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17.10.2017

Richtig Absetzen: So fällt der Abschied zwischen Stute und Fohlen leichter

Die Trennung von Stute und Fohlen verursacht immer Stress. Dennoch haben die verschiedenen Methoden langfristig betrachtet höchst unterschiedliche Auswirkungen. Zwei interessante Studien zeigen, wie man den Start in die Selbstständigkeit optimieren kann.

Ganz ohne Stress verläuft das Absetzen nie – es gibt aber langfristig schonendere und weniger schonende Methoden. © www.slawik.com
Ganz ohne Stress verläuft das Absetzen nie – es gibt aber langfristig schonendere und weniger schonende Methoden.
© www.slawik.com
Die enge Bindung zwischen einer Stute und ihrem Fohlen hat einen einzigen, wenig romantischen Grund: überleben. Die Mutter ist Nahrungsquelle, der wichtigste Bezugspartner und lehrt das Fohlen, wie man in der Welt zurechtkommt. In den ersten Lebensmonaten ist diese Bindung für das Fohlen überlebenswichtig. Jede Mutterstute – auch wenn sie domestiziert ist – behält ihr Fohlen immer in Blick- oder zumindest Hörweite. Trennung bedeutet Gefahr. Die Mutter versucht mit allen Mitteln, zu ihrem Schützling zu kommen und umgekehrt. Dieses Verhalten hat den Fortbestand der Spezies Pferd über die Jahrtausende gesichert – und bis heute ist es tief im Instinkt der Pferde verankert. Daher ist das Absetzen, also das Trennen und Entwöhnen des Fohlens von seiner Mutter, auch eine der unangenehmsten Arbeiten in einem Zuchtbetrieb.

In freier Wildbahn passiert das Entwöhnen ganz selbstverständlich. Während die Mutter am Anfang die einzige Nahrungsquelle und auch wichtigster Sozialpartner des Fohlens ist, lockert sich diese Beziehung mit der Zeit. Mit zunehmendem Alter reicht die Muttermilch nicht mehr aus, und das Fohlen muss zusätzlich feste Nahrung zu sich nehmen. Auch die sozialen Kontakte zu gleichaltrigen Herdenmitgliedern nehmen zu – was den Kontakt zum Muttertier allmählich reduziert. Zeitgleich wird die Stute meist wieder tragend, und ein Jahr später – wenn das nächste Fohlen zur Welt kommt – ist der Jährling endgültig entwöhnt und der Platz an Mamas Seite neu besetzt.

In der heutigen Pferdezucht hingegen werden hauptsächlich Methoden angewandt, die weitaus belastender für die Fohlen sind. Traditionell erfolgt das Absetzen viel abrupter und auch viel früher. Empfohlen wird es frühestens ab einem Alter von sechs Monaten.

Notwendiger Abschied

Das Absetzen ist aus zweierlei Gründen unumgänglich. Einerseits geht es um das Wohl der Stute. Sie ist durch die Milchproduktion stark beansprucht. Ein Fohlen zu führen, ist sowohl psychisch als auch physisch eine große Belastung für das Tier und darf als Leistung nicht unterschätzt werden. Andererseits ist das Entwöhnen wichtig, damit das Fohlen den Weg in die Selbstständigkeit findet. Wird es nicht abgesetzt, züchtet man sich einen regelrechten „Kleber“ heran. Das Jungpferd wird auch im höheren Alter nicht von der Seite seiner Mutter weichen. Je älter das Fohlen wird und je länger es sich an seine Mutter klammert, desto schlimmer wird jedwede Trennung.

