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23.08.2017

Toller Start unseres Springteams

Das österreichische Springreit-Quartett liegt nach dem ersten Tag sensationell auf dem 6. EM-Rang! Roland Englbrecht, Julia Kayser, Christian Rhomberg und Max Kühner erwischten einen Auftakt nach Maß und mischen seit langem wieder einmal bei den Springreitern vorne mit.

Sie sorgten für eine positive Überraschung: Teamchef Marcus Wallishauser, Christian Rhomberg, Julia Kayser, Max Kühner und Roland Englbrecht. © Tomas Holcbecher
Sie sorgten für eine positive Überraschung: Teamchef Marcus Wallishauser, Christian Rhomberg, Julia Kayser, Max Kühner und Roland Englbrecht.
© Tomas Holcbecher
Mit dem Zeitspringen griffen am dritten Wettkampftag die Springreiter in Göteborg ins Geschehen ein. Der Spring-Parcours des Niederländers Louis Konickx sah auf den ersten Blick leichter aus als er wirklich war. „Sehr clever und sehr fair gebaut,“ meinte auch Marcus Ehning. Und die österreichische Mannschaft war ebenfalls sehr clever unterwegs und sorgte mit insgesamt 10,90 Punkten und Platz 6 für einen Auftakt nach Maß. In Führung liegt die Schweiz (5,15) vor Frankreich (6,78) und Schweden (7,21). Eigentlich unglaublich, dass unsere Equipe sogar Deutschland (11,52) hinter sich gelassen hatte!
Den Beginn machte Roland Englbrecht mit seinem zehnjährigen Schimmel Chambery, am Ende gab es nur einen Abwurf über die 16 Sprünge. „Das war mein Fehler! Der ursprüngliche Plan war mit einem Galoppsprung weniger zum Steilsprung zu reiten, aber beim Wassergraben hatten wir einen kurzen Schwenker. Es war ein Fehler von mir, denn ich hätte die sieben Galoppsprünge beibehalten sollen. Aber ich bin ganz zufrieden den Einstieg so geschafft zu haben, denn anfangs war Chambery noch etwas unsicher, aber ab dem dritten Hindernis kam er gut ins Springen,“ meinte der Oberösterreicher erleichtert beim Interview. „Vor dem Start war ich etwas angespannt, da das letzte Turnier nicht so glücklich für uns lief. Zur EM-Vorbereitung bin ich zu Julia Kayser und Marc Houtzager nach Holland gefahren und das hat sehr gut gefruchtet. Mit einem neuen Pferd ist es aufregend bei einem Championat zu sein. Über die Startreihenfolge wird zwar immer im Team diskutiert, aber ich habe mich damit abgefunden als erster zu reiten und es ist gut gegangen.“
Chambery hatte unter Roland Englbrecht einen guten Start bei seiner Championatspremiere. © Tomas Holcbecher
Chambery hatte unter Roland Englbrecht einen guten Start bei seiner Championatspremiere.
© Tomas Holcbecher
Julia Kayser strahlte nach ihrem souveränen und schnellen Null-Fehler-Ritt: „Cayetano ist in den letzten Wochen super in Form gewesen, die schweren Springen hat er alle mit Null gemeistert. Diese Leistung zeigte er auch heute wieder und ich konnte etwas Risiko nehmen, denn im Stechen bin ich zuletzt auch schon auf Zeit gerittten. Hoffentlich hält diese Form die Woche über an.“ Für Kayser sind es bereits die vierten Europameisterschaften, diesmal gemeinsam mit ihrem Ehemann Marc Houtzager, der für die Niederlande reitet und den sie am ersten Tag ganz schön abgehängt hat: „Das ist aber kein Problem, denn wir sind jede Woche gemeinsam am Turnier und reiten gegeneinander. Die Bedingungen in Göteborg sind gut, ein großer Platz mit langen Galoppierstrecken, das geht natürlich etwas auf die Kondition.“ Und über die neue Zusammensetzung des Teams ist sie auch happy: „Wenn es auch nicht für eine Medaille reichen sollte, aber diesmal haben wir wirklich wieder die Chance vorne mitzureiten!“
Julia Kayser nützte die Hochform ihres Cayetano zu einer Null-Fehler-Runde. © Tomas Holcbecher
Julia Kayser nützte die Hochform ihres Cayetano zu einer Null-Fehler-Runde.
© Tomas Holcbecher
EM-Neuling Christian Rhomberg konnte auch zufrieden sein, denn mit Saphyr Des Lacs gab es in schneller Zeit einen dummen Abwurf am drittletzten Sprung: „Mein Pferd sprang richtig gut, die Wendung zur letzten Kombination erwischte ich leider nicht sehr glücklich, da war ich zu dicht dran. Ich hatte vor eine zügige Runde hinzulegen und mit dem einen Fehler sind wir nicht so weit von den ganz vorderen weg.“
EM-Debüt für Christian Rhomberg und Saphyr Des Lacs. © Tomas Holcbecher
EM-Debüt für Christian Rhomberg und Saphyr Des Lacs.
© Tomas Holcbecher
Auch wenn Max Kühner im Vorfeld das Zeitspringen als die schwierigste Disziplin für seinen Chardonnay bezeichnete, konnten die beiden das beste rot-weiß-rote Einzelergebnis erzielen. „Ich bin sehr zufrieden, meine großes Ziel war es unter die besten 15 zu kommen und das haben wir knapp erreicht. Chardonnay hat es ganz super gemacht und ich bin stolz auf ihn, aber ich bin auch sehr stolz auf meine Mannschaftskollegen, die Superritte abgeliefert haben. Jetzt liegt die Latte hoch für morgen.“ Und er hatte auch noch ein lobendes Wort für den Equipechef Marcus Wallishauser: "Er ließ uns individuell vorbereiten, das hat sich ausgezahlt!"
Behielt die Nerven und die Übersicht: Max Kühner mit Chardonnay. © Tomas Holcbecher
Behielt die Nerven und die Übersicht: Max Kühner mit Chardonnay.
© Tomas Holcbecher
In der Einzelwertung sind wieder einmal die großen Namen vorne: Olympia-Silbermedaillengewinner Peder Fredricson (0,00) führt vor Marcus Ehning (0,59), Luciana Diniz (0,67) und Kevin Staut (0,91). Kühner ist mit 2,76 Punkten 14. und Kayser liegt mit 3,11 Punkten auf Platz 16.

Die detaillierten EM-Ergebnisse gibt es hier.
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