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01.09.2014

Springteam und Voltigierer sind startklar

Frischen Wind brachte das Happy Team der österreichischen Voltigierer nach Caen. Am heutigen Ruhetag stand der Vet-Check ihrer Pferde und das erste Training auf dem Programm, die Springreiter absolvierten im Stade d'Ornano eine Trainingsrunde über Hindernisse.

Happy Feeling beim österreichischen Voltigier-Team vor der Veranstaltungshalle Zenith © OEPS/Andrea Fuchshumer
Happy Feeling beim österreichischen Voltigier-Team vor der Veranstaltungshalle Zenith
© OEPS/Andrea Fuchshumer
Für Manfred Rebel, den Equipechef der Voltigierer, ist das Ziel der Österreicher bei den WEG 2014 klar: "Eine Medaille im Pas de Deux!" Alles andere wäre willkommene Zugabe, denn unsere Mannschaft besteht aus lauter Amateursportlern, nicht zu vergleichen mit den Bedingungen, über die etwa das französische Team verfügt. "Allein für die Gruppe hatten sie in Kentucky ein Budget von 300.000 Euro, damit muss ich fünf oder sechs Jahre finanzieren", erlaubt der Voltigierreferent einen Blick hinter die Kulissen. Aber die Stimmung im Team ist prächtig und alle fiebern den Auftritten in der Veranstaltungshalle "Zenith" entgegen. Auch unsere Tierärztin Dr. Constanze Zach ist mit den Veterinär-Bedingungen zufrieden, ein Pferd (Macchiato) kam nicht nach Frankreich, was nicht einmal ein Nachteil sein sollte. "Damit kann Bram, unser Pas de Deux-Pferd, schon im Einzel starten und Hallenerfahrung sammeln", blickte Rebel positiv nach vorne.
Astrid Kneifel und Royals des Bissons beim Vet-Check. © Tomas Holcbecher
Astrid Kneifel und Royals des Bissons beim Vet-Check.
© Tomas Holcbecher
Ebenso zuversichtlich zeigte sich das Springteam nach den ersten Sprüngen im Stadion. Dieter Köfler wird für unsere Equipe beginnen ("Mit der Nummer 1 im Team habe ich schon Erfahrung"), dann kommt Astrid Kneifel ("Ich werde schon etwas riskieren müssen, denn mit langen Wegen verliert man zu viel"), als dritter Reiter ist Markus Saurugg nominiert ("Texas ist voll entspannt") und Stefanie Bistan, die heute unmittelbar nach Edwina Tops-Alexander ihre Trainingsrunde ritt, wird Österreichs Schlussreiterin sein: "Ich bin auch bei den Young Riders immer hinten geritten." Unser fünfter Mann Roland Englbrecht, der die undankbare Aufgabe hat mit seinem Poorboy Gewehr bei Fuß zu stehen, steckt diese Situation toll weg: "Es ist nicht ganz einfach, aber für nächstes Jahr möchte ich sicher als Nummer 3 oder 4 dabei sein!"
rste Stadionluft für Markus Saurugg (Texas I) und Astrid Kneifel (Royal des Bissons). © Tomas Holcbecher
Erste Stadionluft für Markus Saurugg (Texas I) und Astrid Kneifel (Royal des Bissons).
© Tomas Holcbecher
Mit interessanten Ansichten würzte Ludger Beerbaum, der außer dem Einzelweltmeistertitel schon alles gewonnen hatte, das Pressegespräch des deutschen Springreiterteams. Auf den Austragungsmodus der Einzelwertung angesprochen, bei dem es ja am letzten Tag den publikumswirksamen Pferdewechsel der vier Besten gibt, antwortete der Riesenbecker: "Ich will ja nicht so weit gehen, dass man das abschaffen soll. Aber vielleicht könnte man ja vor dieser Runde schon Medaillen für die besten Springpaare geben, denn in unserem Sport gehören Reiter und Pferd zusammen." Die Lacher hatte er dann mit seinem Nachsatz auf seiner Seite: "Die Dressurreiter kriegen ja auch jeden Tag eine Medaille!"
Österreichs Springreitteam vor dem Pferd Bijou im Stade d"Ornano. © Tomas Holcbecher
Österreichs Springreitteam vor dem Pferd Bijou im Stade d"Ornano.
© Tomas Holcbecher

In der Zeitung gelesen

Manchmal ist es wirklich gut, wenn man beim Frühstück im Pressehotel in heimische Gewohnheiten fällt und zur Tageszeitung greift, während man Kaffee schlürft. Denn so entdeckte ich einen interessanten Artikel in der lokalen Zeitung Ouest-France, der sich mit dem Organisations-Chaos rund um den Cross Country-Tag im Haras du Pin befasste. Dass die Vielseitigkeitsbewerbe dort ausgetragen wurde, hatte nämlich folgende Vorgeschichte: 2009, als man den Zuschlag für die Austragung der WEG 2014 erhielt,wurde festgelegt die Distanzstrecke in Haras du Pin beginnen zu lassen, das Ziel sollte bei Mont St. Michel sein. Es stellte sich aber heraus, dass so eine Streckenführung nicht zu realisieren sei und änderte 2011 die Planungen: Distanzritt in der Bucht von Mont St. Michel mit Start- und Zielgelände in Sartilly!

Nun wäre im "Versailles des Pferdesports", wie das Gestüt du Pin auch genannt wird, aber kein Bewerb zur Austragung gelangt. Da machte sich der Bürgermeister des nahe gelegenen Argentan, der auch im Komitee der WEG sitzt, für die Vielseitigkeit auf dem Gestütsgelände stark, schon wissend, dass die Infrastruktur unzureichend sei. Politische Partikularinteressen siegten also über sportliche Gesichtspunkte. Denn für Publikum und Aktive hätte die Rennbahn von La Prairie und das anschließende Orne-Tal in Caen wohl eine bessere Cross Country-Strecke abgegeben. Tüpfelchen auf dem I: Um das unvermeidbare Zufahrts-Chaos zu mildern, öffnete man am Wettkampftag die Parkplätze zwar um 7 Uhr und wies in der Vorberichterstattung auch auf diesen Umstand hin, aber das Gelände selbst durfte erst um 9 Uhr betreten werden. Die Folge: Zwei nette Stunden Wartezeit bei Kälte im Auto!
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