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23.03.2012

Strengere Kontrollen für Wiens Fiaker

Die am 1. April in Kraft tretende Novelle des Fiakergesetzes soll vor allem eine Verbesserung für die Pferde auf Wiens Straßen bewirken.

Fiaker am Wiener Stephansplatz © Detlef - Fotolia.com
Fiaker gehören zum Stadtbild Wiens wie der Steffl oder das Riesenrad. Die mit 1. April 2012 in Kraft tretende Gesetzesnovelle soll künftig das Leben der Pferde deutlich verbessern.
© Detlef - Fotolia.com
Strengere Kontrollen, Fahrtenbücher und bessere Ausbildung für die Kutscher: All dies soll künftig dafür sorgen, dass es den Wiener Fiakerpferden in Zukunft ein Stück weit besser geht. Die Gesetzesnovelle, die im Februar 2011 beschlossen worden war und nun mit 1. April in Kraft tritt, ist ein bedeutender Schritt in Richtung Tierschutz.

So sollen beispielsweise unangekündigte Kontrollen des Veterinäramts auf Stellplätzen und in Stallungen helfen schwarze Schafe unter den Fiakern auszuschließen und das Wohl der Pferde sicherzustellen. Auch eine Reduzierung der Einsätze vor der Kutsche wird mit der Novelle zur Betriebsordnung für Fiaker- und Pferdemietwagenunternehmen erreicht. Demnach dürfen die Pferde nur noch jeden zweiten Tag zwischen 10 und 22 Uhr ihren Dienst antreten. Möglich macht diese Neuerung eine Kombination des bestehenden Platzkartenvergabesystems mit einer "Gerade-Ungerade-Regelung". Dazu werden zweimal im Jahr unter notarieller Aufsicht grüne und rote Platzkarten an die Fiaker vergeben, die jeweils zum Betrieb an geraden (grün) oder ungeraden (rot) Kalendertagen berechtigen.

Neu ist auch das verpflichtende Fahrtenbuch, in dem Ruhe-, Fress- und Arbeitszeiten detailliert eingetragen werden müssen. Dadurch will man sicherstellen, dass die Pferde regelmäßig gefüttert werden und ihnen danach noch eine mindestens einstündige Ruhepause ermöglicht wird. Auch das Geschirr wird im neuen Fiakergesetz genau geregelt um einen Mindeststandard – sowohl im Interesse der Pferde, als auch im Hinblick auf die Verkehrssicherheit der Kutschen – zu gewährleisten.

Eine Nichteinhaltung der gesetzlichen Auflagen kann für die Fiaker teuer werden, der überarbeitete Strafenkatalog sieht Strafen zwischen 140,– und 3.500,– Euro vor, bei Extremfällen droht sogar der Entzug der Konzession. Auch die Bevölkerung ist aufgerufen die Augen im Sinne des Tierschutzes offen zu halten. Missstände und Verstöße gegen die Bestimmungen können unter der Tierschutz-Helpline (01 4000-8060) gemeldet werden.