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20.03.2012

Pferdewirte mit HAK-Matura

Rund 25.000 Pferde werden aktuell in Oberösterreich gehalten und sichern damit mehr als 4.500 Arbeitsplätze. Dank einer Zuwachsrate von drei Prozent gilt die Pferdewirtschaft als wichtiger Wachstumsmarkt. Die dafür benötigten Führungskräfte sollen im „Horse Mangagement & Economics“ Lehrgang des Agrarbildungszentrum Lambach herangezogen werden.

Lambach F JedingDie Pferdewirtschaft bringt jährlich eine Wertschöpfung von rund 150 Millionen Euro im Jahr nach Oberösterreich. Die neuen Führungskräfte für den wachsenden Markt sollen künftig aus Lambach kommen.er © Jedinger
Die Pferdewirtschaft bringt jährlich eine Wertschöpfung von rund 150 Millionen Euro im Jahr nach Oberösterreich. Die neuen Führungskräfte für den wachsenden Markt sollen künftig aus Lambach kommen.
© Jedinger
Oberösterreich gilt als eine der bedeutendsten Pferderegionen Österreichs. Über 70 Prozent der rund 25.000 in Oberösterreich lebenden Pferde sind auf landwirtschaftlichen Betrieben untergebracht und bilden damit eine wichtige Einkommensquelle für den Agrarbereich. Und auch touristisch wächst die Bedeutung des Pferdesports kontinuierlich.
Auch das dichte Vereinsnetz ist ein Zeichen für den hohen Stellenwert des Reitsports in Oberösterreich: Organisiert sind die Reiter in 202 beim Landes-Pferdesportverband gemeldeten Reitvereinen und unzähligen Reitergemeinschaften auf Reiterhöfen.

Für einen derart expandierenden Markt bedarf es gut geschulter Fach- und Führungskräfte. Diese sollen im Agrarbildungszentrum Lambach ausgebildet werden. Bereits seit dem Schuljahr 1991/92 wird in Lambach die Ausbildung zum Pferdewirt in vier Jahren Schul- und Praxiszeit angeboten. 2010 fiel mit „Horse Management und Economics“ der Startschuss für eine neue Ausbildungsform, die ein österreichweites Pilotprojekt darstellt.

Der sechsjährige Lehrgang verbindet die praxisorientierte Ausbildung rund ums Pferd mit der kaufmännischen Ausbildung einer Handelsakademie. Dabei drücken SchülerInnen zunächst drei Jahre am Agrarbildungszentrum Lambach die Schulbank, bevor sie die Ausbildung an der Lambacher HAK im dreijährigen Aufbaulehrgang fortsetzen uns mit Matura abschließen. Im Schuljahr 2013/ 14 startet der erste Aufbaulehrgang an der HAK Lambach, die als Privatschule im Stift Lambach geführt wird.

"In Lambach werden die Führungskräfte von morgen für die Pferdewirtschaft ausgebildet. Mit dieser Ausbildung übernimmt Oberösterreich die sprichwörtliche Vorreiterrolle", betont Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger. "Die AbsolventInnen können aus einer großen Anzahl an Berufs- und Studienmöglichkeiten wählen. Die Pferdewirtschaft gewinnt an Bedeutung. Fachkräfte mit einer einschlägigen Management-Ausbildung auf HAK-Matura-Niveau sind gefragt und notwendig."

Der praktische Unterricht des Lehrganges wird im Pferdezentrum Stadl-Paura und dem Reitbetrieb Berger in Lambach durchgeführt. Insgesamt 50 Schulpferde vom Österreichischen Warmblut, über Hafligne rund Noriker bis hin zum Lipizzaner,  stehen den Schülern dafür zur Verfügung. Reitunterricht steht mit 16 Wochenstunden, verteilt auf fünf Schuljahre, auf dem Lehrplan und endet im II. Jahrgang des HAK-Aufbaulehrganges auf Übungsleiterniveau.
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