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27.07.2011

Reining-Gold für Italien vor Deutschland und Österreich

Zum zweiten Mal am gleichen Tag ertönte bei der FEI Europameisterschaft Reining in Wiener Neustadt die italienische Nationalhymne: nach Gold bei den Junioren wurde Italien Mannschaftseuropameister.

Medaillengewinner im Teambewerb der Reining EM 2011 in Wr. Neustadt © Christian Kellner - www.ck24.at
Auch bei den Seniors gab es in Wr. Neustadt Gold für Italienische Mannschaft – Deutschland holt Silber, Österreich Bronze.
© Christian Kellner - www.ck24.at
Der Mannschaftswettkampf in der Senior Division war sicherlich einer der spannendsten in der Geschichte der EM. Titelverteidiger Deutschland, Italien, Österreich, Belgien, Frankreich und die Schweiz waren durchwegs mit starken Reitern und Pferden vertreten. Mit insgesamt 662,5 Punkten setzte sich die italienische Equipe gegen Deutschland (Silber mit 656,5 Punkten) und das rot-weiß-rote Team (Bronze mit 652,5 Punkten) durch. Frankreich wurde mit einer 647 Vierter vor Belgien (640) und der Schweiz (632,5).

Rudi Kronsteiner und Giuseppe Prevosti auf Platz eins nach Vorlauf

Gleich zwei Reiter erzielten den Highscore von 223 dank großartiger Spins, perfekter Zirkelarbeit und grandioser Stops: der Italiener Giuseppe Prevosti mit Enzo Golas Skeets Flamin und der Österreicher Rudi Kronsteiner mit Ima Mega Antares aus dem Besitz von Karin und Ruggero Prevedel. Der rot-weiß-rote Reiningstar präsentierte sich in bestechender Form und bestätigte damit seine Favoritenrolle für den Titel im Einzelbewerb.
Rudi Kronsteiner und Ima Mega Antares © Christian Kellner - www.ck24.at
Mit Ima Mega Antares holte Rudi Kronsteiner 2009 den Vize-Europameistertitel in der Einzelwertung.
© Christian Kellner - www.ck24.at
Stefano Angelucci legte für Italien mit AB Captain Badger eine 221 nach, dem zweitbesten Score im Endergebnis. Zusammen mit Christian Dalla Pozzas 218,5 auf Whiz Ruf Peppy ergab das 662,5 Punkte für Italien und damit Gold.

Massimiliano Canu und Hesa Mega Whiz erzielten eine 215,5, die das Streichergebnis für Italien bildete, aber für einen Platz in Einzelfinale bequem reichte. Damit hat Italien alle vier Reiter im Einzelfinale. „Ich wusste, dass wir ein gutes Team haben“, so der italienische Chef d’Equipe Roberto Cuoghi. „aber ich wusste auch, dass zum Beispiel die Deutschen und Österreicher mit sehr guten Pferden da sind. Daher war durchaus nicht sicher, was uns erwartet. Wir haben einfach unser Bestes gegeben, und es hat geklappt.“

Deutschland über den Erwartungen, Österreich knapp an Silber vorbei

Oliver Wehnes und Lil Ruf Bandit legten für Deutschland eine 215,5 vor. Sylvia Rzepka mit Doctor Zip Nic (Bes. Zip Nic Partnership) und Nico Hörmann mit Smart Spookster (Bes. Spookster Syndicate) erzielten dann beide eine 220,5 – den drittbesten Score dieser EM und sicherten damit Deutschland die Silbermedaille.
Nico Hörmann und Smart Spookster © Christian Kellner - www.ck24.at
Nico Hörmann und Smart Spookster erzielten mit 220,5 den drittbesten Score dieser EM.
© Christian Kellner - www.ck24.at
Bundestrainer Kay Wienrich war begeistert: „Was soll ich sagen – ich freue mich ungeheuer. Unsere Leute haben die Erwartungen sogar noch übertroffen. Oliver hat das Pferd erst seit etwa vier Wochen, und es war sein erster Einsatz auf einer FEI EM. Er hat seine Sache prima gemacht! Und Sylvia und Nico waren einfach großartig.“

Österreich verpasste nur knapp die ersehnte Silbermedaille. Markus Morawitz und Dun It With Jerry mussten sich mit einer 213,5 zufrieden geben und werden  beim Consolation Run nochmal versuchen, ins Finale zu kommen. Dennis Schulz und Smart Rattle Snake (Bes. Dainmasa Horses) hatten Pech beim schnellen Zirkel, wo der Hengst ausrutschte und in Kreuzgalopp fiel. Das bedeutete schließlich einen Score von 215. Und auch Martin Mühlstätter und Dun It On The QT (Bes. Katja Jungfer) konnten ihrem Potential nicht gerecht werden. Es war den beiden anzumerken, dass Mühlstätter den Hengst erst seit dem Vortag unter dem Sattel hatte.  Das Ergebnis: 214,5 und damit Einzelfinale ebenso wie für Dennis Schulz.

Chef d’Equipe Helmut Schulz nahm es gelassen: „Wir hätten natürlich gerne Silber gehabt, aber wir gönnen Nico Hörmann und Sylvia Rzepka und den anderen des deutschen Teams die Medaille. Immerhin haben wir drei schon mal sicher im Einzelfinale.“

Quelle: Pressemeldung
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