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20.08.2014

Totilas verletzt, keine WM für Matthias Rath und den Millionenhengst

Es soll anscheinend einfach nicht sein: Das deutsche Dressurteam muss nach den Olympischen Spielen 2012 wieder einmal auf sein schillerndstes Paar verzichten. Totilas hat sich ausgerechnet beim abschließenden Training auf dem Peterhof verletzt und kann nicht nach Caen fahren.

Was für ein Pech: Kurz vor der Abreise nach Frankreich verletzte sich Totilas - damit fallen der schwarze Hengst und Matthias Rath nach London 2012 auch für die Weltreiterspiele in der Normandie aus. © Tomas Holcbecher
Was für ein Pech: Kurz vor der Abreise nach Frankreich verletzte sich Totilas - damit fallen der schwarze Hengst und Matthias Rath nach London 2012 auch für die Weltreiterspiele in der Normandie aus.
© Tomas Holcbecher
Mit dieser Nachricht schockte der Pressedienst der Deutschen Reiterlichen Vereinigung die Dressurwelt. Nach ihrem Überraschungscomeback Ende Mai in Belgien und den Sensationsauftritten in Aachen zählten Matthias Rath und sein Millionenhengst zu den Mitfavoriten um WM Gold. Doch der Traum von einer möglichen Goldmedaille ist wie schon 2012 vor den Olympischen Spielen in London geplatzt. Diesmal hat es allerdings nicht den Reiter erwischt, sondern Totilas selbst.

Das Duo präsentierte sich zwar während der Tage im Trainingslager auf Gestüt Peterhof in beeindruckender Form, kurz vor der Abreise der Mannschaft nach Frankreich trat sich Totilas aber gegen ein bestehendes Überbein, was schmerzhafte Reaktionen zur Folge hatte. Nach intensiver Beratung mit der Mannschaftsführung, der Tierärztin des Teams und dem Reiter wurde entschieden, zum Wohle des Pferdes auf die Teilnahme an den Weltreiterspielen zu verzichten. Für Totilas und Matthias Alexander Rath rückt nun Fabienne Lütkemeier mit D’Agostino ins Team nach. Die 24-jährige Paderbornerin und ihr Hannoveraner hatten bereits im vergangenen Jahr zur Gold-Equipe bei der Europameisterschaft gehört.

Der Ausfall des schwarzen Hengstes ist ein herber Schlag für das deutsche Team, das nichts desto trotz weiterhin klar zu den Goldfavoriten auf die Dressur-Mannschaftsmedaille zählt. Groß ist die Enttäuschung natürlich vor allem bei Matthias Alexander Rath, der sich nach drei Jahren, in denen es überwiegend Kritik am Reiter und dem Management rund um den 14-jährigen Gribaldi-Sohn gab, mit acht Siegen in Serie zurück an die Weltspitze gekämpft hatte. „Für mich war dieses Jahr und damit natürlich auch besonders das Comeback von Toto unglaublich toll und die Vorfreude auf die Weltreiterspiele enorm. Totilas war in Topform, und dass wir nun so kurzfristig absagen müssen, fällt mir unsagbar schwer“, gesteht Rath. Nichts desto trotz stünde Totilas’ Wohl an erster Stelle und somit habe man sich notgedrungen gegen die Teilnahme an den Weltreiterspielen in der Normandie entschieden, so der 30-Jährige.