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24.11.2011

Schneckenprobleme

oder, wie sich manche Probleme durch einen gezielten Tritt ganz einfach lösen lassen.

RI 201112 © Shutterstock
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Die Kollegin ist, vorsichtig ausgedrückt, etwas unrund zur Zeit. Und ausnahmsweise sind einmal nicht die Pferde, sondern eine Schnecke der Grund dafür. Vier Tage lang war sie ohne Heizung und – was noch schlimmer ist – ohne Warmwasser. Natürlich am Wochenende, natürlich bei Minusgraden. Sonst gilt es ja nicht. Wenn schon Heizungsausfall, dann richtig. Da ist es auch kein Trost, dass die Heizanlage erst eineinhalb Jahre in Betrieb ist. Am Montag konnte sie auch nicht in die Redaktion kommen, um sich aufzuwärmen, da musste sie auf den Heizungstechniker warten. Der kam, sah, befand, dass die Schnecke schuld ist, und ging wieder. Der Motor, der sie antreibt, sei zu schwach, deswegen transportiere sie das Heizgut nicht weiter. Das wusste er auch schon vor einem Jahr, aber besser ist es, man testet das aus. Am besten im Winter. Also warten auf eine neue Schnecke mit einem stärkeren Antrieb. Und einen weiteren Tag frieren. Das Haus lässt sich mittlerweile gesamthaft als Kühlschrank nutzen.

Heute endlich Auftritt des Technikers in Begleitung einer neuen Schnecke. Allerdings: Bevor er dem antriebsschwachen Teil zu Leibe rückt, will er noch etwas versuchen. Beherzt tritt er gegen das Schneckenhaus – die Schnecke hüstelt ein wenig und setzt sich in Bewegung. Den Kommentar der Kollegin will ich hier nicht wiedergeben, er ist nicht ganz jugendfrei. Man könnte ihn ungefähr wie folgt umschreiben: Sie hätte es ungemein zu schätzen gewusst, wenn der freundliche Handwerker sie ein wenig früher auf die Möglichkeit der Störungsbehebung durch einen gezielten Tritt hingewiesen hätte.