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20.06.2014

Pferd sprang Opel auf die Motorhaube

Ein Pferd auf dem Kühlergrill haben alle gerne, die einen ps-starken Ferrari fahren wollen. Für ein Pferd auf der Motorhaube kann sich hingegen wohl kaum ein Autobestizer erwärmen.

Die beiden süddeutschen Kaltblutwallache Flori und Theo Pferde kamen mit Schnittverletzungen und Prellungen an den Hinterbeinen vergleichsweise glimpflich davon. © Polizei
Die beiden süddeutschen Kaltblutwallache Flori und Theo Pferde kamen mit Schnittverletzungen und Prellungen an den Hinterbeinen vergleichsweise glimpflich davon.
© Polizei
Doch genau dort hat kürzlich ein Kutschpferd im Oberbayerischen Aschheim Platz genommen - sehr zum Entsetzen des Autobesitzers. Wie war es dazu gekommen?

Ein 26-jähriger Kutscher wartete mit seinem Gespann auf ein Hochzeitspaar, als in einem nahegelegenen Garten die Sprinkleranlage aktiviert wurde. Die Pferde, zwei Süddeutsche Kaltblüter, scheuten, drehten um und gingen samt der Kutsche durch. Dabei verloren sie ihren Kutscher, der sich bei seinem Sturz eine Gehirnerschütterung nebst vieler Prellungen und Hautabschürfungen zuzog.  

In seiner Panik galoppierten das Gespann mit der nun führerlosen Kutsche rund 500 m durch das angrenzende Wohngebiet. In einer Linkskurve stürzte die Kutsche schließlich um, woraufhin der sechsjährige Wallach Theo auf die Motorhaube eines am Fahrbahnrand geparkten Opels sprang. Dabei brach er mit den Hinterbeinen durch die Windschutzscheibe und blieb dort stecken.

Sein Kollege Flori (8) zog den nun verkeilten Pkw mitsamt der Kutsche gute 30 m weiter, bis schließlich beide Pferde endlich am Fahrbahnrand stehen blieben. Der im Auto steckende Theo konnte sich danach selbst wieder mit einem Sprung befreien.
Das Auto dürfte nicht mehr zu retten sein. © Polizei
Das Auto dürfte nicht mehr zu retten sein.
© Polizei
Eine Anwohnerin, selbst Pferdehalterin, beruhigte die völlig verschreckten Pferde und übernahm deren Betreuung bis sie von einer Tierärztin medizinisch versorgt wurden. Beide kamen mit Schnittverletzungen und Prellungen, vor allem an den Hinterbeinen, relativ glimpflich davon.

Neben den Folgen für Mensch und Tier ist auch der Sachschaden dees Vorfalles beträchtlich. Während die Kutsche mit 2.000 Euro Aufwand wieder zu reparieren sein dürfte, hat der Opel seine pferdige Kühlerfigur nicht so gut verkraftet und muss seinen letzten Weg als wirtschaftlicher Totalschaden in die Autopresse antreten.

Bilder des spektakulären Unfalles gibt es hier zu sehen.
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