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26.02.2012

TV-Tipp: Gelenk-Chips bei Pferden

Sind frühzeitige OPs im Fall einer Gelenks-Chip-Diagnose immer sinnvoll? Eine Antwort darauf soll das Pferdemedizin Spezial der Sendung "Neues aus der Medizin" auf Das Vierte geben.

Gelenks-Chips - Pferdemedizin Spezial auf Das Vierte © Das Vierte - Neues aus der Medizin
Auch wenn sie als äußerst unbeliebter Befund der röntgenologischen Ankaufsuntersuchung gelten: Ein Gelenks-Chip muss nicht immer Probleme verursachen.
© Das Vierte - Neues aus der Medizin
Klein, aber gemein: Sogenannte „Chips“ im Gelenk von Pferden können durch ständige Reizung Gelenksentzündungen und Knorpelschäden hervorrufen. Klemmt sich der Chip zwischen die Gelenksflächen ein, kann es sogar zu hochgradiger Lahmheit kommen. Eine Operation ist möglich – doch ist der kostspielige Eingriff auch immer sinnvoll?

Chips sind teilweise von Knorpel überzogene kleine Knochenteilchen und gehören zum Erkrankungskomplex der sogenannten OCD (Osteochondrosis dissecans), einer häufig genetisch bedingten Gelenkserkrankung des wachsenden Pferdes im Zuge der Skelettentwicklung. Sie bleiben entweder unbeweglich an einer Stelle des Gelenks liegen oder bewegen sich und werden dann auch als „Gelenkmaus“ bezeichnet. Gerät ein Chip im Gelenk des Pferdes zwischen die Gleitflächen der Gelenkknorpel und verklemmt, entstehen erhebliche Knorpelschäden, deren Regeneration Monate dauern kann. Besonders häufig sind das Fesselgelenk, Sprung- und Kniegelenk betroffen. Vorbeugende Röntgenaufnahmen bei jungen Pferden können Chips frühzeitig sichtbar machen, denn häufig werden die Befunde erst beim ausgewachsenen Pferd entdeckt, entstehen aber bereits im Alter zwischen ein und zwei Jahren.

Chips können durch eine Arthroskopie (Schlüssellochtechnik) in Vollnarkose entfernt werden, doch in vielen Fällen besteht der Verdacht, dass der teure Eingriff aus medizinischer Sicht nicht unbedingt notwendig ist. Denn bei jungen Pferden führen Chips nicht zwangsläufig zu dauerhafter Lahmheit und Schmerzen. In den ersten 12 Lebensmonaten ist das Knorpelwachstum am stärksten aktiv und ein Gelenkchip kann spontan enstehen, aber auch wieder vom Körper resorbiert werden oder aus dem Zentrum des Gelenks wieder in die Randbereiche wandern. So kann der Befund auch von allein wieder verschwinden – und die teure OP wird überflüssig.

Bei „Neues aus der Medizin“ diskutiert Moderator Klaus Wiesinger mit Experte Dr. med. vet. Marc A. Cronau, Leiter der Pferdeklinik Cronau in Bochum (GER), das Thema.

Sendeinfo

Das Pferdemedizin Spezial "Gelenk-Chips bei Pferden – frühzeitige OP immer sinnvoll?" wird im Rahmen der Sendereihe „Neues aus der Medizin“ am 15. April um 19.00 Uhr auf „Das Vierte“ ausgestrahlt. Am darauffolgenden Freitag ist um 17.30 Uhr eine Wiederholung zu sehen.
Quelle: Pressemitteilung
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