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30.05.2012

Sonne ohne Reue

Das Licht der Sonne ist nicht nur für uns Menschen ein Lebenselixier, sondern auch für unsere Pferde. Doch die Sonneneinstrahlung hat auch ihre Schattenseiten. Sonnenbrand ist ein lästiges, manchmal sogar sehr schmerzhaftes Problem, unter dem nicht nur wir Menschen leiden.

Vor allem Pferde mit großen Blessen und rosa Haut, wie dieses Painthorse, sind besonders anfällig für Sonnenbrand. © Jetta - Fotolia.com
Vor allem Pferde mit großen Blessen und rosa Haut, wie dieses Painthorse, sind besonders anfällig für Sonnenbrand.
© Jetta - Fotolia.com
Vor allem Schimmel, aber auch Pferde mit großen, hellen Abzeichen an Kopf und Gliedmaßen gelten als besonders anfällig. Kommt hierzu auch noch eine dünne Behaarung, wird die darunterliegende Haut nicht mehr ausreichend vor der Sonneneinstrahlung geschützt. 

Als Folge reagiert die Haut mit geröteten, häufig auch leicht geschwollenen Stellen, die kleine Bläschen bilden und im fortgeschrittenen Stadium verschorfen und großflächig abblättern. Wird ein solcher Sonnenbrand nicht entdeckt und ist das Pferd dem Sonnenlicht weiterhin exzessiv ausgesetzt, können sich die wunden Stellen ausdehnen und entzünden. Die dabei entstehenden Krusten, hinterlassen nach ihrer Ablösung nässende, schlecht heilende Hautpartien zurück.
Doch nicht nur die Pigmentierung kann für eine starke Lichtempfindlichkeit verantwortlich sein, auch Stoffwechsel-verändernde Substanzen gelten als Ursache für ein erhöhtes Risiko für Verbrennungen. Durch die Aufnahme von sogenannten photodynamischen Stoffen mit dem Futter kommt es im Pferdekörper zu einer Sensibilisierung für UV-Strahlen. Chemische Düngemittel wie Phosphor, Anstriche wie Steinkohlenteer und Holzlasuren auf chemischer Basis gelten als Auslöser. Aber auch Pflanzen wie Johanniskraut, zahlreiche Kleearten und Buchweizen können nach dem Fressen zu Hautrötungen mit späterer Blasenbildung führen. 
Ausreichend Schattenplätze sind ein absolutes Muss für jede Pferdeweide. © Snap Happy - Fotolia.com
Ausreichend Schattenplätze sind ein absolutes Muss für jede Pferdeweide.
© Snap Happy - Fotolia.com

So schützen Sie Ihr Pferd wirkungsvoll

Um Sonnenbrand und andere sonnenbedingte Probleme wie Kreislaufschwäche, Sonnenstich und Hitzeschlag zu vermeiden, sollte allen Weidepferden - gleich ob mit heller Pigmentierung oder nicht – stets ein schattiger Ort zur Verfügung stehen, an den sie sich bei zu starker Sonneneinstrahlung zurückziehen können. Zudem sollte die Weide regelmäßig auf Giftpflanzen, die eine erhöhte Lichtempfindlichkeit auslösen können, kontrolliert werden.

Handelsübliche wasserfeste und konservierungsmittelfreie Sonnencremes sind grundsätzlich auch für Pferde nicht verkehrt, jedoch können sie bei Tieren mit bereits bestehendem Sonnenbrand auf der hochsensiblen Haut allergische Reaktionen hervorrufen. Hier empfiehlt es sich, das Sonnenschutzmittel auf einem kleinen, nicht betroffenem Hautareal auf seine Verträglichkeit hin zu testen. Ist die Haut bereits verbrannt, kann man mit kühlen, fetthaltigen Salben, die die Regeneration der Haut beschleunigen, lokal behandeln.
Eine dichte Fliegenmaske hält nicht nur lästige Insekten fern, sie schützt auch empfindliche Pferde vor zu viel UV-Strahlung. © Waldhausen
Eine dichte Fliegenmaske hält nicht nur lästige Insekten fern, sie schützt auch empfindliche Pferde vor zu viel UV-Strahlung.
© Waldhausen
Als Geheimtipp gilt das im Bergsport- sowie im gut sortierten Versandhandel erhältliche Tschamba Fii, ein Präparat, das auf die Haut von Mensch oder Pferd wie ein Gerbstoff wirkt und dadurch auf natürliche Weise eine Hornhautverdickung auslöst. Diese Verdickung bewirkt, dass die Haut lichtundurchlässiger wird und so einen stärkeren Schutz vor der Sonnenstrahlung hat. Weil die Haut für diesen Vorgang ein paar Tage benötigt, empfiehlt es sich, das Präparat vor einer intensiven Sonnenbestrahlung wiederholt anzuwenden.

Wer lieber auch mechanischen Sonnenschutz setzt, kann auf Gesichtsmasken aus engmaschigem Fliegennetz zurückgreifen. Derartige Masken helfen nicht nur Insekten abzuhalten, sondern schützen auch vor zu viel Sonnenlicht.

Mehr zu diesem Thema finden Sie in unserem Online-Archiv!

In Heft 8/2011 hat sich Pferderevue Autorin Elke Hellmichin ihrem Artikel "Wenn die Sonne schmerzt" ausführlich dem Thema Sonnenbrand beim Pferd gewidmet. Pferderevue AbonnentInnen können ihn zusammen mit über 40.000 weiteren in unserem Online-Archiv kostenlos nachlesen. Einfach unter Service/Online-Archiv einloggen und in allen Heften aus 25 Jahren Pferderevue zum Nulltarif blättern!

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