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14.03.2018

Roboterjockey in Aktion

Roboterjockeys sollen ab 2025 Pferderennen bestreiten, einen ersten Prototyp gab es anlässlich des Cheltenham Festivals in Großbritannien schon jetzt in Aktion zu erleben. Das beteiligte Pferd scheint allerdings nicht allzu große Freude mit seinem blechernen Steuermann gehabt zu haben.

Erst vor kurzem hat der irische Wettanbieter BetBright einen Zukunftsreport von Dr. Ian Pearson veröffentlicht. Der international anerkannte Futurologe sieht in Pferderennen mit Roboterjockeys im Sattel ab 2025 eine realistische Ergänzung zum konventionellen Rennsport.

Diesen Worten wollte BetBright Taten folgen lassen. In weniger als drei Monaten hat man einen Prototyp zusammengezimmert, der nun der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der Robo-Reiter im Look eines silbernen Low-Budget-C3PO misst stattliche 1,80 m und besteht rundum aus gewichtsarmen Leichtmetall. Ein Gleichgewichtssensor soll für die nötige Balance im Sattel sorgen, Arme und Kopf sind beweglich, anstelle zweier Augen prangt mitten im silbernen Antlizt das Objektiv einer Kamera. Auch sprechen kann der elektronische Jockey. Reiterlich hat er allerdings reichlich Verbesserungspotenzial, wie ein PR-Video schonungslos entlarvt. Das beteiligte Pferd wirkte anlässlich der Unzulänglichkeiten seines leblosen Begleiters eher wenig begeistert. Ihm wäre ein Jockey aus Fleisch und Blut vermutlich deutlich lieber gewesen.
Dabei will man den Vierbeiner durchaus ordentlich auf den Robo-Testlauf vorbereitet haben, wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber Horse&Hound erklärte. Man habe lange Zeit in die Desensibilisierung des Pferdes investiert. Erst mithilfe eines roboterähnlichen Dummys und schließlich mit dem Blech-Jockes selbst. Dass letzterer das Pferd selbständig steuert, ist allerdings nicht mehr als ein Marketing-Gag. Tatsächlich hat man für die PR-Aktion auf ein Pferd gesetzt, das selbst gerne mal die ein oder andere Hürde auch ohne Reiter im Sattel nimmt. Bis Roboterjockeys irgendwann an die Fähigkeiten ihrer menschlichen Vorbilder heranreichen, wird also vermutlich noch einige Zeit vergehen.

Für BetBright Geschäftsführer Marcus Brennan ist dieser Erstversuch dennoch ein überaus gelungener Start in die Entwicklung mechanischer Reiter. "Wir haben in weniger als drei Monaten einen State-of-the-Art-Prototyp gebaut, der ein Pferd galoppieren, Wendungen reiten und sogar springen kann. Er ist wirklich ein unglaubliches Stück Technologie." 

ps
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