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18.03.2016

Skandalfestival Cheltenham: Schon fünf Pferde gestorben

Das britische Cheltenham Festival gehört zu den renommiertesten Rennveranstaltungen des Landes. Leider auch zu den tödlichsten. Die ersten drei Renntage der diesjährigen Auflage forderten bereits fünf Pferdeleben.

Cheltenham gilt als das tödlichste Rennen Großbritanniens. © Seabird75 - Fotolia.com
Cheltenham gilt als das tödlichste Rennen Großbritanniens.
© Seabird75 - Fotolia.com
Mit über 50 Todesfällen seit dem Jahr 2000 hält das Cheltenham Festival den traurigen Rekord des tödlichsten Rennens in Großbritannien. Und es sieht nicht so aus, als ob sich daran so schnell etwas ändern würde. Ganz im Gegenteil. Denn obwohl die prestigeträchtige Rennveranstaltung, die bei Royals, Celebrities und Normalsterblichen gleichermaßen beliebt ist, für dieses Jahr noch gar nicht abgeschlossen ist, haben bereits fünf Pferde den Tod auf dem Geläuf gefunden.

Besonders verlustreich verlief der Eröffnungstag, der gleich drei Pferdeleben forderte. Die siebenjährige mitfavorisierte The Govaness stürzte am letzten Hindernis des OLBG Mare’s Hindernisrennen, Pont Alexandre brach während des National Hunt Chase, einem Hindernisrennen für Amateurreiter, zusammen, und Rezorbi, ein fünfjähriger Wallach, verletzte sich an einem der letzten Sprünge des Brothers Novice Handicap Chase derart schwer, dass er ebenfalls erlöst werden musste.

Die traurige Zahl der Todesfälle wurde nur einen Tag später auf vier erhöht. Der siebenjährige irisch gezogene Wallach No More Heroes kam an vierter Stelle liegend unmittelbar vor dem Ziel zu Sturz. Dabei zog er sich eine irreparable Sehnenverletzung zu und wurde eingeschläfert.

Und auch Tag drei des Festivals blieb nicht ohne Verlust. In einem der letzten Hindernisrennen des Tages kam Niceonefrankie schwer zu Sturz und war nicht mehr zu retten. Auch dem siebenjährigen irisch gezogenen Wallach wurde die Länge des Rennens zum Verhängnis. Der Unfall ereignete sich kurz vor dem Zieleinlauf.

Die britische Rennsportbehörde reagierte auf die neuerlichen Todesfälle in üblicher Manier. Man sei in Gedanken bei den Besitzern, Trainern und den Pflegern, die den Pferden nahe standen. „Die British Racehorse Association arbeitet eng mit Cheltenham sowie allen anderen britischen Rennveranstaltern zusammen, um stets den höchstmöglichen Sicherheitsstandard zu gewährleisten“, hieß es in einer Aussendung. „Jedes der verunglückten Pferde wurde sofort versorgt und professionell vom Veterinärsteam des Rennvereins in Cheltenham betreut.“

Trotz der zahlreichen Verluste in Cheltenham gehe der Rennsport in die richtige Richtung, meint die BRA. „Wir protokollieren und überprüfen alle Verletzungs- und Todesfälle, die sich im Rennsport ereignen um einen Tendenz ablesen zu können. In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Anzahl der tödlich verunglückten Pferde um ein Drittel reduziert. 2015 konnten wir den bislang niedrigsten Wert mit 0,18 % Todesfällen gemessen an der Gesamtzahl der Starter, verzeichnen.“

Eine traurige Ausnahme in diesem positiven Trend bleibt Cheltenham wohl weiterhin. “Trotz aller Beteuerungen, dass das Wohlergehen der Pferde stets oberste Priorität habe, bleibt Cheltenham ein Friedhof für Pferde“, sagte Dene Stansall von der Tierschutzorganisation Animal Aid. Dass es hier immer wieder zu schweren Stürzen kommt, sei alles andere als überraschend. Die Pferde würden bis ans absolute Limit ihrer Leistungsfähigkeit getrieben – und darüber hinaus. Die Todesfälle seien nichts weiter als eine logische Konsequenz dieser Vorgehensweise.
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