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17.03.2011

Slovenische Lipizzaner vergiftet?

Schock in Lipica: Nach einer Aufführung zeigten zwölf Pferde plötzlich starke Koliksymptome. Vier Pferde fanden den Tod.

Mysteriöse Todesfälle in Lipica © Endless Summer
© Endless Summer
Wie die APA meldet, ist nach einer Vorführung in der neuen Laibacher Mehrzweckhalle vergangene Woche ein Lipizzanerhengst verendet. Drei weitere Pferde mussten aufgrund starker Koliksymptome eingeschläfert werden. Nach Aussagen der Gestütsleitung sind neun weitere Pferde in intensiver Behandlung. Gestütsdirektor Tomi Rumpf äußerte die Vermutung, dass die Pferde vergiftet wurden.

Sorgenkind Lipica

Seit Jahren steckt das slovenische Staatsgestüt tief in den roten Zahlen. Immer wieder gab es Berichte über Unregelmäßigkeiten in der Haltung der Pferde, zudem gab es seit 2003 bereits drei ungewöhnliche Todesfälle unter den weltberühmten Schimmeln. Die Vorführung in Stozice, für die tausende Eintrittskarten verkauft worden waren, sollte dazu dienen das schlechte Image des Gestüts wieder ins rechte Licht zu rücken.

Mehr als ein Zufall?

Bei einer Pressekonferenz am Dienstag (15. März) sagte Rumpf, dass derartige Todesfälle zwar weltweit in Gestüten vorkommen würden, allerdings nicht „in so kurzem Zeitabstand“. Die Kolikfälle wären jeweils nach größeren Vorführungen aufgetreten, dieses Mal seien insgesamt zwölf Pferde betroffen, alle hätten Symptome einer Vergiftung gezeigt. Aus diesem Grund wurde bereits die Kriminalpolizei eingeschaltet.
Das slovenische Gestüt gilt seit Jahren als Sorgenkind. © Her Own Journey
© Her Own Journey
Schimmeliges Futter, das den Pferden laut Medienberichten angeblich vorgelegt worden sei, soll jedenfalls nicht Schuld an den Kolikfällen sein. Das Futter im Gestüt werde strengsten Kontrollen unterzogen, hieß es. Trotzdem kündigte die Direktorin der slowenischen Veterinärverwaltung, Vida Cadonic Spelic, eine zusätzliche Kontrolle des Futters an. „Wenn wir die Ursache selbst nicht finden können, werden wir Futterproben und Gewebsproben der Pferde ins Ausland schicken, weil wir dieser Angelegenheit auf den Grund gehen wollen“, betonte Spelic.
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