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21.08.2017

Pony-Fahr-WM: Erich Pürstinger Vize-Weltmeister im Marathon

Bei den Weltmeisterschaften der Pony-Fahrer in Minden (GER) gelang dem Oberösterreicher Erich Pürstinger eine perfekte Runde im Gelände die ihm den "inoffiziellen* Titel des Vize-Weltmeisters im Marathon der Einspänner einbrachte. In der Gesamtwertung belegte Pürstinger Platz fünf.

Erich Pürstinger und Perfect Mind WM Minden 2017 © Hippoevent | Fotodesign Peter Kees
© Hippoevent | Fotodesign Peter Kees
Der bekennende Speed-Spezialist wurde seinem Ruf im WM-Gelände prompt gerecht. Vom Start weg galoppierte Pürstingers Ponyhengst Steendieks Perfect mind energisch durch die Hindernisse, nahm die Wendungen unter der kundigen Anleitung seines Fahrers eng und lieferte insgesamt eine Bilderbuchrunde. Fast die beste des Tages, denn das Gespann musste sich lediglich dem Marathon-Champion Gilles Pirotte aus Belgien hauchdünn geschlagen geben. Nach Platz 18 in der Dressur machte Pürstinger mit dieser Leistung viel Boden in der Zwischenwertung gut und platzierte sich auf dem vielversprechenden 6. Rang – nur 1,5 Punkte vom erhofften Podium entfernt.

Im abschließenden Kegelfahren am Sonntag zeigten Pürstinger und sein Deutscher Reitponyhengst erneut eine Spitzenfahrt. Leider blieb dem Duo das letzte Quentchen Glück versagt. Ein Hindernisfehler machte die Hoffnungen auf die mögliche Bronzemedaille zunichte, stattdessen wurde es der starke fünfte Rang inmitten der Elite der Pony-Einspännerfahrer. Für Pürstinger und sein Team ein toller Erfolg: „Wir sind mit dem fünften Platz, den Leistungen in allen drei Teilbewerben, sehr zufrieden und stolz auf das, was  wir erreicht haben. Der Erfolg gehört meinem Team und dem tollen Pony. Der Hengst war von der Dressur über den Marathon bis zum Finale ein motivierter Partner. Topbetreut durch meine Frau Bianca, konnten wir uns auf den Sport konzentrieren, und der fünfte Platz in der Weltspitze ist unsere gemeinsame Belohnung. Danke an meine Beifahrer und alle, die mich hier begleitet haben, und auch die, die zu Hause mitgefiebert haben. Wir fahren überglücklich von Minden nach Hause“, sagte der Oberösterreicher im Interview mit Fahrsport-Journalisitin Jacqueline Zimmermann von Hippoevent.

Aufwärts im Ranking ging es auch für die zweite rot-weiß-rote Einspänner-Fahrerin, Rebecca Nick. Die amtierende österreichische Vize-Meisterin im Pony-Einspänner hatte die Dressur auf Platz 26 beendet. Im Marathon fuhr die Tirolerin mit ihrer Stute Dottoressa auf Rang 18 und schob sich damit auf Rang 22 vor. Im Kegelparcours fielen dann leider zwei Bälle. Hinzu kamen 3,39 Strafpunkte aus Zeitüberschreitung. Am Ende wurde es Platz 21 für das Tiroler Gespann.

Einspänner-Gold ging nach Deutschland. Marlena Brenner, im Vorjahr noch Jugend-Europameisterin, zeigte bei ihrer ersten Weltmeisterschaft Nerven aus Stahl. Bereits nach dem Gelände waren die 22-Jährige und ihr zwei Jahre jüngeres Pony Leonardo in Führung gelegen. Und die verteidigten die beiden souverän. Das eingespielte Gespann fuhr eine flotte und blitzsaubere Runde im Kegelparcours und sicherte sich damit die Goldmedaille. Ohne Fehler im Parcours und in der Zeit blieb auch der Schweizer Cedric Scherrer mit Donovan’s Dusty. Für ihn wurde es Silber. Platz drei und damit Bronze ging wie schon vor zwei Jahren an die Deutsche Katja Helpertz und ihr Pony Nordstern's Stoertebecker.

Die deutschen Fahrer waren bei ihrer Heim-WM im Minden insgesamt die großen Abräumer. Neben Gold und Bronze bei den Einspännern sicherte sich die Mannschaft von Chef d’Equipe Fritz Otto-Erley auch Team-Gold vor der Konkurrenz aus den Niederlanden und Belgien, Gold bei den Vierspännern und Silber bei den Zweispännern.

Bei letzteren waren mit Roman Elend und Karl Cvörnjek auch zwei österreichische Gespanne am Start. Für die beste rot-weiß-rote Platzierung sorgte hier Roman Elend mit Rang elf. Der Niederösterreicher war als Achter nach der Dressur hervorragend ins Turnier gestartet. Im Gelände lief es dann leider nicht ganz nach Wunsch, Elend musste sich mit Platz 22 zufrieden geben und fiel auf den 19. Gesamtrang zurück. Mit der zwölftbeste Fahrt zwischen den Kegeln konnte der 25-Jährige jedoch wieder Boden gut machen und schob sich bei seiner WM-Premiere auf den starken elften Platz im Gesamtranking.
Roman Elend WM Minden 2017 © Hippoevent | Fotodesign Peter Kees
© Hippoevent | Fotodesign Peter Kees
Karl Cvörnjek beendete die WM nach einer irrtümlichen Eliminierung im Gelände, die später korrigiert wurde, auf Platz 20.

Als Siegerin ließ sich die Britin Tara Wilkinson feiern. Mit einer guten Fahrt im Kegelparcours schob sie sich vor den Führenden Deutschen Jan-Felix Pfeffer, der sich mit Silber begnügen musste. Bronze ging mit Pieter van den Broeck nach Belgien.

Der neue Pony-Vierspänner-Weltmeister heißt Michael Bügener. Der Deutsche ließ der Konkurrenz trotz nicht ganz optimaler Fahrt zwischen den Kegeln keine Chance und holte das dritte Gold für Deutschland bei dieser WM. Dahinter platzierten sich Jan De Boer (NED) und Tinen Bax (BEL) auf den Plätzen zwei uns drei.

Alle Ergebnisse im Detail gibt’s hier.

Tagesberichte und viele Fotos von der WM in Minden gibt's auf www.hippoevent.at.

ps
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