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19.02.2015

Pferd stirbt nach Verzehr von Kohlsprossen

Die kleinen grünen Sprossen haben den Ruf ein ausgesprochen gesundes Herbst- und Wintergemüse zu sein. Allerdings gilt dies nicht für Pferde. Im nordrhein-westfälischen Hagen starb ein Pferd, weil es von Unbekannten mit Kohlsprossen gefüttert worden war.

Gut sichtbar angebrachte Warn- und Verbotsschilder können zumindest den ein oder anderen gut gemeinten Fütterungsversuch von pferdeunkundigen Personen verhindern. © Nicole Stephan - fotolia.com
Gut sichtbar angebrachte Warn- und Verbotsschilder können zumindest den ein oder anderen gut gemeinten Fütterungsversuch von pferdeunkundigen Personen verhindern.
© Nicole Stephan - fotolia.com
Kiloweise soll das grüne Gemüse auf der Koppel ausgebracht worden sein, auf der der 23-jährige Joey gemeinsam mit seiner Stutenfreundin Rommi die Tage verbrachte. Vergangenen Samstag lag der Wallach dann plötzlich tot im Gras. Bei einem Rundgang entdeckten die Besitzer Nahe des Koppelzauns den mutmaßlichen Übeltäter: Zahlreiche Sprossen und Röschen lagen verstreut auf der Weide, die unmittelbar an einem viel genutzten Wanderweg vorbeiführt.  Eine Tierärztin bestätigte, dass Joey dem ungewohnten Futter zum Opfer gefallen ist.

Pferde haben eine sensible Verdauung. Oft sind es schon kleine Futterumstellungen, die den empfindlichen Magen-Darmtrakt ins Stottern bringen. „Hinzu kommt, dass Kohl eine blähende Wirkung hat“, erklärte Dr. Melanie Engels, Veterinärin der Stadt Hagen gegenüber derwesten.de. Engels betont, dass man aus diesem Grund fremde Pferde niemals füttern sollte.

Ob der bisher Unbekannte Kohlsprossenverfütterer aus guter Absicht oder mit böswilligem Hintergedanken das für Pferde ungeeignete Gemüse auf die Koppel geworfen hat, ist derzeit noch unklar. Immer wieder gibt es Todesfälle zu beklagen, weil Personen, die mit Pferden nichts zu tun haben, in gut gemeinter Absicht Garten- und Küchenabfälle an die Tiere verfüttern. Pferdebesitzern, die ihre Tiere in unmittelbarer Nähe eines Wohngebietes oder einer stark begangen Route halten, ist deshalb dringend zu raten, gut sichtbare Warnschilder an Koppelzäunen etc. anzubringen, um auch Laien über die möglichen Gefahren in Kenntnis zu setzen.
 
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