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24.01.2013

Spanische Pferde als Opfer der Euro-Krise

Das stolze spanische Pferd hat in seinem Heimatland derzeit keinen leichten Stand. Mit der Euro-Krise sparen immer mehr Pferdebesitzer am Notwendigsten, viele Tiere werden einfach ausgesetzt oder misshandelt.

Düstere Zeiten für das Spanische Pferd: Immer mehr Tiere fallen der Euro-Misere ihres Landes zum Opfer. © Sven Cramer - fotolia.com
Düstere Zeiten für das Spanische Pferd: Immer mehr Tiere fallen der Euro-Misere ihres Landes zum Opfer.
© Sven Cramer - fotolia.com
In Krisenzeiten trifft es die schwächsten Glieder einer Gesellschaft meist am härtesten. Häufig sind Zeiten finanzieller Not deshalb auch Auslöser für großes Tierleid. Im wirtschaftlich gebeutelten Spanien werden immer öfter herrenlose Pferde von der Polizei aufgelesen, die von ihren Besitzern einfach ausgesetzt wurden. Besonders in Andalusien gibt es mittlerweile ganze Herden ausgewilderter Pferde. Vorher gerne als Statussymbol genutzt, fallen ihre Futter- und Erhaltungskosten als erstes dem Sparstift ihrer Eigner zum Opfer. Die Tiere werden einfach ihrem Schicksal überlassen - oder müssen zum Frustabbau herhalten. Schwere Misshandlungen und schlimme Verletzungen bis hin zum Tod sind die Folge. „Es ist schrecklich, die Krise bringt das schlechteste im Menschen hervor. Die Pferdebesitzer haben plötzlich kein Gewissen mehr - irgendwie drehen sie alle durch“, bringt es Concordia Marquez im Interview mit dem SWR auf den Punkt. Die Tierschützerin ist Leiterin der Einrichtung Santa Maria, einer Auffangstation für Pferde im Hinterland von Málaga.

Auf rund 8.000 Euro belaufen sich die monatlichen Futter- und Pflegekosten, die der gemeinnützige Verein nur mühsam über Spenden zusammenkratzen kann. Während die Gemeinden nichts von derartigen Problemen wissen wollen, obwohl sie für die Versorgung ausgewildeter Tiere zuständig sind, erhält die Auffangstation Unterstützung von freiwilligen Helfern aus ganz Europa. In der Zeit, die sie auf der andalusischen Finca verbringen, pflegen sie die häufig schwer traumatisierten Pferde mit besonderer Hingabe. Für die meisten eine unvergessliche Erfahrung.

Doch die Zahl der hilfebedürftigen Pferde steigt täglich - ohne die vermehrte Unterstützung von Spendern steht das Pferdeasyl vor dem Aus.

Pferde als Krisenopfer - Beitrag des TV-Magazins "Weltbilder" auf NDR


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