In der Regel setzen Stuten ihre Fohlen nicht selbstständig ab, wenn kein neues Jungtier unterwegs ist. Wird die Stute also nicht mehr gedeckt, könnte es passieren, dass der Nachwuchs noch Jahre später – mit vier oder fünf – am Euter hängt. Im natürlichen Rahmen liegt das Säugen aber nur bis zum zwölften Lebensmonat. Allerspätestens dann sollte zum Wohle der Stute abgesetzt werden.
Die enge Bindung zwischen der Stute und ihrem Fohlen dient in erster Linie dem Überleben des Kleinen. © Nadine Hase - fotolia.com
Die enge Bindung zwischen der Stute und ihrem Fohlen dient in erster Linie dem Überleben des Kleinen.
© Nadine Hase - fotolia.com

Verschiedene Wege

Prinzipiell gibt es zwei Wege des Absetzens: Den abrupten und den graduellen, also schrittweisen Weg. In der Pferdezucht wird traditionell das abrupte Absetzen praktiziert, vordergründig wegen des geringeren Aufwands. Abruptes Absetzen bedeutet, dass Stute und Fohlen von einem Tag auf den anderen voneinander getrennt werden.

Beim graduellen Absetzen hingegen werden Stute und Fohlen schrittweise entwöhnt: Am ersten Tag werden die beiden nur wenige Minuten getrennt, am zweiten ein paar mehr. Die Trennungsdauer wird so lange gesteigert, bis die beiden separiert von einander untergebracht werden können.

Eine weitere graduelle Methode besteht darin, Muttertier und Fohlen in benachbarten Boxen unterzubringen. Auch hier gilt es, die Zeitspanne der Trennung kontinuierlich zu steigern. Auf den ersten Blick scheint die graduelle Methode artgerechter und stressfreier, erfahrungsgemäß ist sie dies aber nicht: Komplett stressfrei ist weder das abrupte noch das schrittweise Entwöhnen.

Um das Wohlergehen der jungen Pferde bemüht, wurden in den vergangenen Jahren vermehrt Absetzmethoden getestet. Auch wenn die Ergebnisse der Studien immer wieder kontrovers sind, sind sich viele Wissenschaftler über folgendes einig: „Auch wenn das abrupte Absetzen sehr viel Stress für die Fohlen bedeutet, ist es die bewährteste Methode. Denn wenn die Fohlen das Gefühl haben, zu ihrer Mutter zurückzukönnen – vielleicht sogar in der Nachbarbox stehen – bedeutet das bekanntermaßen noch mehr Stress für Jungpferde und Mütter“, so Ao. Univ.-Prof. Dr. med. vet. Christine Aurich Dipl. ECAR, Leiterin der Plattform für Besamung und Embryotransfer an der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Kurz und "schmerzlos"

Eine Fallstudie aus Tschechien aus dem Jahr 2015 unterstreicht diese These. Die Studie von Jana Dubcová, Jitka Bartošová und Martina Komárková erstreckte sich über zwei Zuchtsaisonen und schloss insgesamt 56 Kladruber Fohlen mit ein. Die Tschechinnen verglichen zwei abrupte Absetzmethoden und maßen dabei sowohl Wachstumsparameter wie Größe und Gewicht als auch den Cortisolspiegel im Speichel der Fohlen – dieser gilt als anerkannter Indikator für die Stressbelastung. Jana Dubcová und ihre Kolleginnen wollten herausfinden, was für Fohlen besser sei: eine sofortige und auch örtliche Trennung von der Mutter – oder sie sofort zu trennen, aber das Fohlen in seiner bekannten Umgebung zu belassen.

Bei Methode 1 wurden die Fohlen von einem Tag auf den anderen von der Mutterstute getrennt und in einen 5 km entfernten Aufzuchthof gebracht. Dort wurden sie nach Geschlechtern getrennt und gemeinsam mit älteren, bereits abgesetzten Herdengenossen aufgestallt.

Bei Methode 2 wurden die Muttertiere und Fohlen ebenfalls abrupt getrennt. Die Fohlen blieben aber in ihrem angestammten Laufstall – in einem 2 km entfernten Außenhof. So waren die Fohlen weiterhin in ihrem bekannten Umfeld und auch mit vertrauten Stute-Fohlen-Paaren in Kontakt.

