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17.06.2016

Spektakuläre Pferderettung aus Gebirgssee in Tirol

Der Wanderritt einer Osttirolerin endete am Mittwochnachmittag mit einem spektakulären Bergeeinsatz aus einem Hochgebirgssee im Großglocknergebiet. Und einem Freiflug für ihren Hengst mit dem Helikopter.

Mit dem Hubschrauber wurde ein Pferd aus dem in 1935 m Seehöhe gelegenen Dorfersee im Nationalpark Hohe Tauern geborgen. © EXPA/STR
Mit dem Hubschrauber wurde ein Pferd aus dem in 1935 m Seehöhe gelegenen Dorfersee im Nationalpark Hohe Tauern geborgen.
© EXPA/STR
Mit einer ungewöhnlichen Bergeaktion sahen sich die Feuerwehrmänner aus Kals am Großglockner am Mittwochnachmittag konfrontiert. Auf dem Weg zum Kalser Tauern, einem auf über 2.000 m Höhe gelegenen Gebirgspass, war eine junge Frau aus Osttirol mit ihrem Pferd in eine missliche Lage geraten. Beim Versuch einen Hochgebirgssee am steinigen Ufer zu passieren, rutschte der Hengst aus und blieb mit einem Hinterbein zwischen zwei Felsblöcken im See stecken.

„Das Tier hing eineinhalb Meter unter dem Wasserspiegel fest. Je mehr der Hengst gezogen hat, desto fester verkeilte sich sein Fuß“, berichtete Herbert Bergerweiß, Einsatzleiter der zur Hilfe gerufenen Feuerwehr aus Kals, dem Onlinemagazin Dolomitenstadt.at.

„Es war schwer, das Pferd da wieder rauszubekommen“, sagte der Feuerwehr-Kommandant, der mit seinen Mannen viel Geschick beweisen musste, um die Bergeaktion zu einem guten Ende zu bringen. Einen nicht unwesentlichen Beitrag am letztendlich guten Ausgang hatte die Reiterin, die in dieser schwierigen Situation die Nerven behielt und ihrem Pferd die nötige Sicherheit vermittelte „Die sind ein eingespieltes Team. Das Pferd war die ganze Zeit über sehr ruhig“, lobte Bergerweiß.

Schwierig war’s trotzdem. Erst mithilfe einer Schlinge, die unter Wasser über den Huf des Hengstes gestülpt wurde, konnte das Hinterbein des Pferdes aus der Falle befreit werden. Damit war der Vierbeiner zwar wieder mobil, die Rettungsaktion aber noch längst nicht vorbei. Weil es nicht möglich war den Hengst ans Ufer zu bringen, wurde er mit vereinten Kräften auf eine Felsinsel im See gelotst, von wo aus ein Helikopter aus Kitzbühel angefordert wurde. Der flog den zuvor von einem Tierarzt sedierten Hengst in einem Transportnetz verpackt zum Kalser Tauernhaus zurück, wo das nervenaufreibende Abenteuer für Pferd und Reiterin ein glückliches Ende nahm. Das unfreiwillige Seepferdchen war bei der Aktion zum Glück unverletzt geblieben.

Die Idee, den Kalser Tauern mit dem Pferd zu überqueren ist übrigens nicht neu. Wie Dolomitenstadt.at berichtet, war der Gebirgspass früher ein bedeutender Saunpfad und galt über Jahrhunderte hinweg als wichtige Verbindung zwischen Osttirol und dem Pinzgau.

Dolomitenstadt.at

ps
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