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28.07.2014

Qualvoll verendet: Pfleger ließ zwei Pferde in Oberösterreich verdursten

Ein grausames Drama spielte sich vergangene Woche in Klaffer am Hochficht im oberösterreichischen Bezirk Rohrbach ab: Nach sechs Tagen ohne Wasser und Koppelgang starben zwei Pferde, weil es der beauftragte Pfleger trotz täglicher Kontrollen nicht der Mühe Wert fand, die Tiere ordnungsgemäß zu versorgen.

Der Stallbesitzer hatte einen Ortsansässigen engagiert, sich um die drei im Stall untergebrachten Pferde zu kümmern. Doch das tat der 35-jährige Klaffener – aus bisher ungeklärten Gründen - nicht. Obwohl er offensichtlich täglich feststellte, dass kein Trinkwasser für die Pferde vorhanden war, gab er den Tieren sechs Tage lang nichts zu trinken. Auch die möglicherweise rettende Koppel verwehrte er den Pferden und ließ sie in der Box eingesperrt.

Erst nachdem er bei seinen täglichen Kontrollen am siebenten Tag ein totes Pferd vorfand, schaffte er in nicht gereinigten Treibstoffkanistern Wasser aus dem naheliegenden Bach herbei. Diese „Rettungsaktion“ kam für das zweite Pferd, das tags darauf tot in seiner Box lag, zu spät. Das noch lebende Pferd wurde weiter mit Wasser versorgt und hatte schließlich Glück: In den Abendstunden des achten Tages kletterten Jugendliche auf den Heuboden und entdeckten durch eine Heu-Luke einen Kadaver, worauf sie umgehend die Polizei verständigten.

Wie die Pressestelle der Landespolizeidirektion Oberösterreich meldete, waren die Pferde erst vor wenigen Wochen in den Stall übersiedelt. Die beiden verendeten Tiere, eine 21-jährige und eine 9-jährige Stute, die erst vor kurzem von ihrem Fohlen getrennt worden war,  wiesen laut Obduktionsbefund einen minderguten Ernährungszustand auf. Beide Tiere gehörten der Exgattin des Stallbesitzers. Das Pferd, das am Leben blieb, hat offenbar wegen seines guten Ernährungszustandes überlebt
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