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11.01.2016

Schluss mit lustig: Tierschützer fordern Pferdeverbot bei Karnevalsumzügen

Karneval und Pferd haben eine lange gemeinsame Tradition. Weil die alljährlichen Aufmärsche in der wilden Faschingszeit jedoch immer wieder mit bisweilen schwerwiegenden Verletzungen bei Mensch und Tier einhergehen, fordern Tierschützer nun ein generelles Pferdeverbot im Straßenkarneval.

Tierschützer fordern: Faschingsumzüge künftig bitte ohne Pferde © www.slawik.com
Tierschützer fordern: Faschingsumzüge künftig bitte ohne Pferde
© www.slawik.com
„Der Einsatz von Pferden bei Karnevalsumzügen ist unverantwortlich. Durch den Lärm, die Menschenmassen und das hektische Treiben sind Mensch und Tier einem enormen Risiko ausgesetzt“, meint Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA Deutschland. Tatsächlich werden jedes Jahr Menschen und Tiere bei Karnevalsumzügen zum Teil schwer verletzt.

Ohrenbetäubende Musik, grölende Narren und herumfliegende Gegenstände sind nur etwas für starke Pferdegemüter. Und selbst für die stoischsten Vierbeiner mit dem unerschütterlichsten Nervenkostüm kommt einmal der Punkt, wo die gute Erziehung vergessen ist und der Fluchtinstinkt siegt. In solchen Fällen besteht höchste Gefahr für alle Beteiligten.

„Für die Feiernden ist der Umzug ein Vergnügen, für die Pferde hingegen purer Stress“, sagt Höffken und verweist auf den Zugmarschall des Mainzer Carneval-Vereins, Kay-Uwe Schreiber, der 2013 kurz nach dem Rosenmontagszug in Mainz einen pferdefreien Umzug forderte. Er begründete dies mit der hohen Unfallgefahr und dem Stress, dem die Pferde ausgesetzt sind. „Aufgrund des hohen Stresses, treten während und nach Karnevalsumzügen häufig Koliken auf, die zum Kreislaufversagen und in der Folge zum Tod der Pferde führen können“, berichtet die Pferdeschutzinititative 2015. Auch sie fordert ebenso wie Peta ein generelles Verbot von Pferden im Straßenkarneval.
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