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26.08.2012

Schock für Csandl: Solitaire Legacy eingeschläfert

Der österreichische Top-Voltigierer, der soeben von einer enttäuschenden Weltmeisterschaft aus dem französischen Le Mans heimgekehrt ist, muss einen weiteren schweren Schicksalsschlag verkraften. Sein britisches Pferd Solitaire Legacy, mit dem der Wiener erst seit 13 Monaten ein Team bildet, lebt nicht mehr.

Herber Verlust für Voltigierass Stefan Csandl: Sein vierbeiniger Voltigierpartner Solitaire Legacy starb unmittelbar nach der Heimkehr von der WM in  Le Mans. © Daniel Kaiser
Herber Verlust für Voltigierass Stefan Csandl: Sein vierbeiniger Voltigierpartner Solitaire Legacy starb unmittelbar nach der Heimkehr von der WM in Le Mans.
© Daniel Kaiser
Der elfjährige Hannoveraner musste am Donnerstag eingeschläfert werden, nachdem er nach der 800 Kilometer langen Heimreise zurück in Temple Herdewyke in der Grafschaft Warwickshire im mittleren England angekommen war. Nachdem das Tier vom Transporter geführt wurde, brach es plötzlich zusammen. Auch mit ärztlicher Hilfe konnte Solitaire Legacy nicht reanimiert werden. Grund für den plötzlichen Tod ist offenbar ein Herzfehler, der vor 18 Monaten diagnostiziert wurde, einer Laufbahn des Tieres als Voltigierpferd aber nach ärztlichen Einschätzungen nicht im Wege stand.

„Ich bin so unglaublich traurig. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr es mich berührt“, sagt Besitzerin Julie Newell, die den Fuchs als Longenführerin in zahlreichen Wettkämpfen präsentierte. Auch Csandl zeigte sich geschockt. Gemeinsam hatte das Trio große Pläne für die Zukunft, wollte unter anderem beim anstehenden Winter-Weltcup wieder in die internationale Spitze vordringen. Nach dem fantastischen Sieg beim CHIO in Aachen im Juli (siehe hier) galt das britisch-österreichische Gespann zu den Top-Favoriten auf den WM-Titel. Im französischen Pferdesportzentrum Boulerie Jump musste der 24-jährige Csandl, bis dato zielstrebig auf Medaillenkurs liegend, aber mit einem verpatzten Technikprogramm seine Hoffnungen auf Edelmetall begraben und landete in der Endabrechnung auf einem für sein Potenzial desolaten Rang acht.

Tragisches Déjà vu

Besondere Tragik erlangt der Tod von Solitaire Legacy für Stefan Csandl, da es bereits der zweite Verlust seines Erstpferdes innerhalb von nicht einmal zwölf Monate war. Die Parallelität der Ereignisse ist dabei erschreckend: Fast exakt vor einem Jahr (5. September 2011) musste sein damaliger Partner Power Rush ebenfalls eingeschläfert werden. Der zwölfjährige Westfalen-Wallach war damals kurz nach den Europameisterschaften (ebenfalls in Le Mans) auf der Koppel gestürzt und hatte sich den vierten Halswirbel gebrochen. Das Championat im Vorfeld hatte er nicht bestreiten können, da er kurz vor der Abreise aufgrund eines Chips, der zuvor keinerlei Probleme bereitet hatte, lahmte. Der Unfall auf dem Auslauf folgte nur wenige Tage nach dem erfolgreichen Eingriff in einer Wiener Tierklinik.
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