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16.07.2013

Pferd mit riesigem Tumor am Auge gerettet

Tumore beim Pferd sind nicht selten, werden sie nicht rechtzeitig behandelt können sie mitunter gigantische Ausmaße annehmen – wie kürzlich bei einem Wildpferd im rumänischen Letea gesehen. Der Hengst litt an einem Riesen-Tumor am Auge, der von einem Veterinärteam der Tierschutzorganisation Vier Pfoten in einer aufwendigen Operation entfernt wurde.

Der riesige Tumor war bereits von hunderten Fliegen und Maden befallen. © Vier Pfoten / Ovidiu Rosu
Der riesige Tumor war bereits von hunderten Fliegen und Maden befallen.
© Vier Pfoten / Ovidiu Rosu
Vor kurzem erhielt das Vier Pfoten Team in Rumänien einen Anruf, dass im Wald von Letea ein Pferd mit einem „großen infizierten Geschwulst am Auge“ gesichtet worden war. Das Team um Tierarzt Dr. Rosu machte sich danach auf die Suche nach dem Tier und fand es wenig später auch. Schon von weitem war die überdimensionale Geschwulst zu sehen. Der Hengst wurde narkotisiert und untersucht. „Dabei bestätigte sich der ursprüngliche Verdacht rasch, dass es sich hierbei um einen sehr großen Tumor – wahrscheinlich ein Papillom – handelte, der bereits von hunderten Fliegen und Maden befallen war und in unmittelbarer Umgebung des inneren Augenwinkels wuchs“, so Veterinär Rosu.

Doch der Hengst hatte Glück im Unglück, denn zumindest das Auge selbst war vom überdimensionalen Papillom nicht betroffen – der Tumor wurde in einer zweistündigen Operation, die sich aufgrund der Nähe zum Auge als recht schwierig erwies, zur Gänze entfernt. Danach wurde das Pferd mit Langzeit- Antibiotika und Analgetika versorgt und die Wunde verbunden, um sie vor Infektionen und Maden zu schützen.
Der Hengst wurde gleich vor Ort von Vier Pfoten Tierarzt Dr. Rosu und seinem Team operiert. © Vier Pfoten / Ovidiu Rosu
Der Hengst wurde gleich vor Ort von Vier Pfoten Tierarzt Dr. Rosu und seinem Team operiert.
© Vier Pfoten / Ovidiu Rosu
Dr. Rosu vom Vier Pfoten-Team glaubt, dass für den Hengst nun das Schlimmste vorbei ist: „Wir werden ihn aber selbstverständlich weiter beobachten und, sollte er wieder Probleme  bekommen, entsprechend nachbehandeln.“

Bereits seit einigen Jahren kümmert sich die Tierschutzorganisation um die wild lebenden Pferde im rumänischen Donaudelta. In Kürze startet ein groß angelegtes Geburtenkontrolle-Projekt, dessen Pilotphase bereits erfolgreich abgeschlossen wurde. Dabei steht der Organisation der  renommierte Wildtierbiologie  und Tierarzt Prof. Christian Walzer vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien zur Seite. Durch dieses Projekt soll der Letea-Wald als Lebensraum für die, von der rumänischen Regierung als Bedrohung für das Naturschutzgebiet, bewerteten Herden, langfristig gesichert bleiben.
Geschafft: In der zweistündigen OP konnte der Tumor zur Gänze entfernt werden. Der Verband soll die frische Wunde vor neuen Infektionen und Maden zu schützen. © Vier Pfoten / Ovidiu Rosu
Geschafft: In der zweistündigen OP konnte der Tumor zur Gänze entfernt werden. Der Verband soll die frische Wunde vor neuen Infektionen und Maden zu schützen.
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