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29.07.2013

Pony-EM Arezzo: Drei Österreicherinnen im Finale

In der Gluthitze von Arezzo (ITA) wetteiferten die Ponyreiterinnen von 24. bis 28. Juli fünf Tage lang um die begehrten Europameistertitel in den Disziplinen Springreiten, Dressur und Vielseitigkeit. Von den heimischen Nachwuchstalenten schafften es drei in die Finalbewerbe.

Johanna Sixts Sieg im Eröffnungsspringen blieb der größte heimische Erfolg bei der Pony-EM in Arezzo. © Fotoagentur Dill
Johanna Sixts Sieg im Eröffnungsspringen blieb der größte heimische Erfolg bei der Pony-EM in Arezzo.
© Fotoagentur Dill
Besonders für den Springnachwuchs verlief der Auftakt im höchsten Maße vielversprechend. Nach einem sensationellen Sieg im ersten Wertungsspringen übernahm Johanna Sixt mit Lilly Vanilly kurzzeitig die Führung im Einzelranking. Auch Josefina Goess-Saurau und Carola Wegener präsentierten sich mit nur einem Abwurf in guter Form, sodass man optimistisch auf den Team-Event am Folgetag blicken konnte.

Leider fehlte tags darauf das nötige Quentchen Glück. In zwei nicht nur sprichwörtlich heißen Runden behielt lediglich Carola Wegener mit Kalinka eine blütenweiße Weste. Josefina Goess-Saurau mit Cinderella Girl musste jeweils zwei Abwürfe hinnehmen und auch die souveränen Vortagessieger Johanna Sixt und Lilly Vanilly konnten mit einmal acht und und einmal vier Fehlerpunkten nicht an ihre bereits gezeigten Leistungen anschließen. Leonard Platzer und Smart Girl schafften es in keinem der beiden Durchläufe ins Ziel und lieferten das Streichergebnis. Mit gesamt 28 Fehlerpunkten belegte das rot-weiß-rote Ponyteam Rang neun von zehn angetretenen Teams.

In der Einzelwertung schlugen sich vor allem Carola Wegener und Kalinka hervorragend. Das Duo qualifizierte sich dank seiner zwei fehlerfreien Runden klar für das Finale und lag nach Runde drei mit gesamt vier Fehlerpunkten sogar auf Medaillenkurs. Auch Johanna Sixt schaffte den Sprung ins Finale, wenngleich die Burgenländerin mit gesamt 12 Fehlerpunkten schon etwas abgeschlagen auf dem 19. Zwischenrang lag. 

In den beiden finalen Abschlussrunden am Sonntag wurde dann noch einmal die Spreu vom Weizen getrennt. Nur das irische Duo Susan Fitzpatrick und Rock Dee Jay blieb in beiden Durchläufen ohne Fehler und sichert sich mit gesamt vier Fehlerpunkten nach fünf anstrengenden Runden Einzelgold. Heiß umkämpft war danach das Rennen um die verbliebenen Medaillen, auf die sich gleich fünf Anwärter mit gesamt acht Fehlerpunkten auf dem Konto Hoffnungen machen durften. Am Ende holte die Britin Millie Allen mit dem schnellsten Null-Fehler-Ritt Silber vor Jessica Toelstand (DEN), die ebenfalls fehlerfrei blieb.

Mit zwei Abwürfen im 1,30 m-Parcours zerschlugen sich für Carola Wegener bereits nach dem ersten Finalumlauf die Medaillenträume. In Runde zwei kam noch ein weiterer Abwurf hinzu, sodass das Paar mit gesamt 16 Fehlerpunkten noch ganz knapp aus den Top-Ten flog und sich noch auf dem sehr guten elften Rang platzierte.

In der Teamwertung waren es die Ponyreiter aus Deutschland, die die Heimreise mit vier goldenen Medaillen im Gepäck antreten durften. Mit einem Endstand von nur vier Strafpunkten verwies das deutsche Quartett die Teams aus Großbritannien (8 FP) und Irland (12 FP) auf die Plätze.

Ein versöhnliches Ende hatte die EM für Josefina Goess-Saurau. Im Consolation-Bewerb der nicht-qualifizierten Paare belegte die Burgenländerin nach zwei astreinen Runden mit ihrer zwölfjährigen Scheck-Stute Cinderella Girl Rang zwei hinter dem Schweden Adam Carey.

Rebecca Gerold nach Aufholjagd auf Rang 33

Mit Rebecca Gerold und Jorrit war auch im Finale der Vielseitigkeitsreiter ein heimisches Duo am Start. Nach der Dressur noch auf Rang 48 mit 64,80 Punkten gelegen, gelang dem  Paar im Gelände ein hervorragender Ritt mit dem es sich gleich um 15 Plätze verbessern konnte und sich somit für das Finale im Parcours qualifizierte. Hier gab es für die Steirerin und  ihren Fuchswallach einen Abwurf, sodass es schließlich beim 33. Endrang blieb.

Sowohl im Teambewerb als auch in der Einzelwertung ging die Goldmedaille nach Großbritannien. Yasmin Ingham holte mit einer beständigen Leistung in allen drei Teilbewerben den Titel vor den beiden Franzosen Marine Bolleret und Victore Leveque. Die Euipe der Grand Nation musste sich im Teambewerb nur knapp geschlagen geben und trotz Platz zwei und drei in der Einzelwertung mit Silber vorlieb nehmen. Bronze sicherte sich die Mannschaft aus Irland.

Britin schreibt Pony-Dressurgeschichte

15 Jahre lang waren die ReiterInnen aus Deutschland und den Niederlanden tonangebend in der Pony-Dressur, doch seit der EM in Arezzo gibt es noch eine andere Nation, die das oberste Podium bei einer Pony-Dressur-EM erklommen hat: Die 13 Jahre junge Phoebe Peters sicherte sich im Sattel ihres SL Lucci gleich zwei mal Einzelgold mit überragenden Darbietungen, in der Kür ritt das Duo mit einer Wertung von 84 Prozent sogar zu neuem Weltrekord. Die bisherigen Dominatoren mussten sich mit Silber und Bronze zufrieden geben, die Deutsche Semmieke Rothenberger und ihr bewährter Deinhard sicherten sich Einzelsilber vor ihren niederländischen Konkurrenten, Lianne Zoutendijk mit Champ of Class. Im Kürfinale tauschten die beiden dann die Plätze und Zoutendijk holte Silber vor Rothenberger. 

In der Teamwertung konnte sich die Deutsche Equipe nach 2011 und 2012 zum dritten Mal in Folge Mannschaftsgold sichern. Silber ging an die Reiterinnen aus Holland, die britische Equipe durfte sich über Platz drei und Bronze freuen.

Österreichs Pony-Team mit Sandrine Urbanowicz, Xenia Herta Schumann, Nicola Louise Ahorner und Victoria Wurzinger am Start, belegte Rang elf, in der Einzelwertung sorgte Sandrine Urbanowicz im Sattel von The Mickle's Motion mit Rang 29 (66,436 %) für das beste heimische Ergebnis. 

Alle Ergebnisse der Pony EM in Arezzo können sie hier nachlesen.

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