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09.05.2014

Platz zwei für Österreich im Nationenpreis von Linz

Sie waren ganz knapp dran, die heimischen ReiterInnen, am ersten Nationenpreistriumph in Linz seit 2009. Doch nach der zwischenzeitlichen Führung hatten am Ende die Finnen unerwartet die Nase vorne.

Stefanie Bistan lieferte mit Bogegaardens Apollonia zum Auftakt eine fehlerfreie Runde und kassierte im 2. Umlauf  lediglich einen Abwurf. Damit war Österreichs jüngstes Teammitglied auch gleichzeitig die Beste. © Tomas Holcbecher
Stefanie Bistan lieferte mit Bogegaardens Apollonia zum Auftakt eine fehlerfreie Runde und kassierte im 2. Umlauf lediglich einen Abwurf. Damit war Österreichs jüngstes Teammitglied auch gleichzeitig die Beste.
© Tomas Holcbecher
Bereits Stefanie Bistan lieferte als Startreiterin der rot-weiß-roten Equipe mit einem fehlerfreien Ritt auf ihrer Top-Stute Bogegaardens Apollonia gekonnt vor und brachte Österreich an die Spitze der Wertung. Auch Christian Juza und Never des Etisses absolvierten den Parcours über 1,50 m ohne Abwurf, mit 83,52 Sekunden blieben sie allerdings über dem Zeitlimit. Ein Fehlerpunkt und weiterhin Platz eins für Österreich im Zwischenklassement.

Geburtstagskind Nina Brand, die heute 31 Jahre alt wurde, und ihrem Schimmelhengst Calme P, wurde wie befürchtet der Wassergraben zum Verhängnis. Hinzu gesellte sich ein Fehler aus der Zeit, machte in Summe fünf Fehlerpunkte und das Streichergebnis für Österreich. Trotz Korrektur nach den ersten drei Reiterpaaren schien die Durchlaufzeit knapp bemessen, was sich in vielen Zeitfehlern quer durch alle Nationen bemerkbar machte. Auch Stefan Eder und sein nach langer Verletzungspause wieder gut in Form kommender Lualdi waren um wenige Hundertstelsekunden zu langsam, blieben jedoch ohne Abwurf sodass Österreich mit gesamt zwei Strafpunkten auf dem Konto ex aequo mit Überraschungsnation Australien in die zweite Runde gingen. Italien lag mit nur vier Strafpunkten aussichtsreich auf Rang drei.
Einmal ein Fehlerpunkt und einmal fünf: Christian Juza und Never des Etisses zeigten bei ihrem erst dritten Teameinsatz zwei gute Runden. © Tomas Holcbecher
Einmal ein Fehlerpunkt und einmal fünf: Christian Juza und Never des Etisses zeigten bei ihrem erst dritten Teameinsatz zwei gute Runden.
© Tomas Holcbecher
Eine Schrecksekunde lieferte Marc Bettinger. Der deutsche Meister von 2012 und sein belgischer Hengst Quannan-R kamen am Ende der dreifachen Kombination zu Sturz, als der Kannan-Sohn eine Stange zwischen die Beine bekam. Das Paar hatte Glück im Unglück, sowohl Pferd als auch Reiter kamen ungeschoren davon. Die deutsche Equipe mit Katrin Eckermann (0 FP), Rüdiger Renner (4 FP) und Max Kühner (5 FP) rutschten danach allerdings auf den enttäuschenden sechsten Rang zurück.
Auch Nina Brand war mit ihrem erst zweiten Antreten im Fixkraft Nationenpreisteam zufrieden: „Ich habe mir ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht.“ © Tomas Holcbecher
Auch Nina Brand war mit ihrem erst zweiten Antreten im Fixkraft Nationenpreisteam zufrieden: „Ich habe mir ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht.“
© Tomas Holcbecher
Runde zwei, die zu Beginn von heftigen Regenschauern begleitet wurde, war gekennzeichnet von vielen müden Pferden. Entsprechend häuften sich die Fehler – auch beim österreichischen Team. Bei Stefanie Bistan und ihrer zehnjährigen Belgischen Warmblutstute gab es einen Abwurf (4 FP), ebenso bei Christian Juza, der diesmal zwar schneller unterwegs war, das Zeitlimit aber erneut verpasste, wenn auch nur ganz knapp (5 FP). Ebenfalls fünf Fehlerpunkte gab es danach für Nina Brand und Calme P. Damit lag Österreich vor dem Schlussreiter ex aequo mit Finnland auf dem vielversprechenden zweiten Platz. Die Pole Position hatten weiterhin die hervorragend springenden Australier inne, die mit gesamt sechs Fehlerpunkten auf dem Konto um fünf Zähler in Front lagen.

