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20.04.2011

Rodeowahnsinn in Uruguay

Was den Cowboys das Rodeo, ist ihren südamerikanischen Kollegen das Gaucho-Festival.

Gaucho © Ormando SLR
Das Gauchofestival in Montevideo ist weder pferde- noch reiterfreundlich. Dafür umso spektakulärer.
© Ormando SLR
Während der in der Osterwoche stattfindenden „Semana Criolla“ (Kreolenwoche) werden in Montevideo (Uruguay) wilde, rohe Pferde vor tosendem Publikum das erste Mal mit einem Reiter konfrontiert. Dass dieses Spektakel nicht pferdegerecht abläuft, liegt auf der Hand. Wichtig ist vordergründig die gute Show, wenn die besten Reiter Uruguays, Argentiniens und Brasiliens versuchen sich auf den Rücken der wild bockenden und sich panisch aufbäumenden Rösser zu halten.

Doch die Gauchos sprechen im Zusammenhang mit dem harten Rodeo nicht von Spektakel oder Show, für sie geht es vor allem um die Ehre. Der Tagessieger der unterschiedlichen Rodeobewerbe (mit oder ohne Sattel, mit oder ohne Peitsche,…) darf unter dem Beifall tausender Zuschauer eine Ehrenrunde drehen. Ein magerer Lohn für arge Prellungen, Abschürfungen, Brüche oder gar noch Schlimmeres, denn neben der allgemeinen Pferdequälerei, hat auch so mancher Gaucho wenig zu lachen. Da kann es schon einmal passieren, dass einer von ihnen unter einem Pferdeleib begraben wird oder einen Pferdehuf ins Gesicht bekommt.

Es gibt Dinge, die man als Pferdefreund (oder generell als Frau?) nie verstehen wird. Die Sache mit der Semana Criolla und der Ehre der Gauchos ist wohl eine von ihnen.
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