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27.02.2018

Streit in der Krieau nach Absagen wegen Sicherheitsbedenken

Für den Renntag am Dienstag zogen fünf Trainer ihre Pferde zurück. Sie wollten auf der teilweise gefrorenen Bahn keine Verletzungen riskieren. Vom Wiener Trabrennverein hagelte es Bußgelder. Jetzt gehen die Wogen hoch.

Fünf Trainer wollten ihre Pferde auf der teilweise gefrorenen Bahn der Krieau nicht starten lassen. © johnmerlin | fotolia.com
Fünf Trainer wollten ihre Pferde auf der teilweise gefrorenen Bahn der Krieau nicht starten lassen.
© johnmerlin | fotolia.com
Die Kälte in Wien sorgt derzeit für hitzige Debatten in der Krieau. Nicht weniger als fünf Trainer weigerten sich, ihre Pferde bei der für heute Mittag angesetzten Krieauer PMU-Lunch-Premiere laufen zu lassen. Man wolle auf der teilweise gefrorenen Bahn keine Verletzungen riskieren, so die Begründung.

Damit geriet der Wiener Trabrennverein (WTV) in eine unangenehme Situation. Mit dem französischen Wettanbieter Pari Mutuel Urbain (PMU) hatte man ursprünglich sechs Bewerbe für den Renntag vereinbart. Aufgrund der flächendeckenden Absagen war das Teilnehmerfeld jedoch von ursprünglich 60 Pferden auf 29 zusammengeschrumpft. Als Folge wurde das erste Rennen gestrichen. Die übrigen wurden trotz reduzierter Starterzahl planmäßig durchgeführt.

Wegen der Kurzfristigkeit der Absagen verhängte der Rennverein über die Besitzer der zurückgezogenen Pferde ein Bußgeld von je 300 Euro.  Bei 31 Pferden immerhin 9.300 Euro. Ob diese Summe tatsächlich in der Kasse des WTV landen wird, ist allerdings höchst fraglich.

Denn die Trainer der zurückgezogenen Pferde monieren, dass die Abmeldungen nur deshalb nicht zeigerecht erfolgten, weil kein verantwortlicher Ansprechpartner vor Ort gewesen sei. Außerdem hätte der Wettanbieter PMU Verständnis für die Absage des ganzen Renntages gehabt, da am Tag zuvor auch im französischen Enghien die letzten drei Rennen kältebedingt entfallen mussten.

Anders sieht man das beim WTV. Man habe durch intensive Bearbeitung das Geläuf rechtzeitig in einen tadellos befahrbaren Zustand gebracht, was von drei Bahnbeauftraften einstimmig bestätigt worden sei, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme. Die fünf Trainer hätten sich entgegen dieser Expertise entschieden ihre Pferde 30 Minuten vor Beginn des ersten Rennens ohne weitere Angabe von Gründen zurückzuziehen.
 
„Die Rennen wurden in der Folge mit einer geringen Starteranzahl völlig problemlos durchgeführt. Eines dieser Rennen wurde sogar von einem Pferd gewonnen, das ohne Hufeisen an den Start ging, was einmal mehr die tadellose Befahrbarkeit der Bahn beweist“, erklärte WTV-Präsident Dr. Peter Truzla. Das Verhalten der Trainer sieht er als grobe Unsportlichkeit mit massivem Imageschaden. „Diese Aktion hat sowohl dem WTV als auch dem Trabrennsport in Österreich enormen materiellen Schaden zugefügt“, so Truzla. „Auch gegenüber dem zahlreich erschienenen Wettpublikum war das extrem unfair.“

Quelle

ps
 
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