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28.09.2012

Pepo Puch feierte in London einen Sieg des Willens

„Was denkbar ist, ist machbar!“ Dieses Motto hat Pepo Puch nach seinem schweren Unfall stets aufrecht gehalten und ihn schlussendlich zum größten Erfolg geführt, den man als behinderter Sportler erreichen kann: eine Goldmedaille bei paralympischen Spielen.

Was dies bedeutet, kann man durch reine Imagination wohl kaum ermessen: aus seinem gewohnten Lebenslauf herausgerissen zu werden, schwer verletzt zu sein, bewegungsunfähig, gelähmt. Vor allem für einen Leistungssportler, dessen Kapital seine unversehrte, trainierte Physis ist, muss dies dem Ende der Welt gleichkommen. Wer könnte es nicht verstehen, wenn man da den Mut verliert, sich gehen lässt, in Depressionen versinkt? Ein unterstützendes, liebevolles Umfeld kann helfen, beste medizinische Versorgung kann helfen – aber in den dunklen Stunden des Lebens ist man letztlich auf sich selbst gestellt und muss aus sich selbst schöpfen, was wieder ans Leben und die eigenen Möglichkeiten glauben lässt.

„Was denkbar ist, ist machbar!“ Dieses Motto hat Pepo Puch aufrecht gehalten und ihn den harten Weg gehen lassen, der ihn zum größten Erfolg führte, den man als behinderter Sportler erreichen kann: eine Goldmedaille bei paralympischen Spielen.

Auf den Tag genau vier Jahre nach seinem schweren Unfall ritt Pepo Puch seine erste Prüfung in London. Vier Tage später wurde er zum Helden einer ganzen Nation. Die unbändige Freude, die Dankbarkeit gegenüber seinem Pferd, der Stolz, es so weit gebracht zu haben, allen Widrigkeiten zum Trotz, strahlten weit über das Stadion im Greenwich Park hinaus.

Pepo Puch, der sich als reiterliches Untalent bezeichnet, musste immer schon hart für den Erfolg arbeiten. Es waren aber sicher nicht nur seine Disziplin und sein Fleiß, die ihn in der Schweizer Klinik, wo er fast sechs Monate verbrachte, zum Patienten des Jahres werden ließen. Leistung allein kann nicht so bewegen, wie dieser Mann es tut. Kurz nach seinem Triumph wurde er in einem Interview nach seinen nächsten Zielen gefragt. Seine Antwort: „Ich möchte mit meiner Tochter das Einmaleins lernen.“ (www.kleinezeitung.at) Vielleicht ist es das, was uns so berührt: dass Pepo Puch so authentisch ist, so menschlich im besten Sinn des Wortes. Und dass er glaubhaft vermittelt, dass Horsemanship für ihn das wichtigste ist. Wer seine Ritte in London gesehen hat, weiß, dass das keine leeren Worte sind. Ohne die Unterstützung durch seine Pferde wäre Pepo Puch heute nicht da, wo er ist. Das gilt vermutlich für alle Pferdesportler. Aber nicht allen ist es bewusst – und kaum jemand lässt es uns so mitempfinden wie Pepo. Danke dafür.
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