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11.08.2013

Scara Boa und Sa Coeur sind neue Dressurpferde-Weltmeister

Die Weltmeisterschaft der Jungen Dressurpferde lockte auch in diesem Jahr wieder tausende Pferdebegeisterte nach Verden (GER). Während es bei den Fünfjährigen mit Scara Boa eine Überraschungssiegerin gab, konnte der Sir Donnerhall-Sohn Sa Coeur bei den Sechsjährigen seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen.

Vielleicht nicht die Spektakulärste, aber die insgesamt Überzeugendste: Scara Boa  erhielt für die Durchlässigkeit die Traumnote 10 und holte Gold bei den Fünfjährigen. © Karl-Heinz Frieler
Vielleicht nicht die Spektakulärste, aber die insgesamt Überzeugendste: Scara Boa erhielt für die Durchlässigkeit die Traumnote 10 und holte Gold bei den Fünfjährigen.
© Karl-Heinz Frieler
Mit der Höchstnote 10,0 für die Durchlässigkeit und einer Gesamtnote von 9,50 überzeugte die Hannoveranerstute Scara Boa von Scolari aus einer Wolkenstein II-Mutter das Richtergremium und holte Gold in der Kategorie der Fünfjährigen. Vor dem Finale hatte wohl kaum einer auf die Fuchsstute aus der Zucht von Rixta Stolter und dem Besitz von Ingo Pape gesetzt, selbst Scara Boas Reiterin Lena Stegemann zeigte sich freudig überrascht über den Erfolg: „Wir waren ja schon froh, als klar war, dass wir für die WM in Verden nominiert sind. Das war schon toll. Ich hätte nie gedacht, dass wir hier gewinnen….“ Scara Boa wusste vor allem durch ihre Grundqualität und ihre enorme Rittigkeit zu überzeugen, denen die Richter an diesem Tag den Vorzug gegenüber spektakulären Bewegungen gaben.

Auch Rang zwei ging an ein deutsches Pferd, in dessen Sattel allerdings ein Däne saß: Floricello, Oldenburger Dunkelfuchs von Florencio I-Dormello aus der Zucht von Georg Sieverding, wurde von Andreas Helgstrand auf den Silberrang geritten (8,72). Floricello schaffte den Weg ins Finale über den Sieg im so genannten kleinen Finale der Fünfjährigen und glänzte vor allem mit der Trabnote von 9,8. Bronze ging an eine niederländische Paarung: Der KWPN-Hengst Dorado von Krack C-Rousseau kam unter seiner Reiterin Emmelie Scholtens auf  8,70 Punkte.

GHPC-Nachwuchshoffnung Glock’s Zonik verpasste unter seinem Reiter Hans Peter Minderhoud mit einer Wertnote von 8,02 und Rang 13 nur knapp das Finale der besten zwölf. Im kleinen Finale am Freitag schloss der hoch-veranlagte Blue Hors Zack-Sohn, der erst vor wenigen Monaten in den Besitz des Industriellen Gaston Glock gewechselt war, mit einer Gesamtnote von 7,86 schließlich auf dem etwas enttäuschenden achten Rang.

Sa Coeur macht's nochmal

Bei den Sechsjährigen ging die WM-Krone an keinen Unbekannten. Mit 9,2 holte Sa Coeur von Sir Donnerhall – Don Davidoff unter seiner Reiterin Eva Möller seinen zweiten Weltmeistertitel in Folge. Sechsjährig hat der dunkelbraune Oldenburger nichts von seiner Qualität verloren, nur die Reiterin ärgerte sich im Finale. „Ich habe Fehler gemacht, weil ich etwas verändert habe und er war irritiert. Das war meine Schuld und ich war nicht sicher, ob es für den Titel reicht", unterstrich die Berufsreiterin.
Die Reiterin war froh und erleichtert: Eva Möller ritt den Weltmeister des Jahres 2012 – Sa Coeur von Sir Donnerhall – Don Davidoff – erneut zum WM-Titel. © Karl-Heinz Frieler
Die Reiterin war froh und erleichtert: Eva Möller ritt den Weltmeister des Jahres 2012 – Sa Coeur von Sir Donnerhall – Don Davidoff – erneut zum WM-Titel.
© Karl-Heinz Frieler
Die Silbermedaille ging mit 8,92 Punkten an ein weiteres deutsches Pferd, die Westfälin Damon’s Delorange. Weltcupsiegerin Helen Langehanenberg stellte die Damon Hill-Rubin-Royal-Tochter in Verden vor, die, wie ihr berühmter Herr Papa, der derzeit auf Rang zwei der FEI-Dressurweltrangliste rangiert, mit hervorragenden Grundgangarten überzeugte. Einen Riesensprung nach vorne, nämlich von Platz 13 in der Qualifikation auf den Bronzerang, gelang Discovery. Der Oldenburgerwallach von Dimaggio-Classiker brachte es unter seinem Reiter Heiner Schiergen auf 8,80 Punkte.

Insgesamt geriet das WM-Finale der sechs Jahre jungen Dressurpferde praktisch zur rein inner-deutschen Konkurrenz: Mit drei Oldenburgern, zwei Westfalen, zwei Hannoveranern und einem Mecklenburger stellte die deutsche Warmblutpferdezucht die ersten acht des Finalrankings, zwei niederländische KWPN-Pferde komplettierten mit den Plätzen neun und zehn die Top Ten. Ein Umstand, den der Präsident der World Breeding Association for Sport Horses (WBFSH), Jan Pedersen, etwas bedauerte, nachdem im Finale der Fünfjährigen mehr Internationalität gegeben war. Dr. Klaus Miesner, Leiter der Abteilung Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), sah das naturgemäß anders und unterstrich, wie sehr die Vielfalt der Verbände und der Nationen generell gewachsen sei. Aus 13 Zuchtgebieten kamen die WM-Teilnehmer bei den sechsjährigen Pferden, aus 12 Verbänden bei den fünfjährigen Pferden. Insgesamt kamen Reiterinnen und Reiter aus rund 20 Nationen zu den Weltmeisterschaften der Jungen Dressurpferde nach Verden.

Alle Ergebnisse im Detail können Sie hier nachlesen.
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