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09.06.2011

Rettung durch Populationskontrolle

Die wild lebenden Pferde im rumänischen Donaudelta waren bereits zum Abschuss freigeben. Jetzt soll ein gezieltes Kastrationsprojekt der VIER PFOTEN ihren Fortbestand im Naturschutzgebiet sichern.

Letea Wildpferde © VIER PFOTEN
Die wild lebenden Pferde im Donaudelta stammen ursprünglich aus den ehemaligen Kolchosen des rumänischen Diktators Nicolai Ceausescu.
© VIER PFOTEN
Erst vor wenigen Wochen konnte ein Schlachtpferdetransport im rumänischen Letea von Aktivisten der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN aufgehalten und 71 Wildpferde vor dem sicheren Tod gerettet werden. (Wir haben von der Rettungsaktion berichtet) Doch die Gefahr, die den rund 2500 wildlebenden Pferden im Donaudelta droht, ist noch lange nicht gebannt.

Umweltschützer sehen den einzigartigen Letea-Wald im Delta, der mit seinen Lianen, Eichen und Birken als nördlichster tropischer Urwald Europas gilt und seit 1991 als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht, von den Pferden bedroht. Dies ist vor allem im Winter ein Problem, wenn sich die Pferde in den Wald zurückziehen und die Rinden junger Bäume anknabbern. Unter dem Druck der Umweltschützer drängte die rumänische Regierung deshalb zum Handeln, die Pferde sollten zum Abschuss freigegeben werden.

Kastrationen für eine sichere Zukunft

Währung die Tötung der Pferde bereits feststand und die Vorbereitungen dazu liefen, arbeiten Tierschützer der VIER PFOTEN einen Rettungsplan aus, der die ungehinderte Vermehrung der Tiere durch gezielte Populationskontrolle vorsieht und den Schutz des Marschlandes gewährleistet. Zu diesem Zweck sollen Hengste, die keine Führungsrolle in der Herde übernehmen kastriert werden. Leithengste werden dagegen gezielt verschont um die Herdenstrukturen nicht zu gefährden.

Die Interventionen hatten Erfolg: heute stellen Kooperationsverträge sicher, dass die Pferde nicht getötet werden und weiterhin frei im Donaudelta leben dürfen, wenn VIER PFOTEN die Maßnahmen zur Populationskontrolle durchführt.

Chippen soll Pferde vor unerlaubten Übergriffen schützen

Seit Juni werden nun so viele Pferde wie möglich eingefangen um sie zu kastrieren. Blutuntersuchungen sollen Aufschluss über den Gesundheitszustand der Herden geben, die immer wieder in Verdacht stehen mit Equiner Infektiöser Anämie infiziert zu sein. Zusätzlich werden sämtliche eingefangenen Tiere geimpft, markiert, gechippt und, falls nötig, medizinisch grundversorgt. Durch das konsequente Chippen soll künftig verhindert werden, dass Wildpferde unrechtmäßig eingefangen, verkauft oder als Arbeitstiere eingesetzt werden.
Letea Wildpferde © VIER PFOTEN
Ein Ziel des Projektes ist es. den Pferden im Donaudelta eine medizinische Grundversorgung zukommen zu lassen.
© VIER PFOTEN

Infos

Das Projekt zur Rettung der rumänischen Letea-Pferde ist ein sehr aufwändiges und kostenintensives Projekt, das Sie unter dem nachfolgenden Link gezielt unterstützen können: https://www.secureconnect.at/4pfoten.at/spende/
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