Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
HV Polo Skyscraper
  • HV Polo  HV Polo
12.11.2015

Rückenschmerzen: Ursache liegt oft im Pferdemaul

Wenn der Pferderücken schmerzt kann das Ursprungsproblem mitunter an ganz anderer Stelle liegen. Häufig sind es Zahnprobleme, die zu Verspannungen und Rittigkeitsproblemen führen.

Verspannungen, Rückenschmerzen und mangelnde Rittigkeit können ihre Usache in Zahnproblemen haben. © www.slawik.com
Verspannungen, Rückenschmerzen und mangelnde Rittigkeit können ihre Usache in Zahnproblemen haben.
© www.slawik.com
Jeder Reiter wünscht sich ein rittiges, reell an der Hand stehendes und willig mitarbeitendes Pferd, das leistungsbereit die Hilfen annimmt und in elastische, schwungvolle Bewegungen umsetzt. Die Realität sieht oft anders aus: Die gewünschte Rittigkeit ist trotz intensiver Bemühungen nicht oder nicht mehr zu erreichen, beim täglichen Training lässt das Pferd Takt und Losgelassenheit vermissen. Der sonst schwingende Rücken scheint blockiert, der Bewegungsablauf nicht mehr natürlich und taktrein.

In solchen Fällen liegt der Verdacht nahe, dass Rückenprobleme die Ursache dafür sein könnten. Doch nicht immer sind Verspannungen oder vermeintliche Blockaden von Wirbeln oder Gelenken der Wirbelsäule Schuld an Rückenschmerzen. Vielmehr kann auch eine Fehlstellung der Zähne oder des Kiefers Auslöser von Verhaltensänderungen und Rittigkeitsproblemen sein.
Regelmäßige Zahnkontrollen und -behandlungen beugen gröberen Problemen vor. © www.slawik.com
Regelmäßige Zahnkontrollen und ggf. -behandlungen beugen gröberen Problemen vor.
© www.slawik.com

Ausweichhaltung verspannt

Pferde mit Zahn- oder Kieferproblemen leiden meistens still. Pferde als Fluchttiere haben nur ein begrenztes Verhaltensrepertoire, um auf ihr Leid aufmerksam zu machen. Sie sind darauf angewiesen, dass der Mensch die Ursache-Symptom-Zuordnung erkennt und korrekt interpretiert.

Bleibt das Problem unentdeckt, versuchen sich Pferde durch kompensatorische Maßnahmen selbst zu helfen: Das Anspannen des Unterhalses, ein Verwerfen oder eine verringerte Nachgiebigkeit im Genick, Anlehnungsprobleme, aber auch Kopf- oder Schweifschlagen oder das Einrollen des Halses sind dabei häufige Reaktionsmuster der von Zahnerkrankungen oder Kieferfehlstellungen betroffenen Pferde.

Eine ausweichende Halshaltung hat in weiterer Folge direkte Auswirkungen auf die Rückenmuskulatur. Über den Schädel stehen die Zähne in enger Verbindung mit der Wirbelsäule. Liegt in der Maulhöhle eine Störung vor, versucht die Muskulatur des Kauapparates durch stärkeres Anziehen des Unterkiefers den mangelhaften Kontakt der oberen und unteren Zahnleisten auszugleichen.

Zahnfehlstellungen, eine unregelmäßige Zahnanatomie, fehlender bis ungleichmäßiger Zahnabrieb aber auch ein übermäßiges Knirschen mit den Zähnen beim Reiten führen zu einer starken Belastung der Kiefergelenke. Das fein austarierte Zusammenspiel von Zähnen, Kiefer, Sehnen, Muskulatur und Kiefergelenk gerät aus dem Gleichgewicht - ein Phänomen, das beim Menschen als Craniomandibuläre Dysfunktion bekannt ist und für gravierende Probleme, von starken Schmerzen bis hin zu Schwindel, Lichtempfindlichkeit und Panikattacken reichen kann.

Aus diesem Grund sollte auch für Pferde gelten: Mindestens einmal, besser zweimal im Jahr sollten Zähne und Kiefer von einem Pferdezahntierarzt auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. So können mögliche Probleme bereits im Ansatz erkannt und beseitig werden.

Quelle: aid
  • Das könnte Sie auch interessieren