit

Es gibt leider weltweit nur noch sehr wenige "wirkliche" Wildpferde, die noch die Gabe und Instinkte haben, in freier Natur zu überleben - diese Eigenschaft wurde den anderen Pferden durch die Domestizierung genommen."