Das Ergebnis war überraschend: Die Wachstumsrate und die Cortisolwerte der beiden Gruppen unterschieden sich deutlich von einander. Die Fohlen aus Gruppe 1 (im 5 km entfernten Aufzuchthof) nahmen trotz der neuen Umgebung stabiler an Gewicht zu als die Fohlen, die „zu Hause“ blieben. Andererseits war auch die Cortisolkonzentration bei Gruppe 1 höher. Also hatten die Fohlen, die in eine fremde Umgebung gebracht wurden, akut mehr Stress. Aber obwohl die Fohlen aus Gruppe 2 in ihrer gewohnten Umgebung weniger Stress ausgesetzt waren, verloren sie dennoch viel an Gewicht. Auch noch fünf Monate nach dem Absetzen war ein deutlicher Gewichtsunterschied zwischen den beiden Gruppen feststellbar. Für die Forscherinnen ist daher klar, dass die „radikalere“ Methode, bei der die Fohlen in ein komplett fremdes Umfeld gebracht werden, von Vorteil für die Pferde ist. Denn auch wenn die Stressbelastung kurzfristig höher ist, entwickelt sich das Jungpferd langfristig besser.

„Die Umsiedlung der Fohlen weg vom gewohnten Umfeld und dem heimatlichen Stall scheint dem natürlichen Absetzen zu ähneln. Diese Verbringung könnte der natürlichen Erfahrung nahekommen, die Fohlen machen, wenn sie ihre Herde verlassen, um neue Herden zu bilden. Auch wenn diese Vorgänge in der Natur erst zu einem viel späteren Zeitpunkt stattfinden – etwa zwischen einem und drei Jahren“, erklären die Wissenschafterinnen in ihrer Studie.

Vertraute Schulter zum Ausweinen

Nicht weniger spannend fiel das Ergebnis einer Studie von Christine Aurich und ihrem Team von der Vetmeduni Wien im Jahr 2012 aus. Sie hatten folgende drei Methoden miteinander verglichen: In Gruppe A wurden alle Muttertiere abrupt und gleichzeitig von den Fohlen getrennt und aus dem Fohlenstall entfernt. In Gruppe B wurden die Stuten und Fohlen genauso getrennt, jedoch blieben zwei Stuten im Fohlenstall. Diese waren zwar nicht mit den Fohlen verwandt, aber seit der Geburt der Fohlen Teil der Herde und an ihre Nähe gewöhnt. Aus Gruppe C, bestehend aus sechs Fohlen, wurden nach und nach die Muttertiere entfernt, bis die Fohlen alleine im Stall waren.

In allen drei Fällen war das Absetzen für die Fohlen mit hohem Stress verbunden, und alle Fohlen verloren an Gewicht. Allerdings brauchten die Fohlen der Gruppen A und C deutlich länger, um ohne ihre Mütter zurechtzukommen. Die Anwesenheit der sogenannten „Nanny-Pferde“ half den Fohlen der Gruppe B, sich in dieser neuen Situation schneller zurechtzufinden. „Dabei ist es absolut egal, ob es sich um eine Stute oder einen Wallach handelt“, betont Christine Aurich. Es sei lediglich wichtig, dass die „Nannys“ und die Fohlen sich aus der Herde kennen und die erwachsenen Pferde ranghöher sind. Wenn dann Unruhe im Stall herrscht, weil die Stuten weggebracht wurden, können die älteren Pferde die Situation beruhigen und den verängstigten Fohlen Sicherheit geben. So kann das Fehlen der Muttertiere in gewisser Weise kompensiert werden. Im Artikel zur Studie der Vetmeduni Wien vergleicht Aurich diese Situation mit dem Habitus wild lebender Pferde: „Wildpferde leben in Familiengruppen, die sich aus einem Hengst und einigen Stuten mit ihrem Nachwuchs zusammensetzen. Die Anwesenheit anderer Stuten beim Absetzen der Fohlen von ihren Mutterstuten ähnelt der natürlichen Zusammensetzung der Gruppen, das scheint den Fohlen in der ersten Zeit nach der Trennung das Leben ohne ihre Mütter leichter zu machen.

Von der Theorie zur Praxis

In größeren Zuchtbetrieben oder Gestüten ist die räumliche Trennung meist problemlos zu bewerkstelligen. Das Gelände ist groß genug, damit Muttertier und Fohlen sich nicht mehr sehen und hören können beziehungsweise werden die Fohlen meistens kurz nach dem Absetzen verkauft oder in Herden mit Gleichaltrigen integriert, wo sie in Ruhe ins Flegelalter kommen können. Was aber, wenn diese räumliche Großzügigkeit nicht gegeben ist?

