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16.12.2013

Steve Guerdat triumphiert in Genf

Emotion pur für Steve Guerdat bei seinem Heimturnier in Genf: Nach der offiziellen Verabschiedung seiner langjährigen Erfolgsstute Jalisca Solier am Samstag und einer langen Saison der zweiten Plätze gelang dem Olympiasieger in der dritten Etappe des Rolex Grand Slam endlich wieder der Sprung aufs oberste Podest.

Endlich wieder ein großer Sieg für den Olympiasieger: Steve Guerdat (CH) ritt im finalen Grand Prix des 53. CHI Genf nach einer Saison der knapp verpassten ersten Plätze endlich wieder zum Sieg, für den er satte 162.000 Euro Preisgeld kassi © Tomas Holcbecher
Endlich wieder ein großer Sieg für den Olympiasieger: Steve Guerdat (CH) ritt im finalen Grand Prix des 53. CHI Genf nach einer Saison der knapp verpassten ersten Plätze endlich wieder zum Sieg, für den er satte 162.000 Euro Preisgeld kassierte.
© Tomas Holcbecher
„Die ganze Atmosphäre und die große Halle in Genf sind einfach einzigartig. Wenn du einreitest, fühlst du dich wie ein Star. Hier willst du alles zeigen, was du kannst, in Topform sein und als Sieger vom Platz gehen“, hatte Olympiasieger Steve Guerdat in einem Promotionvideo seines Sponsors Rolex, das wenige Wochen zuvor aufgenommen worden war, zugegeben. Am Sonntag erfüllte sich dieser Wunsch zum zweiten Mal in seiner Karriere.

Zehn Reiter qualifizierten sich über einen fehlerfreien Grundumlauf für das das Stechen des mit 532.000 Euro höchstdotierten Hallenspringens der Welt. Trotz früher Startposition sorgte Guerdat im Sattel seines Londoner Goldpferdes Nino des Buissonnets für das beste Ergebnis: Null Fehler in 43,26 Sekunden erwiesen sich als unschlagbar. Auch für die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste, Scott Brash. Der Brite und sein Hello Sanctos mussten sich um 0,32 Sekunden geschlagen geben und mit Platz zwei vorlieb nehmen, der mit 98.000 Euro Preisgeld immer noch mehr als fürstlich belohnt wurde. Platz drei und 73.000 Euro durften Simon Delestre und Qlassic Bois Margot (0/44,16) mit nach Hause nehmen.
Im Stechen musste Guerdat mit seinem Nino des Buissonnets ordentlich aufs Tempo drücken - und diesmal hat"s geklappt. © Tomas Holcbecher
Im Stechen musste Guerdat mit seinem Nino des Buissonnets ordentlich aufs Tempo drücken - und diesmal hat"s geklappt.
© Tomas Holcbecher
„Ich hatte nach meinem Stechparcours nicht an den Sieg geglaubt“, meinte ein sichtlich erleichterter Guerdat. „Die langen Linien waren nicht auf meinen Nino zugeschnitten. Und ich hatte eine frühe Startposition im Stechen. Die Rechnung ging aber auf, obwohl ich zitterte und lange warten musste.“ Für den aktuell Führenden des FEI Weltcups gab es rund 162.000 Euro Preisgeld – eine überwältigende Summe, wenngleich das ganz große Geld, nämlich die mögliche Million Euro, im heuer erstmals ausgetragenen Rolex Grand Slam nicht ausgeschüttet wurde. Die hätte es gegeben, wenn ein Reiter allen drei Stationen (Aachen, Spruce Meadows und Genf) gewonnen hätte.

Genf ist für Steve Guerdat überhaupt ein besonders Turnier. Hier hatte er 2006 nach einer bereits verloren geglaubten Karriere seinen ersten großen Sieg im Sattel seiner späteren Erfolgsstute Jalisca Solier gefeiert. Viele weitere sollten danach folgen, darunter eine EM-Goldmedaille mit dem Schweizer Team 2009 und eine Team-Bronzemedaille bei den olympischen Spielen 2008. Am Samstag verabschiedete Guerdat nun seine mittlerweile 17-jährige Selle Francais Stute in einer emotionalen Abschiedsfeier offiziell aus dem Sport. In Zukunft soll Jalisca Solier in der Zucht zum Einsatz kommen.

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