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30.03.2015

Therapiepferd Felicità an Epilepsie erkrankt

Über 16 Jahre lang hat sie schwer kranken Kindern geholfen - nun ist das Therapiepferd Felicità selbst erkrankt. Der Verein e.motion hofft nun auf Spendengelder um die Therapie bezahlen zu können.

Felicità an Epilepsie erkrankt © Verein e.motion
Jahrelang hat die Stute Felicità als Therapiepferd Kindern mit Beeinträchtigung geholfen.
© Verein e.motion
El buena Felicità heißt die dunkelbraune Stute mit der hübschen Blesse, die als Zugpferd des Vereins für Equotherapie e.motion gilt. Diese Stute hat wohl keinesfalls die Vergangenheit eines normalen Therapiepferdes hinter sich: Sie wurde 1994 in einem Reservat in Uruguays geboren. Felicità wuchs wild im Herdenverband auf bis sie eingefangen und auf einem Schiff nach Europa gebracht wurde. Sie sollte eigentlich nach Italien gebracht werden und war dort zu Schlachtung bestimmt. Auf Umwegen gelangte die Stute nach Österreich und damit zur Gründerin der Vereins e.motion, Mag. Roswitha Zink. Zink bildete die Stute behutsam als Therapiepferd für Kinder mit Beeinträchtigung aus. „Ohne Felicitas gäbe es keinen Verein und keine Equotherapie-Methode. 16 Jahre lang hat diese Stute im Dienste kranker Menschen alles gegeben“, so Zink im Gespräch mit der Kronen Zeitung.

Epilepsie diagnostiziert

Die Stute, die unzähligen schwerkranken Kindern geholfen hat, ist nun selbst erkrankt. Bei ihr wurde Epilepsie diagnostiziert. Diese neurologische Erkrankung ist bei Pferden eher selten. Sie äußert sich, ähnlich der Epilepsie bei Menschen, in plötzlich auftretenden Muskelkrämpfen, die bis zur Atemnot führen können. Während eines Anfalles kann es vorkommen, dass die Tiere stürzen und sich dabei verletzen. Felicitàs Krankheit zieht nicht nur hohe Tierarzt- und Medikamentenkosten nach sich, auch der Stall musste für die kranke Stute leicht umgebaut werden. Wände und scharfe Kanten wurden mit Matratzen abgesichert. „Für einen kleinen Verein wie uns, der von Spenden für schwer kranke Kinder lebt, ist das finanziell kaum zu bewältigen“, meint Zink gegenüber der Kronen Zeitung. Die „Krone Tierecke“ will nun unterstützend bei den anfallenden Kosten mitwirken – eine Spende in der Höhe von 3.000 Euro sei zugesagt. Zusätzlich hat die „Krone Tierecke“ ein Spendenkonto für die erkrankte Felicità eingerichtet, das zur Unterstützung der Behandlung beitragen soll.
Der Verein e.Motion wurde im Jahr 2001 von Mag. Roswitha Zink und Mag. Verena Bittmann gegründet. Insgesamt 13 Therapeutinnen und Pädagoginnen sowie ein Dutzend Pferde widmen sich im Otto Wagner Spital auf der Baumgartner Höhe und auf dem Steinbachhof nahe St.Pölten der Therapie für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen.
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