In Österreich gibt es viele Hobbyzüchter, die ein bis zwei Koppeln und vielleicht ein paar Boxen oder einen Laufstall zu Verfügung haben. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte das Fohlen mit anderen bekannten Fohlen oder Pferden zwischenzeitlich in einem benachbarten Stall untergebracht werden – wie es in der tschechischen Studie praktiziert wurde. Sollte das nicht machbar sein, ist es wichtig, Mutter und Kind soweit wie möglich voneinander zu trennen und sie auf keinen Fall in zwei Boxen nebeneinander unterzubringen. Auch wenn es keine Studien dazu gibt, sieht Aurich zehn bis vierzehn Tage der absoluten Trennung als vollkommen ausreichend. Kürzer sollten Stute und Fohlen aber nicht ohne einander auskommen müssen – und zusammenstellen sollte man sie auch nach den vierzehn Tagen nicht mehr. Die Fohlen würden auch nach Wochen wieder ans Euter gehen, der Milchfluss wieder einsetzen – und man müsste die Prozedur von Neuem beginnen. Natürlich gibt es immer wieder Stuten, die ihre Fohlen nicht mehr an sich heranlassen, aber die Möglichkeit sollte besser nicht ausgetestet werden. Sind besagte zwei Wochen jedoch um, sei es kein Problem, Stute und Fohlen zum Beispiel im selben Stall oder auf nebeneinanderliegenden Koppeln unterzubringen.
Bereits vor dem Absetzen sollten Fohlen an den Umgang mit Menschen gewöhnt sein und etwas Früherziehung genießen. © www.slawik.com
Bereits vor dem Absetzen sollten Fohlen an den Umgang mit Menschen gewöhnt sein und etwas Früherziehung genießen.
© www.slawik.com

Potenzielle Risiken

Die Trennung von der Mutterstute stellt für das Fohlen auf jeden Fall eine Belastung dar. Nach der Trennung von ihrem wichtigsten Sozialpartner sind die Jungtiere naturgemäß schreckhafter und vielleicht auch panisch. Dadurch unterliegen sie in den ersten Tagen einem erhöhten Verletzungsrisiko. Außerdem ist das Immunsystem durch die reduzierte Futteraufnahme und die vermehrte Ausschüttung von Cortisol geschwächt, und die Anfälligkeit für Infektionen steigt. Hinzu kommt, dass es zu einer vorübergehenden Wachstumsdepression kommen kann, weil Wachstumshormone wie IGF-1 (Insulin like growth factor 1) in Stresssituationen in geringeren Mengen ausgeschüttet werden. Untersuchungen haben außerdem gezeigt, dass Verhaltensstörungen wie zum Beispiel Koppen auf das Absetzen zurückführbar sind.

So helfen Sie dem Fohlen

Wie die Studien gezeigt haben, ist es vor allem wichtig, die Fohlen nicht allein zu lassen. Egal, ob gleichaltrige „Leidensgenossen“ oder Nanny-Pferde – in dieser nervenaufreibenden Situation ist der soziale Kontakt zu bekannten Pferden oder Herdenmitgliedern besonders wichtig. Das bedeutet, dass Fohlen führende Stuten unbedingt in Gesellschaft gehalten werden sollen. Aber auch ein vertrauter Umgang mit Menschen kann helfen. Natürlich sollte man die Früherziehung auf ein Minimum beschränken, aber an den Kontakt mit uns Menschen sollten die Fohlen schon vor dem Absetzen gewöhnt sein. Ein gewisses Handling kann man vorab in Ruhe üben, damit in angespannten Situationen ohne Mutter alles glatt läuft. Halfter anlegen und abnehmen sollte das Jungtier dann auf keinen Fall mehr in Schrecken versetzen. Auch sich neben der Mutter führen zu lassen, ist für ein junges Fohlen annehmbar. Ebenso sollte es mit ein paar Monaten die Hufe geben können und sich anstandslos überall am Körper anfassen lassen. Das Fohlen darf bei all diesen Aktivitäten natürlich weder beißen noch treten – auch nicht spielerisch.

