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06.08.2016

Polnische Festspiele im WM-Gelände von Piber: Kwiatek siegt vor Kwiatek!

Am Samstag stand in Piber der Marathon auf dem Programm. Und der hatte es in sich. Den besten Weg zwischen den Hindernissen fanden die Geschwister Kwiatek aus Polen. Für Österreichs FahrerInnen verlief der Geländetag nicht ganz so erfolgreich.

Weronika Kwiatek führte den Doppelerfolg der Familie Kwiatek an. Mit ihrem Bartnik war die Polin im Gelände die Beste. © Ann-Kathrin Drumm / hippoevent.at
Weronika Kwiatek führte den Doppelerfolg der Familie Kwiatek an. Mit ihrem Bartnik war die Polin im Gelände die Beste.
© Ann-Kathrin Drumm / hippoevent.at
Auch wenn sich das Wetter in Piber am Samstag mit strahlendem Sonnenschein und optimalen Temperaturen von seiner besten Seite zeigte, blieben die Wetterkapriolen des Vortages nicht ganz ohne Folgen. Weil die heftigen Regenfälle den Boden der Marathonstrecke sehr tief hatten werden lassen, entschied die FEI Kommission das Gelände um ein Hindernis zu verringern. Anstelle der geplanten acht Hindernisse, galt es damit für die 74 Fahrsportler aus 24 Nationen nur noch sieben zu bewältigen. Die Herausforderung blieb dennoch groß, denn neben den schwieriger gewordenen Bodenverhältnissen präsentierte sich der Parcours technisch sehr anspruchsvoll.

Fahrerisches Können und ein toptrainiertes und reaktionsschnelles Pferd: so lauteten die Zutaten, die es brauchte, um hier um den Sieg zu fahren. Die perfekte Mischung aus Gefühl und Angriff fand Weronika Kwiatek. Die Polin dirigierte ihren Bartnik in der zweitschnellsten Zeit des Tages optimal durch den Marathon. Dass dieses Erfolgsrezept eine Art Familiengeheimnis sein dürfte, bewies ihr Bruder Bartlomiej Kwiatek, der mit nur 0,77 Punkten Rückstand den erst achtjährigen Deckhengst Sonet auf Platz zwei lenkte.
Schneller als die Schwester, aber nicht ganz so sauber unterwegs: Bartlomiej Kwiatek (POL) fuhr im Marathon auf Platz drei und liegt vor dem Finale an dritter Position. © Ann-Kathrin Drumm / hippoevent.at
Schneller als die Schwester, aber nicht ganz so sauber unterwegs: Bartlomiej Kwiatek (POL) fuhr im Marathon auf Platz drei und liegt vor dem Finale an dritter Position.
© Ann-Kathrin Drumm / hippoevent.at
Auch der dritte Platz im Marathon kann als Familienerfolg verbucht werden. Dieser allerdings made in Switzerland. Der junge Schweizer Stefan Ulrich zeigte mit seinem Pamino U eine wirklich fantastische Geländefahrt und bewies bei seinem WM-Debüt ganz großes Talent. Das kommt nicht von ungefähr, denn sein Vater ist der erfolgreiche Schweizer Vierspänner-Star Werner Ulrich. Von dessen Routine profitierte der erst 19-Jährige nicht nur in der Vorbereitung, auch während des Marathons unterstützte der Routinier seinen Sohn tatkräftig als Beifahrer.
Isidor Weber drehte im anspruchsvollen Marathon eine gelungene Runde: Platz 15 © Ann-Kathrin Drumm / hippoevent.at
Isidor Weber drehte im anspruchsvollen Marathon eine gelungene Runde: Platz 15
© Ann-Kathrin Drumm / hippoevent.at

Österreich von vier auf sieben

Nach dem guten Dressurauftakt konnten die Österreicher ihre aussichtsreichen Positionen leider nicht halten. Als bester Rot-Weiß-Roter platzierte sich Isidor Weber mit Rastaman auf Platz 15. Chef d’Equipe Hans-Jurg Senn: „Das war ein sehr guter und schwerer Einspänner Marathon. Kompliment an den Parcoursbauer Gabor Fintha. Ein schönes Gelände! Ich habe gute Bilder von spannendem und modernem Einspännersport gesehen. Wir haben die österreichische Mannschaft mit zwei guten Dressurfahrern, Marisa Rössler und Georg Moser, sowie dem Marathonspezialisten Isidor Weber aufgestellt. Marisa und Georg brachten gestern ihre guten Leistungen mit Platz zehn und fünf, Isidor fuhr heute ein super Gelände auf den 15. Rang. Alles zusammengerechnet haben wir leider unseren guten vierten Mannschaftsplatz nach der Dressur im Marathon eingebüßt. Aber wir sind voll motiviert die Platzierung von Team Austria morgen beim finalen Hindernisfahren zu verbessern.“

Deutsche Führung vor dem Finale

Vor der morgigen Entscheidung über den Weltmeistertitel zwischen den Kegeln, wo im Hindernisfahren um Sekunden gekämpft wird, liegt der deutsche Routinier Dieter Lauterbach mit Dirigent vor Weronika und Bart?omiej Kwiatek an der Spitze. Die hauchdünnen Abstände zwischen den Topplatzierten versprechen ein extrem spannendes Finale.

In der Nationenwertung führt weiterhin Deutschland vor Polen und Frankreich. Österreich liegt derzeit auf Platz sieben.

Alle Ergebnisse im Detail – viele Fotos und ein Livestream finden Sie auf hippoevent.at.

Jacqueline Zimmermann/ps
Die Individualstarter aus Österreich erreichen im Marathon die folgenden Ränge und liegen in der Zwischenwertung auf den Plätzen

Rudolf Pirhofer mit Bambucca (OÖ)  20. in der Zwischenwertung / Platz 22 im Marathon
Gerald Rössler mit Anton 13 (B) 25. in der Zwischenwertung / Platz 31 im Marathon
Marisa Rössler mit Bolino D (B) 32. in der Zwischenwertung / Platz 48 im Marathon
Isidor Weber mit Rastaman (T) 33. in der Zwischenwertung / Platz 15 im Marathon
Georg Moser mit Nordwind (S) 43. in der Zwischenwertung / Platz 64 im Marathon
Renate Eccher mit Siglavy Watra 47 (St) 54. in der Zwischenwertung / Platz 56 im Marathon
Manuela Doppler-Wallner mit Novilliero (S) 58. in der Zwischenwertung / Platz 60 im Marathon
Markus Fleischmann mit Torro (OÖ) 69. in der Zwischenwertung / Platz 68 im Marathon
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