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07.06.2016

Petition: Keine Schlachtpferdetransporte von Polen nach Japan

Die Proteste gegen ein geplantes Abkommen der polnischen Regierung, lebende Pferde zur Schlachtung nach Japan zu verschiffen, ziehen weite Kreise. Eine Petition appelliert nun, die Langstreckentransporte nicht zuzulassen.

Das Vorhaben der polnischen Regierung, Pferde zur Schlachtung nach Japan zu transportieren, löst bei Tierfreunden in ganz Europa tiefe Bestürzung aus. © acceptfoto - fotolia.com
Das Vorhaben der polnischen Regierung, Pferde zur Schlachtung nach Japan zu transportieren, löst bei Tierfreunden in ganz Europa tiefe Bestürzung aus.
© acceptfoto - fotolia.com
Die aktuellen Verhandlungen der polnischen Regierung über ein Abkommen, das die Ausfuhr lebender Pferde aus Polen auf japanische Schlachthöfen erlauben soll (Pferderevue Online hat berichtet), sorgt europaweit für einen Sturm der Entrüstung. Auch in Polen ist die Ablehnung gegen die geplanten Expansion groß. Wie die Tierrechtsorganisation Peta in einer Aussendung veröffentlichte, sprechen sich laut Umfragen 69 Prozent der Bevölkerung Polens generell gegen das Töten von Pferden aus. Dennoch scheint die Regierung weiterhin an ihrem Vorhaben festzuhalten.

Die Umsetzung des Abkommens will nun eine Online-Petition, lanciert von der polnischen Tierschutzorganisation Viva, verhindern. Darin fordern die Unterzeichner den Premierminister, den Landwirtschaftsminister des Landes sowie den Leiter des Amtes für Veterinärmedizin zur „sofortigen Einstellung der Bemühungen in dieser Angelegenheit“ auf.

Es sei ein Skandal und eine völlig inakzeptable Idee, in einer Zeit, in der Langstreckentransporte von Tieren ohnedies massiv in der Kritik stünden, ein derartiges Abkommen überhaupt in Erwägung zu ziehen, konstatieren die Verfasser. „In der Vergangenheit haben sich über eine Million EU-Bürger für ein Verbot von Tiertransporten ausgesprochen, die mehr als acht Stunden dauern. Allein in Polen haben verschiedene soziale Organisationen über 500.000 Unterschriften gesammelt. Unterschriften gegen Langstreckentransporte und für die Anerkennung von Pferden als Haustiere. Die Entscheidung, Pferde zur Schlachtung nach Japan zu transportieren, wäre eine grobe Verletzung der polnischen Tradition und des Willens einer großen Mehrheit der Bevölkerung“, heißt es in der Petition.

Die Verfasser führen aus, dass es verschiedenen Untersuchungen zufolge bereits bei den zwei bis drei Tage dauernden Transporten von Polen nach Süditalien immer wieder zu groben Verstößen gegen geltendes Gesetz komme. Im Falle eines Transportes nach Japan nehme man einen 30 Tage andauernden Seeverkehr in Kauf, auf dem es keinerlei Möglichkeiten gebe die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zum Schutz der Tiere zu gewährleisten.

Dabei wären bei einer derartigen Reise umfassende Kontrollen von enormer Wichtigkeit, denn die Liste der Risiken für die Tiere, die mit einer vierwöchigen Schiffreise verbunden sind, ist lang. Sie reicht von Aggression zwischen den Pferden, mangelnder tierärztlicher Versorgung, einem Mangel an Nahrung und Wasser bis hin zu der unvermeidlichen extremen psychischen Belastung, der die Tiere aufgrund der Art der Unterbringung und den äußeren Bedingungen wie rauem Seegang und Stürmen ausgesetzt seien.

„Wir bitten Sie nicht, wir flehen Sie an, diese absurde Idee aufzugeben, die unser Land mit Schande bedeckt und für die Tiere die Hölle bedeutet", schließt die Petition, die inzwischen von knapp 120.000 Menschen unterzeichnet wurde.

Wer die darin angeführten Forderungen unterstützen möchte, kann das hier tun.

ps
 
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