Eine plötzliche Futterumstellung, die mit dem Entwöhnen einhergeht, sollte ebenfalls vermieden werden. Mit dem Zufüttern von Kraftfutter kann getrost schon ein paar Wochen vor der endgültigen Trennung begonnen werden. So kann man das Jungtier langsam an seine zukünftige Ration heranführen. Durchs Zufüttern geht das Fohlen auch weniger ans Euter, und die Milchproduktion der Mutterstute reduziert sich – was beim Absetzen eine Erleichterung für die Stute bringt. Um zusätzlichen Stress zu vermeiden, sollte man außerdem auf Impfungen und Wurmkuren in der Zeit des Absetzens verzichten.
Soziale Kontakte zu Gleichaltrigen können das Absetzen erleichtern. © www.slawik.com
Soziale Kontakte zu Gleichaltrigen können das Absetzen erleichtern.
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Wie geht es der Stute?

Worüber es bisher noch überhaupt keine Studien gibt, ist die Auswirkung des Absetzens auf die Muttertiere. Wobei man hier stark zwischen erfahrenen Zuchtstuten, die schon mehrere Fohlen hatten, und Stuten, die zum ersten Mal Mama sind, unterscheiden muss. Erfahrene Stuten nehmen das Absetzen meist äußerst gelassen hin.

Wie bei den Fohlen gilt: Auch die Stute sollte man nach dem Absetzen nicht alleine lassen. Der gewohnte Kontakt mit anderen Pferden und Herdenmitgliedern hilft den Trennungsschmerz leichter wegzustecken. Außerdem zu beachten: Mit dem Absetzen kommt es zu einer Stoffwechselumstellung bei der Stute. Damit die Milchproduktion versiegt, ist es wichtig, das Euter möglichst in Ruhe zu lassen, also weder zu massieren noch abzumelken. Es wird zunächst anschwellen, weil die Milch nicht mehr abgetrunken wird. Aber nach ein paar Tagen sollte diese Schwellung zurückgehen. Abspritzen des Euters mit kaltem Wasser bringt hier zumindest etwas Erleichterung.

Auch Bewegung ist für die Stuten in dieser Phase sehr wichtig. Sie sollten auf keinen Fall nur in der Box stehen, wo der Kreislauf nicht in Schwung kommen kann. Spazieren gehen oder täglicher Koppelgang sind unumgänglich. Auch wenn die Stute wegen der plötzlichen Trennung von ihrem Fohlen nervös ist, kann derartige Beschäftigung helfen. Was Aurich ebenfalls dringend empfiehlt, ist täglich die Temperatur der Stute zu messen. Eine mögliche Euterentzündung kann so schnell erkannt werden - eines der Hauptrisiken für die Stute nach dem Absetzen. Sollte die Temperatur erhöht sein, ist sofort ein Tierarzt zu verständigen.

Scheiden tut weh

Bei aller Vorsorge lässt sich eines trotzdem nicht vermeiden: Der Abschied zwischen Mutter und Kind ist schwer und führt bei beiden zu Stress. Wie stark die Belastung ausfällt, lässt sich allerdings deutlich beeinflussen. Dabei scheinen radikalere Methoden besser zu funktionieren. Sie bedingen zwar kurzfristig ein hohes Stressniveau, helfen aber den Trennungsschmerz schneller zu überwinden. Die Ergebnisse aus Prof. Dr. Aurichs Studie zeigen zudem, dass ältere, ranghöhere Begleitpferde in der ersten Phase der Entwöhnung deutlich beruhigend auf die Absetzer wirken. Wird das Jungtier schon in der Säugeperiode an solche Begleitpferde sowie an den menschlichen Umgang und an eine selbstständige Futteraufnahme gewöhnt, kann man die Belastung bedeutend mildern.

Katharina Zinggl

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Cover November 2017 © Alessandra Sarti
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