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22.08.2017

Para-Mannschaft auf Platz sechs

Österreichs Para-Dressur-Team belegte beim zweiten Tag der Europameisterschaften in Göteborg in der Mannschaftswertung unter 13 Mannschaften den ausgezeichneten sechsten Platz. Gold ging an Großbritannien vor Dänemark und den Niederlanden. Im Grand Prix des Dressurbewerbes erreichten Christian Schumach auf Auheim’s Picardo 66,957 % und Astrid Neumayer auf Rodriguez 67,071 %.

Im Einzel holte er sich sein sechstes EM-Gold, mit der Mannschaft belegte er mit Fontainenoir Rang 6. © Tomas Holcbecher
Im Einzel holte er sich sein sechstes EM-Gold, mit der Mannschaft belegte er mit Fontainenoir Rang 6.
© Tomas Holcbecher
Einzel-Goldmedaillengewinner Pepo Puch konnte einen Tag nach seinem sechsten EM-Gold das Glück kaum fassen: „Ich hatte echt nicht geglaubt, dass es langt. Meine Konkurrentinnen habe ich mir gestern eigentlich nur wenig angesehen, da ich mit dem Pferd im Stall beschäftigt war. Equipechefin Theres Rantner hat mir dann gesagt, dass es doch für Gold gereicht hat und ich war wahnsinnig erleichtert. Es war zwar bereits mein sechster EM-Titel, trotzdem ist es jedes Mal eine neue Herausforderung. Und dass ich es diesmal mit so wenig Punkten „derrappeln“ werde, hätte ich mir auch nicht gedacht. Heute ging es so, wie ich es mir von Anfang an gewünscht hatte. In der Kür reiten wir jetzt zur Filmmusik von Hans Zimmer. Fonti ist natürlich nicht der Musikspezialist, sondern eher der Techniker. Daher muss ich das ein wenig kompensieren, schließlich habe ich ja in der Blasmusikkapelle immerhin die kleine Trommel gespielt,“ lacht der frischgebackene Europameister beim Interview.
Fontainenoir und Pepo Puch sind einfach eine Klasse für sich! © Tomas Holcbecher
Fontainenoir und Pepo Puch sind einfach eine Klasse für sich!
© Tomas Holcbecher
Auch für Pepos Mannschaftskollegen lief es im Team-Test besser als im Individual! Besonders Bernd Brugger zeigte sich von seinem Bellagio, mit dem er diesmal 68,250 % erreichte, begeistert: „Ich glaube, dass wir heute ein paar Höhepunkte zeigen konnten, das war ein Versprechen für die Zukunft. Ich bin sehr zufrieden, weil wir auf dem besten Weg sind.“
Erst seit einem halben Jahr hat Bernd Brugger Bellagio unter dem Sattel. © Tomas Holcbecher
Erst seit einem halben Jahr hat Bernd Brugger Bellagio unter dem Sattel.
© Tomas Holcbecher
Julia Sciancalepore und Michael Knauder hatten dann mit ihren Emotionen zu kämpfen, denn beide ritten mit ihren Pferden Pommery und Contessa die letzte internationale Prüfung. Als Sciancalepore auf der Schlusslinie gar nicht mehr stehen bleiben wollte, hielten die rot-weiß-roten Fans den Atem an: „Eigentlich war ich recht entspannt vor dem Bewerb, allerdings war es mein letzter Ritt mit Pommery. Darum bin ich auch auf der letzten Mittellinie, als es zum Gruß ging, etwas sentimental geworden und es war halt nicht so einfach verheult das Pferd zu reiten,“ lachte die BWL-Studentin später wieder. „Insgesamt bin ich ja so froh, was ich mit dem Pommi alles geschafft habe. Jetzt warten andere Sachen, aber er steht neben den jungen Pferden auf der Koppel und ich sehe ihn weiterhin.“
Im Viereck flossen bei Julia Sciancalepore vor Rührung die Tränen, im Pressezelt konnte sie schon wieder lachen. © Tomas Holcbecher
Im Viereck flossen bei Julia Sciancalepore vor Rührung die Tränen, im Pressezelt konnte sie schon wieder lachen.
© Tomas Holcbecher
