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15.09.2014

Probiotisch gegen Pferdewürmer

Parasitologen aus Kentucky sind derzeit einem ungewöhnlichen Entwurmungsmittel auf der Spur. Ein Probiotikum soll helfen die unliebsamen Parasiten auf natürliche Weise loszuwerden. Erste Tests sind vielversprechend.

In ersten Tests erwies sich das probiotische Bakterium Bacillus thuringiensis als hochwirksamer Stoff gegen kleine Stronyliden - heute die bedeutendsten und gleichzeitig problematischsten Endoparasiten für das Pferd. © pholidito - Fotolia.com
In ersten Tests erwies sich das probiotische Bakterium Bacillus thuringiensis als hochwirksamer Stoff gegen kleine Stronyliden - heute die bedeutendsten und gleichzeitig problematischsten Endoparasiten für das Pferd.
© pholidito - Fotolia.com
Probiotika sind für alles möglich gut. Sie sorgen für eine funktionierende Darmflora, helfen bei Neurodermitis, Harnwegsinfekten und Allergien. Auch bei Bluthochdruck kommen die gesundheitsfördernden Mikroorganismen immer häufiger zum Einsatz. Doch das ist noch längst nicht alles. Wie der us-amerikanische Parasitologe Martin Nieslon in seinen jüngsten Forschungen herausfand, zeigen die Proteinkristalle des im Boden lebenden Bakteriums Bacillus thuringiensis sogar wurmabtötende Eigenschaften.

Ein erster Test an im Labor gezüchteten Strongylidenlarven - heute die bedeutendsten und gleichzeitig problematischsten Endoparasiten beim Pferd – erzielte vielversprechende Ergebnisse. Selbst bei Parasiten, die bereits gegen zwei anthelminitschen Wirkstoffe Resistenzen entwickelt hatten, brachte das als Cry5B bezeichnete Protein des Bacillus thuringiensis durchschlagende Erfolge.

Bis das probiotische Entwurmungsmittel für Pferde tatsächlich auf dem Markt erhältlich sein wird, liegt noch ein weiter Weg vor den Forschern. Martin Nielson hofft auf eine weitere Finanzierung des Projekts durch das us-amerikanische Landwirtschaftsministerium. Sobald diese gesichert ist, sollen erste Tests an Pferden folgen.

Die Entwicklung natürlicher Anti-Wurm-Präparate läuft derzeit auf Hochdruck, die Resistenzen gegen klassische chemische Amnthelmintika schreiten stetig voranschreiten und neue Wirkstoffe sind nicht in Sicht.

Ein bereits gut erforschtes Präparat aus Mutter Naturs großem Garten, eine Mischung aus mikronisiertem Zwiebel und Kokospulver in Verbindung mit einem handeslüblichen Pferdemüsli, ist in seinem Entwicklungsprozess schon weiter fortgerschritten und wartet derzeit nur noch auf seine Bewilligung. Mehr über den Zwiebel-Kokos-Cocktail lesen Sie hier.

Quelle
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