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30.07.2012

The Long Horse Ride: Megan Lewis hat’s geschafft

Vier Jahre und 8.000 Kilometer benötigte die Britin Megan Lewis um die beiden Olympischen Spiele 2008 und 2012 durch einen Ritt von Peking nach London zu verbinden. Und am 22. Juli war es dann endlich so weit: Von vier Reitern der königlichen englischen Reiterstaffel eskortiert, erreichte die pensionierte Geographie-Lehrerin rechtzeitig vor der Eröffnung der Spiele die britische Hauptstadt.

Geschafft: Nach 4 Jahren und 8.000 Kilometern hat Megan Lewis endlich ihr Ziel London erreicht. Der Shagy-Araber Schimmelwallach Zorbee III hat die passionierte Wanderreiterin dabei von der EU-Grenze bis in die britische Hauptstadt begleite © thelonghorseride.blogspot.com
Geschafft: Nach 4 Jahren und 8.000 Kilometern hat Megan Lewis endlich ihr Ziel London erreicht. Der Shagy-Araber Schimmelwallach Zorbee III hat die passionierte Wanderreiterin dabei von der EU-Grenze bis in die britische Hauptstadt begleitet.
© thelonghorseride.blogspot.com
40 Kilometer betrug das durchschnittliche Tagespensum des epischen Trails, der die 63-Jährige aus Wales täglich rund acht Stunden im Sattel hielt. Dabei schlief sie oft nur wenige Zentimeter von Skorpionen entfernt, brach sich bei einem Sturz vom Pferd sechs Rippen und durchquerte insgesamt neun Länder. Von Peking ging es die Chinesische Mauer entlang, durch die Wüste Gobi und die Wüstenebenen von Kasachstan über Russland und die Ukraine bis nach Ungarn. Auch durch Österreich führte sie ihr Ritt (Pferderevue online hat berichtet), das sie Mitte April bei Passau Richtung Deutschland verließ um über Frankreich schließlich nach England zu gelangen.
Schon als junges Mädchen hatte Megan Lewis es sich in den Kopf gesetzt einmal eine richtig große Reise auf dem Pferderücken zu unternehmen. Dass es gleich ein Ritt über 8.000 Kilometer und vier Jahre werden würde, hätte sie sich damals aber wahrscheinlich selbst nicht träumen lassen.

Großen Anteil am guten Gelingen des großen Abenteuers hatten vor allem sieben Vierbeiner: Baiju, Shan Dan, Little Bolasak, Big Bolasak, Zorbee I, Zorbee II und Zorbee III sind die Namen der Pferde, die Megan Lewis halfen, ihren Traum zu verwirklichen. Ein Traum, der zwischendurch zum Albtraum zu werden drohte: „Es war eine Reise voller Höhen und Tiefen“, sagt Lewis. „Es war sowohl geistig aber auch körperlich sehr anstrengend. Mein Mann hat mich sehr unterstützt – besonders auch deshalb, weil ich mit meinem Ritt Geld für sein Charity-Projekt gesammelt habe. Leider hat unsere Beziehung unter der langen Trennung gelitten. Der ganze Stress und die große Entfernung haben ihren Tribut gefordert - wir haben uns getrennt. Es war eine traurige Zeit, in der ich sehr verzweifelt war, aber ich habe durchgehalten.“

Zwar hat Megan Lewis London am vergangenen Sonntag erreicht, ihre Reise ist jedoch noch nicht zu Ende: In den kommenden Wochen wird sie ihren Wanderritt in Überlänge noch weiter fortsetzen. Ziel ist ihre Heimat in Pumisaint, Wales, das sie voraussichtlich Mitte August erreichen wird.