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29.10.2013

Starvererber Kostolany eingeschläfert

Der charismatische Hengst, der die Trakehnerzucht der vergangen zwei Jahrzehnte prägte wie kein zweiter, wurde am Montagnachmittag im Alter von 28 Jahren eingeschläfert.

Die außergewöhnliche Laufbahn des lackschwarzen Beaus begann 1987, als der Enrico Caruso-Sohn in Neumünster seine Körung erhielt und den traditionellen Hengstmark als unangefochtener Sieger verließ. Danach wurde Kostolany im Trakehnergestüt Hämelschenburg aufgestallt von wo aus er seinen Siegeszug antreten sollte.

Sportlich selbst unter seinem Züchter und Ausbilder Otto Langels auf dem Dressurviereck bis in die schwere Klasse erfolgreich, bewies Kostolany alsbald auch seine Qualität als Vererber. Insgesamt neun gekörte Söhne kann der Rappe vorweisen, allen voran der Siegerhengst von 1995, Gribaldi, der seines Zeichens zu einem der einflussreichsten Vererber der niederländischen Trakehner- und Warmblutzucht avancierte und auf internationalen Parkett unter Edward Gal zahlreiche Erfolge feierte.

Kostolany nahm in der Exterieur-Zuchtwertschätzung des Trakehner Verbandes seit Jahren einen Spitzenplatz ein, in der Zuchtwertschätzung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung erhielt der Hengst 2007 einen Dressur-Zuchtwert von 121. Neben seiner hohen Spring- und Dressurveranlagung war Kostolany berühmt für sein unvergleichliches Temperament und seinen außergewöhnlichen Charakter.

Nach Beendigung seiner sportlichen Karriere genoss Kostolany noch viele Jahre liebevoll umsorgt seinen wohlverdienten Ruhestand in Hämelschenburg. Langweilig wurde es dem Hengst dabei nicht, denn er durfte auch weiterhin bei Schaunummern und Turnierteilnahmen mit dem Reiternachwuchs glänzen. Und das tat er auch. Egal ob in Führzügelwettbewerben, bei Damensattel-Darbietungen oder unter Otto Langels in der Levade - Kostolany war für alles zu haben.

Auf der Gestütshomepage verabschieden sich Kostolanys langjährige Wegbegleiter von ihrem Ausnahmehengst: „Am heutigen Nachmittag trat unser Hämelschenburger Hauptbeschäler Kostolany - kurz vor Vollendung seines 29. Lebensjahres - von der züchterischen Bühne ab, nachdem er noch zuvor seinen täglichen Koppelgang genossen hat.Wir haben Kostolany viel zu verdanken! In unseren Herzen und durch seine Nachkommen wird er uns aber stets weiter begleiten. Danke, Kosto!“

Quelle

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