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20.11.2012

Schockemöhle: „Mit Totilas ist alles schief gelaufen“

Seit dem Kauf des „Wunderpferdes“ im Herbst 2010 findet Mitbesitzer Paul Schockemöhle nun erstmals klare Worte für die Misserfolgsserie, die sich seither um das teuerste Dressurpferd aller Zeiten rankt.

Damit es 2012 sportlich wieder bergauf gehen kann, soll Totilas vorerstnicht mehr  als Deckhengst zur Verfügung stehen. © Tomas Holcbecher
Damit es 2013 sportlich wieder bergauf gehen kann, soll Totilas vorerstnicht mehr als Deckhengst zur Verfügung stehen.
© Tomas Holcbecher
„Mit Totilas ist eigentlich alles schief gelaufen, was schief laufen konnte", sagt jener Mann, der Totilas, den holländischen Mehrfach-Weltrekordhalter und Publikumsmagneten, 2010 für geschätzte zehn Millionen Euro nach Deutschland geholt hatte. Im Interview mit dem Spiegel Online findet Schockemöle erstmals ganz klare Worte zur Totilas-Misere.

Mit dem großen Ziel unter seinem neuen Reiter Matthias Alexander Rath, Stiefsohn  von Totilas-Mitbesitzerin Ann Kathrin Linsenhoff, Olympiagold für Deutschland zu holen, hatte der Hengst unter großem medialem Getöse seinen Besitzer gewechselt. Doch statt erhoffter Rekorde und Medaillen hagelte es Niederlagen, Kritik und Häme. Erst verpasste das Duo bei der EM 2011 eine Einzelmedaille, dann folgte eine Verletzungsserie bevor ein peinlicher Auftritt bei der Hengstschau in Vechta Anfang Februar die Fangemeinde schockierte. Wieder zurück im Turnierzirkus versetzten unschöne Rollkur-Bilder beim Abreiten in Hagen die Reiterwelt in Aufruhr. Nachdem sich das Team Totilas bei der Deutschen Meisterschaft in Balve zwei mal mit Silber hinter der neuen deutschen Meisterin Helen Langehanenberg begnügen mussten stand auch schon die nächste Katastrophe ins Haus: Weil Matthias Rath am Pfeiffer’schen Drüsenfieber erkrankte, musste auch das Projekt Olympia als gescheitert angesehen werden.

Doch mit dieser Negativserie soll nun Schluss sein, 2013 wurde zum Jahr der Entscheidung erkoren. Damit Totilas sportlich wieder glänzen kann, wird der Hengst vorerst nicht mehr für die Zucht zur Verfügung stehen. "Im nächsten Jahr wird ausschließlich der Sport im Vordergrund stehen“, bestätigte Paul Schockemöhle gegenüber dem Spiegel Online. Die finanziellen Einbußen, die dadurch entstehen, sind beträchtlich. Dass es sportlich wieder bergauf geht, dafür soll Hollands Sjef Janssen sorgen, der sich seinem prominentesten Schülerpaar vermutlich mit besonderer Aufmerksamkeit widmen wird. Die Kapazitäten für eine Spezialbetreuung dürften zumindest vorhanden sein, zumal Janssen erst vor kurzem die Zusammenarbeit mit zwei seiner erfolgreichsten Schüler, Adelinde Cornelissen (NED) und Patrik Kittel (SWE), beendet hat.

Für 2012 hat die Familie Rath bereits bekann gegeben, dass es keinerlei Starts mehr von Totilas  geben wird – die Hoffnungen richten sich konzentriert auf 2013. Und sterben bekanntlich zuletzt: "Wir sind noch optimistisch", sagt Schockemöhle.

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