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14.02.2013

Schwedens verlorene Pferde

Der aktuell grassierende Pferdefleischskandal ist um eine bizarre Episode reicher: In Schweden rätselt man derzeit über den Verbleib von jährlich 9.000 Pferden. Die Vermutung, dass sie ein unrühmliches Ende in einem der Schlachthöfe Europas gefunden haben, liegt nahe.

In Schweden rätselt man derzeit über den Verbleib von rund 9.000 Pferden jährlich. © Antje Lindert-Rottke - Fotolia.com
In Schweden rätselt man derzeit über den Verbleib von rund 9.000 Pferden jährlich.
© Antje Lindert-Rottke - Fotolia.com
Wie die schwedische Tageszeitung „Skanska Dagblat“ gestern in ihrer Online-Ausgabe berichtete, bewegt sich die Diskrepanz zwischen den statistisch erfassten Schlachtzahlen und den am Jahresende aus den Beständen von Züchtern und Betrieben verschwundenen Pferden in der Höhe von rund 9.000 Tieren jährlich. Es sei anzunehmen, dass die verschwundenen Pferde vornehmlich in osteuropäischen Fleischfabriken gelandet seien, denn auch in Schweden findet Pferdefleisch, wie im überwiegenden Teil Europas, nur mäßigen Absatz.

Damit einher geht das Problem, dass niemand weiß, unter welchen Bedingungen die Pferde zu den Schlachthöfen transportiert worden sind. Die Vermutung, dass die üblichen Mindeststandards für den Transport von Tieren bei derartigen inoffiziellen Fuhren nicht eingehalten werden, drängt sich geradezu auf.

Zudem zeigt man sich besorgt, dass auch Pferde, die grundsätzlich nicht zur Schlachtung freigegeben worden sind weil sie für den Menschen potentiell gefährliche Medikamente erhalten haben, in die Lebensmittelkette gelangt sein könnten. Sowohl der schwedische Bauernbund LRF als auch der Verband der Pferdezüchter seien nun dabei, dem Verbleib der Tiere nachzugehen.

Quelle
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