Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
17.07.2011

Shutterfly geht in Pension

Meredith Michaels-Beerbaum verabschiedete heute (17. Juli) beim CHIO Aachen ihr Erfolgspferd aus dem großen Sport.

Shutterfly und Meredith Michaels Beerbaum © Kit Houghton/FEI
Das Erfolgsduo Meredith Michaels-Beerbaum und Shutterfly drehen beim CHIO in Aachen eine letzte Ehrenrunde. (Archivfoto)
© Kit Houghton/FEI
Die Entscheidung dazu fiel spontan. „Der Erfolg im Warsteiner-Preis am Mittwoch war einfach sensationell, ich war überwältigt“, so Michaels-Beerbaum. Nach eigenen Angaben habe sie zusammen mit Ehemann Markus lange überlegt und sich heute Vormittag entschieden, nicht mehr im abschließenden Rolex Grand Prix anzutreten. „Das ist mein Dankeschön an Shutterfly. Er ist das beste Pferd der Welt und er hat es einfach verdient, vor dem besten Publikum der Welt verabschiedet zu werden“, begründet Meredith Michaels-Beerbaum ihren Entschluss. Unter dem Applaus zehntausender Besucher erhielt das Top-Pferd einen gebührenden Abschied vom Sport.

Vom Struwelpeter zum Überflieger

Über viele Jahre hinweg haben Meredith Michaels-Beerbaum und Shutterfly ihren Sport geprägt. 7-jährig kam Shutterfly – damals noch unter dem Namen „Struwelpeter“ – in den Stall von Markus und Meredith Beerbaum. Weil die amerikanische Besitzerin Nancy Clark den komplizierten deutschen Namen nicht aussprechen konnte, wurde er kurzerhand in „Shutterfly“ umgetauft. 2011 startete Shutterfly bereits zum zehnten Mal in der Aachener Soers beim CHIO, und auch bei der WM 2006 war er dabei – und holte Bronze. 2005 konnte die Paarung den Großen Preis von Aachen, den heutigen Rolex Grand Prix, gewinnen. Insgesamt vier Mal gehörten sie der siegreichen deutschen Nationenpreis-Equipe von Aachen an.

Überraschungssieg im Großen Preis

Shutterflys Abdanken blieb jedoch nicht die einzige Überraschung an diesem Tag. Der 30-jährigen Janne Friederike Meyer (GER) gelangen als einziger Reiterin zwei fehlerfreie Umläufe. Ein Stechen war damit nicht mehr nötig und die Senkrechtstarterin der Springreiterszene gewann vor 46.000 Zuschauern den Rolex Grand Prix. Es ist der größte Einzelerfolg ihrer Karriere, für den die gebürtige Hamburgerin ein Preisgeld von 110.000 Euro kassierte.
Janne-Friederike Meyer siegte überraschend im Großen Preis von Aachen © www.chioaachen.de
Die Deutsche Janne-Friederike Meyer siegte überraschend im Großen Preis von Aachen.
© www.chioaachen.de
„Ich kann es gar nicht glauben, ich muss diesen Schock erstmal verdauen. Ich hätte mir nie erlaubt davon zu träumen, hier mal zu gewinnen. Das ist wirklich der schönste Tag in meinem Leben. Wir haben uns jedes Jahr weiter entwickelt, ich habe hart dafür gearbeitet, und ich bin wahnsinnig stolz. Letztes Jahr hatten wir noch zwei Fehler, und dass es heute hier möglich war, zu gewinnen, ist wirklich unglaublich“, sagte Meyer, die frenetisch vom Heimpublikum gefeiert wurde. „Es gab schon ein paar Klippen im Parcours aber auf den letzten Sprung hin wusste ich, jetzt klappt es.


Zweiter wurde der Franzose Kevin Staut mit Silvana vor dem deutschen CHIO-Debütanten Andreas Kreuzer mit Chacco-Blue.

Quelle:
www.chioaachen.de

Ergebnisse ROLEX Grand Prix, Sonntag, 17. Juli

1. Cellagon Lambrasco - Janne-Friederike Meyer (GER)
2. Silvana de Hus - Kevin Staut (FRA)
3. Chacco-Blue - Andreas Kreuzer (GER)
4. Winningmood - Luciana Diniz (POR)
5. Gotha - Ludger Beerbaum (GER)
6. Corradina - Carsten-Otto Nagel (GER)
7. Action-Breaker - Sergio Alvarez Moya (ESP)
8. Catoki - Philipp Weishaupt (GER)
9. Eurocommerce New Orleans - Gerco Schröder (NED)
10. Carlina - Pius Schwizer (SUI)