Und ausgerechnet der immer selbstkritische Michael Knauder sorgte als Schlussreiter dafür, dass Österreichs Team sich noch an den Belgiern vorbeischieben konnte und auf Platz 6 landete. „Einerseits bin ich stolz, andererseits ein bisschen enttäuscht. Vielleicht hat mich auch das ganze Turnier schon belastet, dass es das letzte mit Contessa sein wird und ich noch keine weiteren Optionen habe. Natürlich macht es einen stolz in so einem Team reiten zu dürfen, aber ich bin ein kritischer Mensch und sage: Wenn ich mit einem Ritt einmal wirklich zufrieden bin, höre ich auf, denn mehr kann man dann nicht erreichen. Also ist es derzeit ein Ansporn weiterzumachen.“
Nach ihrem letzten internationalen Auftritt: Michael Knauder und Contessa. © Tomas Holcbecher
Nach ihrem letzten internationalen Auftritt: Michael Knauder und Contessa.
© Tomas Holcbecher
Für die Dressurreiter ging es im 27.000 Besucher fassenden Ullevi mit dem ersten Tag im Grand Prix los. Insgesamt standen letztendlich noch 66 Paare auf der Startliste und 16 Nationen kämpfen um die Mannschaftsmedaillen. In letzter Minute wurde die britische Mannschaft noch ordentlich gebeutelt. Da Don Carissimo, das Pferd von Gareth Hughes nach einer Verletzung und nicht bestandenem Vet-Check zurückgezogen wurde, dürfen die Silbermedaillengewinner von 2015 nur drei Reiter ins Rennen schicken! Bereits vor der Verfassungsprüfung strich Fanny Verliefden ihr Pferd Indoctro, wodurch Belgien nur zwei Starter und kein Team mehr im Bewerb hat.
Auheim"s Picardo mit Christian Schumach eröffneten für Österreich die Dressurkonkurrenz..... © Tomas Holcbecher
Auheim"s Picardo mit Christian Schumach eröffneten für Österreich die Dressurkonkurrenz.....
© Tomas Holcbecher
Mit fast identischen Ergebnissen schlossen die beiden österreichischen Dressurreiter den ersten Grand-Prix-Tag ab. Christian Schumach kam nach einem fehlerfreien Ritt mit seinem etwas schüchtern wirkendem Auheim’s Picardo („Vielleicht bin ich ein wenig zu lange abgeritten!“) auf 66,957 %, seine Mannschaftskollegin Astrid Neumayer musste ihren übermotivierten Rodriguez in Zaum halten, was sich in ein paar kleinen Fehlern niederschlug, wobei die Einerwechsel entsprechend „teuer“ waren. So standen am Ende 67,071 % zu Buche. „Es ist schade, denn es geht besser. Es war schwierig ihn unter Kontrolle zu halten, weil er ist so ein Kraftpaket.“ Schumach blickt aber dennoch nach vorne: „Wir brauchen uns nicht zu verstecken und sind auch nicht unzufrieden!“ In der Zwischenwertung liegen die beiden nach 32 Paaren auf den Plätzen 13 und 14.
...und konnten mit ihrer Vorstellung zufrieden sein. © Tomas Holcbecher
...und konnten mit ihrer Vorstellung zufrieden sein.
© Tomas Holcbecher
Voll motiviert will Rodriguez immer alles geben, schwierig für seine Reiterin Astrid Neumayer die Kontrolle zu behalten. © Tomas Holcbecher
Voll motiviert will Rodriguez immer alles geben, schwierig für seine Reiterin Astrid Neumayer die Kontrolle zu behalten.
© Tomas Holcbecher
Die Dressurmannschaft gab volle Unterstützung. © Tomas Holcbecher
Die Dressurmannschaft gab volle Unterstützung.
© Tomas Holcbecher
Rückblick auf die Eröffnungsfeier der Europameisterschaft, die bei freiem Eintritt stattfand:
Prinzessin Madeleine von Schweden eröffnete die Europameisterschaften. © Tomas Holcbecher
Prinzessin Madeleine von Schweden eröffnete die Europameisterschaften.
© Tomas Holcbecher
Pippi Langstrumpf durfte bei der Eröffnung in Schweden natürlich nicht fehlen. © Tomas Holcbecher
Pippi Langstrumpf durfte bei der Eröffnung in Schweden natürlich nicht fehlen.
© Tomas Holcbecher