Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
Passier Skyscraper
  • Passier  Passier
  • www.horsefeed-box.com © Archiv
02.05.2017

Pferdehändler soll Pässe gefälscht und Pferde illegal der Schlachtung zugeführt haben

Ein 49-jähriger Pferdehändler aus Leibnitz steht im Verdacht, über einen längeren Zeitraum hinweg Pferde, die nicht als Schlachtpferde deklariert waren mit verfälschten Pferdepässen ausgestattet, geschlachtet und das Fleisch verkauft zu haben.

Allein im Jahr 2017 sollen über 100 Pferde, die ursprünglich gar nicht für die Schlachtung vorgesehen waren, lebend zu Schlachtbetrieben nach Italien transportiert worden sein. © Photosebia - Fotolia.com
Allein im Jahr 2017 sollen über 100 Pferde, die ursprünglich gar nicht für die Schlachtung vorgesehen waren, lebend zu Schlachtbetrieben nach Italien transportiert worden sein.
© Photosebia - Fotolia.com
Durch eine Anzeige des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen wurde die Polizei auf den 49-Jährigen aufmerksam. Es besteht der Verdacht, dass der 49-Jährige Pferde, die laut Equidenpass nicht zur Schlachtung bestimmt waren, mit verfälschten ungarischen Pässen ausgestattet hatte. Die Pferde wurden dann illegal geschlachtet und das Fleisch in den Handel gebracht. Bei einer Hausdurchsuchung konnten Blankodokumente, und Stempel sowie weiteres belastende Material vorgefunden werden.

Aus Buchhaltungsunterlagen ging hervor, dass allein im Jahr 2017 über 100 lebende Pferde nach Italien exportiert worden sein dürften. Italienische Behörden führten ihrerseits Kontrollen durch, schlossen einen Schlachtbetrieb und drei Zerlegebetriebe.

Gesuche über Internetannoncen

An die Tiere soll der Pferdehändler via Annoncen im Internet gekommen sein. „Er kaufte aus ganz Österreich ältere Pferde ein und inserierte auch, dass er Pferde sucht“, wird ein Ermittler auf orf.at zitiert. Auf diesem Weg hätten sich die Pferdebesitzer die Kosten für eine Einschläferung sowie die Entsorgung bei der Tierkörperverwertung erspart. Die offiziellen Pässe mit dem Vermerk „Nicht zur Schlachtung bestimmt“ soll der 49-Jährige weggeworfen haben und manchen der Tiere sogar selbst mit legal in Deutschland erworbenen Mirkochips versehen haben.

Wie das Landeskriminalamt mitteilte, sieht sich der Steirer jedenfalls keiner Schuld bewusst. In den bisherigen Einvernahmen bestreitet er die schweren Anschuldigungen, die gegen ihn erhoben werden, vehement.

ps

Quelle