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27.08.2014

Silbermedaille für Pepo Puch

Auch wenn es für den obersten Stockerlplatz nicht ganz reichte, strahlte Pepo Puch nach der Siegerehrung im WM-Individual Test im Grade Ib der Para-Reiter: Mit seiner Stute Fine Feeling S kam er auf 74,793 % und holte sich damit die Silbermedaille.

Pepo Puch kann sich nach Gold in London und Herning auch über Silber in Caen freuen. © Tomas Holcbecher
Pepo Puch kann sich nach Gold in London und Herning auch über Silber in Caen freuen.
© Tomas Holcbecher
Für Pepo gab es also die erste Medaille bei Weltreiterspielen, er selbst sah nach seinem Ritt eigentlich schwarz. "Es war zwar ein harmonischer Ritt, aber der zündende Funke hat gefehlt! Ich war schon zeitig dran und ich wusste nicht, ob ich es mit dieser Wertung überhaupt unter die ersten Fünf schaffe!"
Pepo mit Präsidentin, Tochter und eigenem Fanclub. © Tomas Holcbecher
Pepo mit Präsidentin, Tochter und eigenem Fanclub.
© Tomas Holcbecher
Aber dann gelang es nur einem einzigen Reiter einen perfekteren Ritt hinzulegen als der gebürtige Steirer, nämlich dem britischen Para-Profireiter Lee Pearson, der in seiner Karriere bisher nicht weniger als neun Paralympics-Goldmedaillen holte. Für seine Verdienste wurde er in seinem Heimatland in den Order of the British Empire aufgenommen, in Caen gab es für seinen Ritt 77,310 % und die Goldmedaille.
Die Medaillengewinner im Grade Ib: Pepo Puch, Lee Pearson, Nicole Den Dulk (v.l.n.r.) © Tomas Holcbecher
Die Medaillengewinner im Grade Ib: Pepo Puch, Lee Pearson, Nicole Den Dulk (v.l.n.r.)
© Tomas Holcbecher
Aber es wäre nicht Pepo Puch, würde er der Goldmedaille nachtrauern. Im Gegenteil, er strahlte über Silber wie ein kleines Kind: "Das ist eben das Tolle an unserem Sport, dass es auf die Leistung ankommt. Und Lee ist genau so ein Wettkampftyp wie ich!"
Bernd Brugger konnte mit der WM zufrieden sein. © Tomas Holcbecher
Bernd Brugger konnte mit der WM zufrieden sein.
© Tomas Holcbecher
Als erster Reiter des dritten Wettkampftages eröffnete Bernd Brugger mit dem eleganten Denigo den Bewerb der Grade III Para-Dressur. Sein 13jähriger brauner Wallach präsentierte sich gegenüber dem Team-Test viel frischer und Bernd kann diesmal auch Galopp-Touren zeigen, die ausnahmslos gut gelingen. Im Team-Test standen ja nur Lektionen in Schritt und Trab auf dem Programm, aber Brugger beherrscht dank seiner profunden Reitausbildung (der Wahlhamburger war u.a. Bereiter an der Spanischen Hofreitschule) die dritte Gangart auch perfekt. Am Ende gibt es für ihn wieder Rang 11.
Österreicher zeigen bei der WEG 2014 gewaltig auf. © Tomas Holcbecher
Österreicher zeigen bei der WEG 2014 gewaltig auf.
© Tomas Holcbecher

Calvados oder Whisky?

Die erste Medaille für Österreichs Reining-Team bei Weltreiterspielen wurde am Dienstagabend natürlich ausgiebig gefeiert. Unsereiner war froh, nach einem 16-Stunden-Arbeitstag noch einen kleinen Salat im Bistro um die Ecke zu bekommen und dazu ein süffiges belgisches Bier zu trinken. Aber die vier Westernreiter konnten es so richtig krachen lassen und feierten in Cabourg ausgiebig. Chef d'Equipe Frank Spadinger achtete darauf, dass es auch mit Stil abläuft, denn als Martin Mühlstätter, Rudi Kronsteiner, Markus Morawitz und Tina Künstner-Mantl zum Abschluss Whisky bestellen wollten, wie es sich halt in dieser amerikanischen Sportart gehört, da konnte er sie doch noch davon überzeugen, dass man im Land der Äpfel sei und ein Calvados angebrachter wäre. Gott sei Dank gab es die gleich in richtig großen Gläsern! Nach sechs Runden von diesem bekannte Teamchef Gerold Dautzenberg am nächsten Tag: "Das halte ich auf die Dauer nicht mehr durch, ich bin tot!"

Weniger entspannt ging es bei den internationalen Fotografen zu. Nach einem Eklat zwischen einem holländischen Kollegen (der schon zig Championate auf dem Buckel hat) und der Security, die fast handgreiflich endete, gab es eine offizielle Erklärung des Presse Managers der Spiele und neue Anweisungen wann, wo und wie man zu fotografieren hat. Freunde macht man sich so aber keine und da kommen einem die täglich neuen Werbebroschüren für die Normandie, die ausgeteilt werden, wie ein Hohn vor. Aber egal, wir vom österreichischen Team konzentrieren uns auf das Sportliche. Und da läuft es ja hervorragend!
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