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26.05.2014

Pferde doch keine Natural Born Killers

Erinnern Sie sich noch? 2012 hatte ein US-amerikanischer Richter Pferde als grundsätzlich gefährliche Spezies erklärt, und damit die gesamte Pferdewirtschaft des Bundestaates Connecticut in Aufruhr versetzt. Zum Glück schob der Senat diesem Unsinn jetzt einen Riegel vor.

Pferde sind doch keine von Natur aus bösartige Spezies - das entschied der Senat des US-Bundesstaates Connecticut. © Sven Kramer - fotolia.com
Pferde sind doch keine von Natur aus bösartige Spezies - das entschied der Senat des US-Bundesstaates Connecticut.
© Sven Kramer - fotolia.com
Den Auslöser für die Diskussion, ob Pferde grundsätzlich als gefährlich einzustufen sind, lieferte ein Unfall im Jahr 2006, als ein eineinhalbjähriger Bub von einem Pferd ins Gesicht gebissen und dabei schwer verletzt worden war. Obwohl mehrfach gut sichtbare Warnschilder angebracht gewesen waren, hatte der Vater des Jungen sein Kind über den Koppelzaun des Gestüts gehoben, damit dieser die Pferde besser streicheln und füttern konnte. Der Vater klagte daraufhin den Pferdebesitzer und bekam in zweiter Instanz Recht. Das Berufungsgericht entschied, dass die Verletzung des Buben vorhersehbar gewesen sei und der Farmbesitzer die Pflicht gehabt hätte sein bissiges Pferd entsprechend zu verwahren. Weil die Kläger aber nicht mehr wussten, welches Pferd der Übeltäter gewesen war, erklärte der Richter gleich die gesamte Spezies Pferd als eine Art „die von Natur aus dazu neigt, Unheil zu stiften oder bösartig zu sein.“

Gegen dieses Urteil liefen Pferdebesitzer und die rund 200 Millionen Dollar schwere Pferdeindurstrie der Region Sturm weil sie befürchteten, dass dieses Urteils künftig die Versicherungssummen für ihre Vierbeiner in astronomische Höhen schnellen lassen könnte.

Doch so weit wird es zum Glück nicht kommen. Vor kurzem verabschiedete der Senat nun ein Gesetz, in dem ganz klar zum Ausdruck gebracht wird, dass domestizierte Pferde, Ponys, Esel und Maultiere keine gemeingefährlichen Raubtiere sind. Jetzt fehlt nur noch die Unterschrift von Connecticuts Gouverneur Dannel P Malloy, damit das Gesetz auch rechtskräftig ist.

Quelle
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