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11.04.2016

Traurige Bilanz in Aintree: Fünf tote Pferde und ein Überraschungssieger

Auch wenn das Grand National erneut von tragische Zwischenfällen verschont blieb: die berüchtigte Rennstrecke in Aintree bei Liverpool bleibt auch weiterhin eine der tödlichsten der Welt. Die diesjährige Auflage war mit fünf toten Pferden die opferreichste seit 15 Jahren.

Steeplechase © Neil Johnson - Fotolia.com
© Neil Johnson - Fotolia.com
Bereits der erste Tag des Rennwochenendes wurde von zwei Todesfällen überschattet. Die beiden Wallache Clonbanan Lad und Marasonnien brachen im Anschluss an das Fox Hunters Chase über zweieinhalb Meilen zusammen. Auch die umgehende medizinische Betreuung konnte ihr Leben nicht mehr retten. Der Folgetag brachte zwei weitere Todesopfer. Dem zehnjährigen irisch gezogenen Wallach Gullinbursti wurde der berüchtigte Beechers Brook, eine gewaltige Hecke mit Graben und tieferliegender Landestelle, zum Verhängnis. Gullinbursti kam über dem Sprung ins Straucheln, stürzte und brach sich das Genick. Minella Reception, ebenfalls ein zehnjähriger irischer Wallach, stürzte an derselben Stelle und verletzte sich dabei derart schwer, dass er im Stall von seinen Leiden erlöst werden musste. Der achtjährige King’s Palace erhöhte die Zahl der Todesfälle am Samstag schließlich auf erschütternde fünf – die meisten seit 15 Jahren, wie die Tierschutzorganisation Animal Aid berichtet.

Keine Todesopfer gab es im Höhepunkt des Rennwochenendes, dem legendären Grand National, das damit seinen positiven Trend fortsetzte. Ohne Zwischenfälle blieb der Klassiker dennoch nicht. Nur 16 der 39 angetretenen Pferd sahen nach 6.900 m und 30 Hindernissen das Ziel. Die übrigen kamen auf dem vom Regen stark aufgeweichten Geläuf entweder zu Sturz, verloren ihren Reiter oder wurden verletzt oder völlig erschöpft vorzeitig von der Strecke genommen.

Als großer Gewinner des mit einer Million Pfund dotierten Jagdrennens ging Rule the World unter dem erst 19 Jahre alten David Mullins hervor. Der 33:1-Außenseiter konnte nach einem vorsichtigen Einstieg in das herausfordernde Steepla Chase gegen Ende die größten Reserven mobilisieren und zog im Zielsprint an Mitfavoriten Last Samurai sowie 100:1-Außenseiter Vics Canvas vorbei. Der neunjährige Wallach aus dem Besitz von Ryanair-Gründer Michael O'Leary, der zuvor noch nie ein Rennen gewonnen hatte, siegte schließlich mit sechs Längen Vorsprung. Sein Jockey Mullins ist damit der erste Teenager seit 1963, der im prestigereichen Grand National zum Sieg ritt.

Und auch für Rule the World könnte sich sein beherzter Lauf ausgezahlt haben. Angesprochen auf die Zukunft seines überraschenden Grand-National-Siegers, sagte der Besitzer O'Leary: „Wir überlegen uns, ob wir Rule The World nach dieser außergewöhnlichen Leistung pensionieren und ihn auf unserem Gestüt den Ruhestand genießen lassen.“ Zu wünschen wäre es ihm.

ps
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