Den Auftakt im Dreikampf um den Sieg machte Finnland. Anna-Julia Kontio behielt im Sattel von Fardon die Nerven und legte mit einem souveränen Null-Fehler-Ritt gekonnt vor. Der australische Schlussmann James Paterson-Robinson hätte selbst mit einem Abwurf den Sieg für sein Team gesichert – am Ende waren es jedoch zwölf Fehlerpunkte, die er und sein zwölfjähriger Niederländer Vincente sammelten, sodass sich die Equipe aus Down Under mit Rang drei zufrieden geben musste. Danach lag es an Österreich, den ersten Sieg der Finnen im Rahmen des Linzer CSIO zu verhindern.
Gut gemacht! Nach über sieben Monaten Verletzungspause feiert Lualdi im GP-Sport ein gelungenes Comeback. In Runde eins gab es für Stefan Eder und den Westfalenwallach lediglich einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung. © Tomas Holcbecher
Gut gemacht! Nach über sieben Monaten Verletzungspause feiert Lualdi im GP-Sport ein gelungenes Comeback. In Runde eins gab es für Stefan Eder und den Westfalenwallach lediglich einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung.
© Tomas Holcbecher
Wie schon im ersten Umlauf starteten Stefan Eder und sein vierzehnjähriger Westfale von Lupicor/Fleurop erneut souverän in den Parcours. Im Gegensatz zu Runde eins fiel diesmal allerdings dann doch eine Stange. Damit war der Sieg dahin, doch der zweite Platz war den Rot-Weiß-Roten nicht mehr zu nehmen. Sportlich fair, ersparte Stefan Eder seinem vierbeinigen Partner daraufhin den Rest der Runde. „Nur wenn ich fehlerfrei geblieben wäre, hätte es ein Stechen mit Finnland gegeben. Lualdi hat sich bei seinem erst vierten Turnier heuer super präsentiert und wir haben uns für die Weltreiterspiele qualifiziert.“, begründete der Salzburger seine Entscheidung. „Auf mein Team bin ich sehr stolz. Wir haben jetzt eine richtig junge und breit aufgestellte Mannschaft für die Weltreiterspiele. Und Platz zwei ist auch eine gute Ausgangsposition für die Finalqualifikation im FEI Nations Cup.“
Ins selbe Horn stößt Equipe-Chef Thomas Istinger, der mit seiner Aufstellung durchaus Mut bewiesen hatte: „Alle Reiterinnen und Reiter haben ihre Nominierung bestätigt“, zog der Springreferent des OEPS zufrieden Resümee und ergänzte: „Zudem haben sich in den letzten zwei Wochen seit dem Nationenpreis in Celje drei weitere Reiterpaarungen für die Weltreiterspiele in Frankreich Ende August und die EM 2015 in Aachen qualifiziert. Und Stefan Eder hat neben seinem Chilli auch mit Lualdi diese FEI-Qualifikationsrichtlinien (Anm.: maximal vier Fehlerpunkte bei einer Runde eines FEI Nations Cup) erfüllt.“

Die Ergebnisse im Detail gibt's hier.
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