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21.09.2015

Pepo Puch Superstar: Nach holprigem Start zu zweifachem EM-Gold

Was für eine emotionale Achterbahnfahrt für Para-Dressurreiter Pepo Puch: Am Donnerstag stand für den Steirer ein Start bei den Europameisterschaften im französischen Deauville noch auf Messers Schneide, drei Tage später tritt Österreichs Medaillengarant die Heimreise mit zwei Goldenen um den Hals an. Sein drittes EM-Gold-Duo in Folge.

In Deauville krönte sich Pepo Puch zum dritten Mal in Folge zum Doppel-Europameister. © Jon Stroud/FEI
In Deauville krönte sich Pepo Puch zum dritten Mal in Folge zum Doppel-Europameister.
© Jon Stroud/FEI
Ja, Pepo Puch war zweifacher Titelverteidiger. Ja, er hatte schon im Vorfeld der kontinentalen Wettkämpfe bewiesen, dass er und seine Top-Stute Fine Feeling wieder gut in Form sind. Doch dass er auch bei diesen Europameisterschaften einen souveränen Doppelsieg feiern würde, das war zum Start der EM alles andere als klar. Zum einen, weil die Konkurrenz mit dem früheren Langzeit-Dominator des Grade Ib und dreifachen Weltmeister der Weltreiterspiele in Caen 2014, Lee Pearson (GBR), sowie WM-Bronzemedaillengewinnerin Nicole den Dulk (NED) gut aufgestellt war.

Und zum anderen, weil der Start in die EM alles andere als geplant verlief. Denn beim Vet-Check am Donnerstag musste Fine Feeling nach anfänglichen Ungereimtheiten erst einmal in die Holding Box zu einer zweiten Überprüfung. Für Pepo Puch bedeutete das: Abwarten und Zittern angesagt. Doch dann die gute Nachricht. Fine Feeling erhielt das ok und das Duo die Freigabe für den Start.

Im Team-Bewerb am Donnerstag saß Pepo Puch der Schrecken des Vortages noch merklich in den Knochen. Das golddekorierte Paralympics-Duo blieb mit 71,520 Prozent deutlich hinter seinen Möglichkeiten und musste sich vorerst hinter Nicole den Dulk (73,120 %) und der Dänin Stinna Tange Kaastrup (71,760 %) anstellen. Weltmeister Lee Pearson und sein Zion kamen ebenfalls noch nicht so recht auf Touren, für die britische Kombination reichte es lediglich für Platz vier zum Auftakt (71,040 %).
Im ersten Einzel-Medaillenbewerb am Samstag fanden Pepo Puch und Fine Feeling wieder zu alter Stärke zurück. Das Duo überzeugte im Viereck von Deauville mit einer Leistung, die von den Wertungsrichtern mit 74,552 Prozent belohnt wurde. Damit war die erste Goldmedaille dieser EM gesichert, denn erst gut 2,8 Prozent dahinter platzierte sich das britische Duo Lee Peason und Zion auf Rang zwei. Team-Test-Siegerin Nicole den Dulk musste sich mit 70,621 Prozent klar auf dem Bronzerang geschlagen geben.

Auch am darauffolgenden Tag war das Duo aus Österreich eine Klasse für sich: 77,75 Prozent bedeuteten den klaren Kürsieg und Goldmedaille Nummer zwei an diesem Wochenende – mit 3,7 Prozent Vorsprung.

"Ich habe nicht erwartet auch in der Kür Gold zu holen, es ist wirklich fantastisch! Vor allem weil heute die Zügel immer länger und länger wurden und ich kaum eine Chance hatte, meine Stute im Trab wieder einzufangen. Zum Glück kennt sie den Weg auch alleine“, scherzte Pepo Puch nach der erfolgreichen Verteidung seiner beiden EM-Titel aus dem Vorjahr. "Dieses Wochenende war mental wirklich eine harte Prüfung. Auf der einen Seite wusste ich, dass meine Stute Fine Feeling gut drauf ist und ich wusste auch, dass hier in Deauville freundliche und im Pferdesport kompetente Menschen sind. Aber nach dieser Vet-Check-Geschichte vom brauche ich jetzt einmal dringend Urlaub."

Bei der Verteilung der Plätze zwei und drei änderte sich gegenüber dem Vortag nichts mehr. Lee Pearson holte erneut Silber (74,05 %), Nicole den Dulk die Bronzemedaille (72,1 %).

Der Weltmeister durfte sich an diesem Wochenende trotzdem noch über eine Goldmedaille freuen, denn das britische Team belegte mit gesamt 451,146 Punkten klar Platz eins in der Mannschaftswertung vor den Equipen aus den Niederlanden (439,425) und Deutschland (432,425). Unter der Führung von Equipe-Chefin Theres Rantner-Payer belegte die heimische Auswahl mit Pepo Puch, Michael Knauder, Julia Sciancalepore (beide Grade 1a) und Bernd Brugger (Grade 3) Platz 8 (409,115) von 14.

Die übrigen Österreicher klassierten sich in ihren Klassen (Grades) sowohl im Team-Test als auch im Einzel jeweils unter den Top 15, verpassten aber allesamt den Einzug ins Kür-Finale. Mit 65,6 Prozent holte der Kärntner Michael Knauder in Grade 1a Platz 13, Julia Sciancalepore mit 64,957 Rang 15. Bernd Brugger wurde in Grade 3 Vierzehnter. Insgesamt sind in Frankreich 75 Reiterinnen und Reiter aus 20 Nationen am Start, 14 waren es im Teambewerb. „Wir sind ein starkes Team mit vier Reitern, Platz 8 in diesem Weltklassefeld freut mich fast genauso wie meine Goldmedaillen“, so Puch. Seine Teamkollegen klassierten sich in ihren Klassen sowohl im Team-Test als auch im Einzel jeweils unter den Top 15, verpassten aber allesamt den Einzug ins Kür-Finale. Mit 65,6 Prozent holte der Kärntner Michael Knauder in Grade 1a Platz 13, Julia Sciancalepore mit 64,957 Rang 15. Bernd Brugger wurde in Grade 3 Vierzehnter.

Alle Ergebnisse im Detail können Sie hier nachlesen.
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