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03.08.2016

Sydney: Cowboys marschieren gegen Wildpferdetötung auf

Die australische Regierung will in den kommenden 20 Jahren 90 Prozent der Wildpferde im Nationalpark Snowy Mountains beseitigen lassen. Sehr zum Missfallen großer Teile der Bevölkerung. Am Montag protestierten berittene Cowboys vor dem Regionalparlament gegen die Regierungspläne.

Die Zahl der Brumbies in den Snowy Mountains soll in den kommenden Jahren von aktuell 6000 auf 600 reduziert werden. © www.slawik.com
Die Zahl der Brumbies in den Snowy Mountains soll in den kommenden Jahren von aktuell 6000 auf 600 reduziert werden.
© www.slawik.com
Aktuell leben etwa 6000 Wildpferde in den Snowy Mountains rund 500 Kilometer südwestlich der australischen Metropole Sydney entfernt. Weil Experten die Vegetation des Nationalparks durch die Einhufer gefährdet sehen, haben die Behörden der Region angekündigt, deren Zahl in den kommenden 20 Jahren auf 600 und damit ein Zehntel schrumpfen zu wollen. Erreichen will man dies durch ein umfangreiches Kontrollprogramm, wie Umweltminister Mark Speakman Anfang Mai dieses Jahres verkündete. Zu den geplanten Maßnahmen zählen neben dem Einfangen, Umsiedeln, der Geburtenkontrolle und Einzäunen auch das Erschießen.

Dass vor allem letztgenannte Maßnahme die favorisierte sein dürfte, lässt ein Statement von Robert Quirk, Direktor der Nationalparkbehörde vermuten. Es sei zu kompliziert, so viele Pferde einzufangen. Erschießen sei die humanste Methode, sie zu entfernen, so Quirk.

Eine groß angelegte Tötung der Brumbies stößt bei weiten Teilen der Bevölkerung jedoch auf Ablehnung. Am Montag protestierten Cowboys auf Pferden in Sydney gegen die geplante „Säuberungsaktion“.  Zusammen mit hunderten weiteren Demonstranten versammelten sie sich vor dem Parlament der Regionalregierung des Bundesstaates New South Wales.

„Brumbies sind australische Wahrzeichen und wir sind stolz auf sie“, sagte Peter Cochran von der Organisation „Snowy Mountains Bush Users Group“ im Rundfunk. Die Gruppe vertritt die Interessen der Bewohner der Region und ist gegen das Töten.

dpa/ps
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